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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 18/2026
3 - Aus den Hochwaldgemeinden
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Mehr Unfälle, mehr Schwerverletzte, drei Tote

Verkehrsunfallbilanz der PI Hermeskeil 2025, eigene Grafik (LeWe)

 

Verkehrsunfallbilanz 2025

Im Dienstbezirk der Polizeiinspektion Hermeskeil hat sich die Verkehrslage 2025 verschärft: Die Polizei registrierte 864 Unfälle und damit 55 mehr als im Vorjahr; das entspricht einem Anstieg um rund 6 Prozent. Besonders auffällig ist der deutliche Zuwachs bei den Schwerverletzten von 12 auf 19 sowie bei den Leichtverletzten von 60 auf 68.

Im vergangenen Jahr kamen bei zwei schweren Unfällen insgesamt drei Menschen ums Leben. Im Juni 2025 geriet ein Pkw aus ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal mit einem entgegenkommenden Lkw zusammen; der 76-jährige Fahrer und seine 68-jährige Beifahrerin starben. Der zweite tödliche Unfall ereignete sich im November auf der B 407 bei Kell am See, dort verstarb die 76-jährige Beifahrerin.

Schwerpunkt außerhalb der Orte

528 der 864 Unfälle ereigneten sich außerhalb geschlossener Ortschaften. Zu den auffälligsten Strecken zählen die B 407 zwischen Mandern und der Abfahrt Hermeskeil mit 103 Unfällen und 16 Verletzten, die B 52/L 151 zwischen Osburg, Hermeskeil und der Landesgrenze Saarland mit 88 Unfällen und 9 Verletzten sowie die L 148 zwischen Reinsfeld und Bescheid mit 53 Unfällen und 6 Verletzten. Im inneren und erweiterten Stadtgebiet von Hermeskeil wurden 284 Unfälle gezählt, also etwa ein Drittel aller Fälle.

Häufigste Ursachen

Bei den Unfallursachen lagen 2025 Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren mit 14,7 Prozent vorn, gefolgt von Abstandsunfällen mit 14,2 Prozent und sonstigen Fehlern beim Fahrzeugführer mit 9,7 Prozent. Auch Alkohol und Drogen spielten wieder eine Rolle: Die Zahl der Unfälle unter Einfluss stieg von 12 auf 18. Die Polizei verweist damit auf eine weiterhin relevante Mischung aus Fahrfehlern, Unaufmerksamkeit und riskantem Verhalten.

Risikogruppen im Blick

Bei den jungen Fahrern zwischen 18 und 24 Jahren ist zwar ein Rückgang erkennbar, dennoch waren sie an 129 Unfällen beteiligt und damit an 14,9 Prozent aller registrierten Unfälle. In 76,7 Prozent der Fälle waren sie selbst die Verursacher. Bei den Senioren ab 65 Jahren registrierte die Polizei 169 Beteiligungen, ein Plus von 29 Fällen gegenüber 2024; in 72,8 Prozent der Fälle waren sie Hauptverursacher, bei den über 75-Jährigen sogar in 78 Prozent.

Kinder, Rad und Zweiräder

2025 gab es drei Unfälle mit Kinderbeteiligung, darunter zwei Schulbusunfälle mit insgesamt zehn leicht verletzten Kindern. Bei Radfahrern wurden 13 Unfälle registriert, zehn davon mit eigener Verursachung durch die Radfahrer selbst; zehn Radfahrer wurden leicht und drei schwer verletzt. Bei motorisierten Zweirädern stieg die Zahl der Unfälle auf 23, sieben Menschen wurden schwer und 15 leicht verletzt.

Wildunfälle und Fluchten

Mit 368 Wildunfällen war laut Polizei jeder zweite Unfall ein Wildunfall. Die besonders gefährdeten Straßen sind hier vor allem die B 407 zwischen Mandern und Hermeskeil, die L 148 zwischen Reinsfeld und Bescheid, die L 143 zwischen Pluwigerhammer und Schillingen und die B 327 zwischen Malborn und Abtei.

Zudem stieg die Zahl der Unfallfluchten auf 125 Fälle; 50 konnten aufgeklärt werden, was einer Quote von rund 40 Prozent entspricht. (LeWe)