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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 16/2026
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„Da Christiano“ schließt zum 31. Mai

Unerwartete Entscheidung nach erfolgreichem Jahr

Das Restaurant „Da Christiano" am Feuerwehr Erlebnismuseum in Hermeskeil schließt Ende Mai. Nach etwas mehr als einem Jahr Betrieb hat sich die Betreiberfamilie schweren Herzens aus gesundheitlichen Gründen zu diesem Schritt entschlossen.

Die enge Struktur des Familienbetriebs habe die Situation zusätzlich erschwert, erklären die Betreiber. In einem solchen Betrieb greifen Arbeit und Privatleben eng ineinander. Diese Doppelbelastung sei auf Dauer nicht mehr zu bewältigen gewesen. Versuche, passende personelle Unterstützung zu finden, blieben ohne nachhaltigen Erfolg. „Wir haben lange nach einer Lösung gesucht, um den Betrieb aufrechtzuerhalten", so die Familie. „Doch irgendwann mussten wir erkennen, dass es so nicht weitergeht."

Finanziell solide

Umso bedauerlicher ist die Entscheidung vor dem Hintergrund, dass sich das Geschäft in einer stabilen wirtschaftlichen Lage befindet. Die Umsätze liegen auf konstant gutem Niveau. Auch die Rahmenbedingungen sind ausgesprochen gut: Die technische Ausstattung funktioniert einwandfrei, die Küche ist vollständig eingerichtet und kann übernommen werden. Erst im vergangenen Jahr wurde die Terrasse neu bestuhlt. Hinzu kommt ein Aspekt, der in der Geschichte dieser Einrichtung nicht selbstverständlich ist: Der Betrieb wird ohne finanzielle Altlasten an die Stadt zurück übergeben. „Wir geben ein funktionierendes Geschäft ab", betont Familie Calamusa. „Finanziell stehen wir solide da – aber die Gesundheit geht vor."

Dank an die Gäste

Bis zur Schließung am 31. Mai wird der Betrieb wie gewohnt weitergeführt. Gäste können vorhandene Gutscheine noch bis dahin einlösen. Die Betreiberfamilie möchte die letzten Wochen nutzen, um sich persönlich zu bedanken: „Wir haben uns über jeden Gast gefreut und danken für die Treue und das Verständnis."

Gute Voraussetzungen für eine Fortführung

Nach der Schließung soll das Lokal nicht lange leer stehen. Die Betreiber wünschen sich, dass jemand die Räume weiterbelebt. Inventar, Küchenausstattung und Technik können vollständig übernommen werden – das Haus ist „bezugsfertig". In der Stammkundschaft sorgt die Ankündigung dennoch für Bedauern, viele zeigen jedoch Verständnis. Mit dem Ende von „Da Christiano" verliert die lokale Gastronomieszene einen etablierten Betrieb – gleichzeitig eröffnet sich die Chance für einen Neuanfang an einem wirtschaftlich tragfähigen Standort mit gewachsener Kundschaft. Ob und wie es an gleicher Stelle weitergeht, könnte sich in den kommenden Wochen entscheiden. (LeWe)