Zur letzten Sitzung im Jahr 2025 hatte Bürgermeister Stefan Ding die Damen und Herren des VG-Rates am Mittwoch, den 17. Dezember 2025 in den großen Sitzungssaal des Rathauses eingeladen. Neben einigen Routinepunkten standen u. a. die Wirtschaftspläne der VG-Werke und der Haushaltsplan für das Jahr 2026 auf der Agenda. Obwohl die Tagesordnung recht umfangreich war, ging die Sitzung dank guter Vorberatungen in den Ausschüssen zügig über die Bühne, die Vorstellung und Beratung des Haushaltsplans nahm fast eine Stunde in Anspruch. Zum Haushaltsplan wird auf den gesonderten Bericht verwiesen.
Nach der Begrüßung der Ratsmitglieder und der Zuschauer teilte der Verwaltungschef unter „Informationen“ mit, dass für die Landespauschale betr. der Afa-Standorte ein neues Gesetz verabschiedet worden ist, der sog. „Bauturbo“ ab dem 31. 10. in Kraft getreten ist, der Kreistag eine Erhöhung der Kreisumlage von 45 auf 47 Prozentpunkte beschlossen hat und Ministerin Binz mitgeteilt hat, dass der Fortbestand des Krankenhauses Hermeskeil/Regioklinik durch die Aufnahme in den Krankenhausplan des Landes RLP gesichert sei.
Für das Sondergebiet „Mühlen im Löstertal“ (Blasiusmühle, Nickelsmühle, Katzenmühle) soll der Flächennutzungsplan der VG Hermeskeil geändert werden. Ein erster Antrag ist durch die Kreisverwaltung und das Verwaltungsgericht Trier abgelehnt worden, die Sache ist jetzt beim OVG in Koblenz anhängig. Nun soll ein neuer Anlauf unternommen werden. Im Anschluss stellte Werkleiter Gerhard Jung die Jahresabschlüsse der VG-Werke für das Jahr 2024 und den Wirtschaftsplan für das Jahr 2026 vor. In einem kurzen Vortrag erläuterte er die Zahlen für das kommende Jahr.
Entgelte für Wasser und Abwasser
Für die Betriebszweige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung müssen für 2026 die Entgelte neu festgesetzt und angehoben werden. Die Benutzungsgebühr pro cbm verbrauchten Wassers wird von bisher 1,83 Euro auf 1.93 Euro festgesetzt, der wiederkehrende Beitrag für den Wasserzähler wird von bisher 108 Euro auf 109 Euro angehoben. Durch die Entgeltanpassung erhöhen sich die Erträge im Betriebszweig Wasserversorgung um rd. 75.000 Euro und führen zu einer Verminderung des Verlustes auf 95.000 Euro und zu einem geringeren Kreditbedarf. Bei der Abwasserbeseitigung steigt die Schmutzwassergebühr von bisher 2,95 Euro je cbm auf 3,05 Euro, der wiederkehrende Beitrag „Oberflächenentwässerung“ beträgt in Zukunft 0,43 Euro je qm Grundstücksfläche, bisher waren es 0,41 Euro. Dadurch erhöhen sich die Erträge um rd. 124.000 Euro, der Verlust vermindert sich auf rd. 36.000 Euro. Der Wirtschaftsplan und die damit einhergehende Gebührenerhöhung wurden vom Rat einstimmig angenommen.
Die Beihilfeleistungen für die Beamten der VGV sind in 2025 auf rd. 194.000 Euro gestiegen, die Beihilfeablöseversicherung muss daher angepasst und um 30.000 Euro erhöht werden.
Der letzte Beratungspunkt der Jahresabschlusssitzung war traditionell der Haushalt für das kommende Jahr, auf den gesonderten Bericht dazu wird verwiesen. bb