Einen großen Teil der zweiten Gemeinderatssitzung in Züsch am 16. April nahm die Diskussion über die Zukunft der beiden von den Kirchen übernommenen Friedhöfe ein. Zur administrativen Entlastung des Bürgermeisters soll eine Schreibkraft auf Stundenbasis eingestellt werden. Außerdem berichtete der Ortsbürgermeister über den Stand der von der Dorfbegleitung geplanten Aktivitäten im Ort und die Ergebnisse der Photovoltaik-Anlagen.
Zum Thema Friedhöfe gab es in der vergangenen Sitzung einiges zu besprechen. Zunächst ging es um die Frage, ob man dem Unternehmervertrag der Verbandsgemeinde beitreten sollte. Nach Begutachtung der Kosten stellte man fest, dass sich die erforderlichen Arbeiten in den vergangenen Jahren durch ortsansässige Betriebe günstiger gestalteten als der angedachte Pauschalbetrag über den Vertrag der VG. Deshalb beschloss man, dem Vertrag nicht beizutreten. Danach ging es um die Frage der Einebnung von Gräbern, deren Ruhezeiten abgelaufen sind. Hier entschloss man sich, noch ein bis zwei Jahre zu warten. Dann könne man, so Bürgermeister Ulrich Frohn, ganze Reihen auf einmal einebnen und müsse den Aufwand nicht zweimal betreiben. Etwas länger dauerte die Diskussion um das Thema ein oder zwei Friedhöfe. Angestoßen wurde es durch eine Anfrage der Wählergruppe Gross. Die hatte festgestellt, dass auf dem Friedhof an der Saarstraße seit Januar 2023 niemand mehr beigesetzt wurde und stellte deshalb in den Raum, diese Stätte auslaufen zu lassen und sich auf den Friedhof in der Hermeskeiler Straße zu beschränken. Das bringe zwar kurzfristig kein Einsparpotenzial, man könne aber jetzt mit einer Entscheidung den Umstieg auf einen Friedhof anstoßen. Besonders berücksichtigen müsse man auch die Auswirkungen der neuen Landesgesetzgebung zum Bestattungswesen. Natürlich wolle man das Ganze moderat gestalten, vor allem hinsichtlich der Bestattung von Ehepartnern im Rahmen bestehender Gräber und die Bevölkerung mit einbinden. Nach kontroverser Diskussion legte man fest, dass die Wählergruppe Gross die Anfrage in einen Antrag umformulieren soll, der dann im Rahmen einer Bürgerversammlung zur Diskussion gestellt wird.
Projekte Dorfbegleitung
Der Hang am evangelischen Friedhof soll mit pflegeleichten Bodendeckern bepflanzt werden. Die Pflanzen sollen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Abschnitte mit und ohne Sonneneinstrahlung ausgesucht werden. Nach Bestimmung der Pflanzen und Kostenermittlung soll das Ganze umgesetzt werden. Die zweite Maßnahme umfasst die Beschilderung eines Stelenweges und die Beschaffung von Ortseingangsschildern evtl. mit auswechselbaren Schildern zu Veranstaltungen. Hier wurden verschiedene Optionen vorgestellt. Zuletzt wies der Bürgermeister noch auf den Dreck-weg-Tag am 18.April dieses Jahres hin.
Weitere Beschlüsse/Themen
Dem Jahresunternehmervertrag zur Reinigung der Sinkkästen wurde zugestimmt. Die Neuausschreibung der VG beinhaltet auch den Austausch defekter Schmutzfangeimer.
Zur Entlastung des Ortsbürgermeisters erhält dieser eine Schreib-/Bürokraft auf Stundenbasis. Die Verwaltung wird beauftragt, die Einzelheiten zur Umsetzung der Maßnahme zu erarbeiten und dann zur Abstimmung im Rat vorzulegen.
Die Gemeinde hat noch einen verbleibenden Restbetrag von 12.340,00 € an den Personalkosten für die Kita zu entrichten. Die Kellerwände des Kindergartens sind durch drückendes und aufsteigendes Wasser stark durchfeuchtet, da eine fachgerechte Abdichtung fehlt. Innen sind bereits Schäden wie Schimmel und abblätternder Putz sichtbar. Als wirtschaftlichere Alternative zu einer aufwändigen und teuren Außensanierung wird eine Innenabdichtung vorgeschlagen, bei der die Wände von der Bodenplatte bis über das Gelände abgedichtet und anschließend mit Sanierputz versehen werden. Kosten ca. 55.000 €. (BäR)