Die jüngste Sitzung des Gemeinderats in Damflos war wie gewohnt nach nicht allzu langer Zeit beendet. Es war die erste Sitzung für 2026, bedingt durch eine längere krankheitsbedingte Abwesenheit von Ortsbürgermeister Joachim Wellenberg, der in dieser Zeit von seinen Beigeordneten vertreten worden war. Allerdings war es eine reine „Arbeitssitzung“; große Themen stehen in Damflos derzeit nicht auf der Tagesordnung.
Wie Wellenberg erklärte, erhält die Gemeinde aus dem regionalen Zukunftsprogramm des Landes einen Betrag von 123000 Euro, die zweckgebunden in den Haushalt 2026 eingestellt werden. Ideen und Pläne, wofür man dieses Geld in der Gemeinde verwenden soll, werden nun entwickelt.
Der Altkleidercontainer des Roten Kreuzes bleibt den Bürgern der Gemeinde erhalten und wird weiter geleert, nachdem diese in Zukunft auf die jährliche Gebühr von 120 Euro verzichtet. „Das macht uns nicht ärmer oder reicher“, erklärte der Ortsbürgermeister auf Nachfrage.
Die Gemeinde Damflos beteiligt sich nach geschlossener Zustimmung des Gemeinderats auch in Zukunft an den Jahresunternehmerverträgen für die Unterhaltung des Friedhofs und die Reinigung der Sinkkästen. Diese Verträge wurden von der Verbandsgemeinde ausgeschrieben; ob die Gemeinden mitmachen oder eigene Verträge mit Unternehmen abschließen, bleibt ihnen überlassen.
Im Baugebiet „Großer Röder“ ist – wie Beigeordneter Udo Herz erläuterte – eine Fläche als Baugrundstück ausgewiesen, die keine verkehrliche Anbindung hat. So sei ein Verkauf durch die Ortsgemeinde als vollwertiger Bauplatz nicht möglich. Nachbarn hätten jedoch Interesse daran. Deshalb solle die Parzelle geteilt werden, wofür der Bebauungsplan geändert werden müsse mit dem Ziel, das Grundstück als private Grünfläche auszuweisen mit der Möglichkeit zur Errichtung von Nebenanlagen (z.B. Gartenhaus). Kosten entstehen der Gemeinde dadurch nicht, weil sie von den Nachbarn übernommen werden. Der Gemeinderat beschloss ohne Gegenstimme die Änderung des Bebauungsplans; auf der Tagesordnung der nichtöffentlichen Sitzung stand hierzu die Beratung und Beschlussfassung über einen städtebaulichen Vertrag mit den Grundstücksnachbarn.
Im Rahmen des Glasfaserausbaus werden „an dunklen Ecken“ in der Ortslage neun bis zehn weitere Straßenlampen aufgestellt. Betroffen sind u.a. die Straßen Zum Damflöschen, Garten- und Kapellenstraße. Durch die Verbindung mit dem Glasfaserausbau spart die Gemeinde bei den Tiefbauarbeiten „eine Menge Geld“, wie der Ortsbürgermeister erklärte.
Weil man in der Angelegenheit „energetische Sanierung des in die Jahre gekommenen Bürgerhauses“ nicht recht vorankommt, zieht die Gemeinde den eigentlich damit im Verbund geplanten Einbau der Deckenbeschallung im Kleinen Saal vor. Die Finanzierung ist – so Wellenberg – unter Anderem durch Spenden der Ortsvereine gesichert, denen diese Maßnahme ja auch zugute kommen wird.
Auch die Fenster im Großen Saal des Bürgerhauses sollen ausgetauscht werden, und zwar eins zu eins, damit keine bauliche Veränderung stattfindet. Die Kosten für die neuen Fenster einschließlich zweier Flügeltüren als Notausgänge werden auf 65000 Euro geschätzt. Damit aber Förderanträge gestellt werden können, ist zunächst die Einschaltung eines Energieberaters notwendig. Da das erst nach Genehmigung des Haushalts für 2026 erfolgen kann, ermächtigte der Rat per Beschluss den Ortsbürgermeister zur Erteilung des Auftrags, damit keine weitere Beratung und Beschlussfassung mehr erforderlich ist. (WIL-)