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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 2/2026
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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Sternsinger bringen Segen und schenken Hoffnung

Aktion des Kindermissionswerks startet in Hermeskeil

Mit einem Gottesdienst in der Hermeskeiler Kirche St. Martinus und einer Demo für Kinderrechte wurde die diesjährige Sternsingeraktion für den gesamten Visitationsbezirk Trier am 30. Dezember eröffnet. Ab sofort gehen Kinder wieder von Haus zu Haus, um Menschen einen Segen zu bringen und Geld für Mädchen und Jungen in Not zu sammeln.

„Kinder haben ein Recht auf Schule!“, steht in bunten Großbuchstaben auf dem Plakat einer Gruppe Sternsinger*innen aus Malborn und Tiergarten. Juna (8 Jahre) aus Malborn erklärt, was es damit auf sich hat: „Weil Kinder nicht arbeiten sollten. Sie sollten etwas lernen können: Schreiben, Rechnen und so.“ Die diesjährige Sternsingeraktion des Kindermissionswerkes steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ und möchte darauf aufmerksam machen, dass weltweit Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten müssen. Sternsinger-Partnerorganisationen setzen sich mit Hilfe von jährlich gesammelten Spenden dafür ein, Kinder aus Arbeitsverhältnissen zu befreien, damit auch sie wieder zur Schule gehen können.

Gegen Kinderarbeit

Reporter Willi Weitzel berichtet für die Aktion Dreikönigssingen 2026 aus Bangladesch. Bei der Aussendung der Kinder in Hermeskeil wird davon ein Film gezeigt. Juna findet es ziemlich unfair, dass Kinder arbeiten müssen: „Ich fand den Film interessant und ich habe gelernt, dass andere Kinder hart arbeiten müssen, und das finde ich doof, weil man sich verletzen und nicht gleichzeitig in der Schule richtig lernen kann.“ Mit ihren gebastelten Plakaten ziehen die Kinder im Anschluss durch Hermeskeil zum Rathaus und machen auf das Sternsingen und Kinderrechte aufmerksam.

In den kommenden Tagen werden die Gruppen um die Häuser ziehen, Spenden für die Aktion sammeln und den Segen zu den Menschen bringen. Im Gottesdienst dankt Weihbischof Jörg Michael Peters den Kindern für ihren Einsatz und für die Hoffnungsbotschaft, die sie zu den Menschen bringen: „Jesus in der Krippe gibt Hoffnung, dass wir uns nicht abrackern müssen. Auch in der Finsternis steckt Hoffnung. Daran die Menschen zu erinnern, ist der wichtigste Dienst, den ihr habt.“ Einen Schimmer Hoffnung in die Welt zu tragen, dafür seien sie als Sternsinger*innen da.