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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 18/2026
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Wird ein „struturelles Defizit“ beseitigt?

Stadtrat gibt Startschuss für Bebauungsplan „Sportplatz an der IGS“ - Gemeinschaftsprojekt von Stadt, VG und Kreis

Auf der Tagesordnung der jüngsten Stadtratssitzung stand ein Punkt, dessen Bedeutung für Hermeskeil und die Hochwaldregion nicht auf Anhieb ersichtlich war. Dabei ging es um den ersten Schritt zum Bau einer neuen Sportanlage unmittelbar an der Integrierten Gesamtschule (IGS) einschließlich eines Kunstrasenplatzes. Ein solcher Sportplatz, der ganzjährig bespielbar sei, fehle in Hermeskeil, erklärte VG-Bauamtsleiterin Stefanie Schömer. Dies sei ein „strukturelles Defizit“ für die Hochwaldregion.

Nun habe man gemeinsam mit der Verbandsgemeinde und dem Kreis Trier-Saarburg eine Lösung erarbeitet: Unterhalb des Schulzentrums solle eine neue Freisportanlage entstehen, die ganzjährig nicht nur für Schul-, sondern auch für Vereins- und Freizeitsport genutzt werden könne. Sie soll den maroden Platz am Labachweg ersetzen, der nicht mehr genutzt werden kann. Geplant ist an der IGS die Anlage eines große Sportfelds, einer 400 Meter-Laufbahn sowie weiterer Leichtathletik- und Sportanlagen. Zuschüsse dafür kommen nicht nur aus dem regionalen Zukunftsprogramm des Landes, sondern voraussichtlich auch von der Sportförderung.

Der erste Schritt, den die Stadt gehen muss, ist die Aufstellung eines Bebauungsplans. Hierfür sind laut Stefanie Schömer bereits Mittel im Haushalt eingestellt. Nicht nur von Stadtbürgermeister Christoph König, sondern quer durch alle Fraktionen wurde das Vorhaben in der Sitzung sehr positiv aufgenommen. Man begrüßt das Projekt, das durch die kombinierte Nutzung – so auch Bürgermeister Stefan Ding - „die Beseitigung des Defizits ermöglicht“.

Die Frage nach einem möglichen Zeitplan, gestellt vom städtischen Beigeordneten Bernhard Kronenberger, beantwortete Ding mit den Worten, dieser sei „vorgegeben durch die Förderprogramme“. Er sei dankbar, dass der Stadtrat die Sache sofort anpacke. Das Geld aus dem regionalen Förderprogramm des Landes müsse bis Ende 2028 ausgegeben werden.

Wenn auch von einzelnen Ratsmitgliedern noch einige Detailfragen gestellt wurden, die naturgemäß in diesem frühen Stadium des Projekts niemand beantworten konnte, war man sich dennoch schnell einig und stimmte der Aufstellung eines Bebauungsplans einmütig zu.

Stadtratsplitter

Der Stadtrat stellte den Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2019 (Anm.: Ja, Sie haben richtig gelesen...) fest und erteilte dem bis in den Sommer dieses Jahres noch regierenden Stadtbürgermeister Mathias Queck sowie seiner Nachfolgerin Lena Weber und den Beigeordneten Entlastung.

Eine Fotovoltaikanlage der Nachbargemeinde Geisfeld soll über eine Kabeltrasse an das Hermeskeiler Umspannwerk im Rotbachtal angeschlossen werden. Die Trasse führt zum Teil durch den Stadtteil Abtei, weil eine Umgehung wegen anderer Leitungen, zu denen ein Schutzabstand eingehalten werden muss, nicht möglich ist. Wie ein Mitarbeiter des ausführenden Unternehmens erklärte, wird aber „im Ort nicht alles umgepflügt oder umgegraben“. Vielmehr werde man so weit wie möglich mit Spülbohrungen arbeiten.

Für die letzte verfügbare Fläche im Industriegebiet Grafenwald (45000 Quadratmeter unterhalb des Bestattungshauses Trösch) beschloss der Stadtrat den Erlass eines sogenannten „Angebotsbebauungsplans“, damit sie veräußert werden kann. Dabei handelt es sich nur um eine „Nachverdichtung“, weil der Flächennutzungsplan sie bereits als Gewerbefläche ausweist. Seit Jahren nachgefragte großflächige Ansiedlungen müssen – so VG-Bauamtsleiterin Stefanie Schömer – mangels eigener Flächen der Stadt abgelehnt werden.

Stadtbürgermeister Christoph König drückte sein Bedauern über die Ankündigung der Familie Calamusa aus, ihr in der städtischen Immobilie am Neuen Markt geführtes Restaurant „Da Christiano“ Ende Mai aus gesundheitlichen Gründen zu schließen. Er dankte der Familie dafür, dass sie das Lokal erfolgreich geführt habe und gab bekannt, dass es bereits mehrere Anfragen von potenziellen Nachfolgern gebe. Auch in der Sache REWE sei Bewegung: Die Eigentümergesellschaft habe ihm am Morgen des Sitzungstages per Mail mitgeteilt, die Mietverhandlungen seien fortgeschritten und ein Kostenangebot eines Bauunternehmens für die geplante Umgestaltung liege vor. (WIL-)