Ein besonderer Tag für Hermeskeil: Andreas Hermanns, Innenminister Michael Ebling, Christoph König, Stefan Ding, Kathrin Schlöder und René Treitz eröffneten Mitte Dezember nach 15 Monaten Bauzeit feierlich den Donatusplatz.
Nach rund 15 Monaten Bauzeit ist der neue Donatusplatz Mitte Dezember im Rahmen eines kleinen Festakts offiziell seiner Bestimmung übergeben worden. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen eröffnete Stadtbürgermeister Christoph König mit Innenminister Michael Ebling, Verbandsbürgermeister Stefan Ding und der Kreisbeigeordneten Kathrin Schlöder den von Grund auf neu gestalteten zentralen Platz im Herzen der Stadt.
„Altes Pflaster raus, neues Pflaster rein – das konnte nicht die Lösung sein“, betonte Bürgermeister Christoph König. Stattdessen wurde der Platz von Grund auf neu gedacht. Architekt Andreas Hermanns vom gleichnamigen Büro aus Nordrhein-Westfalen, dessen Entwurf 2022 aus einem Ideenwettbewerb als Sieger hervorging, erläuterte die Leitgedanken der Planung: „Wer den alten Platz noch vor Augen hat, der weiß, er war weder barrierefrei, noch gut erschlossen, noch sicher, noch intakt.“ Früher nahmen große Busbuchten den größten Teil der Fläche ein. Künftig halten die Busse in Haltebuchten am Straßenrand. „Damit ist es überhaupt möglich geworden, mehr Raum zu gewinnen und den Bürgern den Platz zurückzugeben“, so Hermanns.
Der „Donut“ als neues Herzstück
Markantes Herzstück des neuen Donatusplatzes ist eine runde, mit Bäumen bepflanzte Rasenbühne, der sogenannte „Donut“. Die Randsteine dienen auch als Sitzgelegenheiten. Daneben lockern weitere Beete das Bild auf. Eine rot markierte Umweltspur ist reserviert für Busse, Taxis und Radfahrer, während der Individualverkehr über die linke Spur geführt wird. Einige Stellplätze für Arztbesucher und Krankentransporte blieben erhalten. „Wir haben versucht, etwas Zeitloses zu planen“, sagte Hermanns, der sich wünscht, dass die Gastronomie den Platz „bespiele“ und er so zum „lebendigen Treffpunkt“ werde.
Förderung durch Bund und Land
Der rund 3,5 Millionen Euro teure Umbau wurde maßgeblich durch ein Städtebauförderprogramm von Land und Bund sowie weitere Landesmittel ermöglicht. Innenminister Michael Ebling lobte: „Wir wollen über die Städtebauförderung solche Orte schaffen, die das Zusammenkommen fördern und das Zusammenleben stärken. Das hier ist ein gelungenes Beispiel.“ Er forderte die Hermeskeiler auf, ihren neuen Platz „in Besitz zu nehmen“. Verbandsbürgermeister Stefan Ding betonte die identitätsstiftende Wirkung und die verbesserte Aufenthaltsqualität, die die Innenstadt aufwerte. Kreisbeigeordnete Kathrin Schlöder unterstrich die Bedeutung solcher lebendigen Anziehungspunkte für den ländlichen Raum und regte etwa einen winterlichen Glühweinstand für Vereine an.
Donatus als Symbol für Aufbruch
Pfarrer Christian Heinz segnete den Platz und erinnerte an die enge Verbindung Hermeskeils mit dem heiligen Donatus, dem Namensgeber des Platzes. Dem Heiligen, dessen Reliquien im 17. Jahrhundert auf ihrer Reise zeitweise in Hermeskeil rasteten, sage man nach einer Legende rund um einen Vorfall in Münstereifel nach, er könne „Tote wiederbeleben“. Mit einem Augenzwinkern bemerkte Heinz: „Hermeskeil ist nicht tot – auch wenn es manche so reden. Vielleicht kann Donatus ja seinen Teil dazu beitragen.“
Zum Abschluss dankte Stadtbürgermeister König allen Beteiligten – den Planern, den ausführenden Firmen, Projektbegleiter René Treitz mit seinen zahlreichen Einzelfallentscheidungen sowie insbesondere den Anwohnerinnen und Anwohnern, Ärzten, Patientinnen und Patienten und Gewerbetreibenden für ihre Geduld während der Bauzeit und der Umleitungen.