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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 20/2019
3 - Aus den Hochwaldgemeinden
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Aus Polizeiberichten vor 60 Jahren

Auf der Saarstraße kam es zu Auseinandersetzungen zwischen einigen Männern aus Osburg und Reinsfeld. Mit Worten konnte man sich anscheinend nicht begnügen, sie waren wohl nicht stichhaltig genug, darum nahm man Messer. Die Herrn mussten dann zum Flicken ins Krankenhaus. (RuH Nr. 29/1959)

Zwei hoffnungsvolle Knaben von 12 Jahren begingen einen Einstiegsdiebstahl in Reinsfeld am hellichten Mittag. Nach 3-stündigem Verhör gaben sie endlich zu, 40 DM aus einer Ladenkasse gestohlen zu haben. Die kleinen Hartgesottenen hätten aber wahrscheinlich nichts zugegeben, wäre der Betrag nicht bei ihnen gefunden worden. (RuH Nr. 32/1959)

Einem amerikanischen Pkw lief zwischen Züsch und Muhl ein Reifen seines Wagens ab in den Wald. Ein Polizist nahm den Besitzer des Wagens auf seinem Motorrad mit zum Gut „Retzenhöhe“, um von dort einen Autodienst herbeizurufen, der ihm den Reifen wieder anmontierte. Als der Polizist und der Amerikaner zurückkamen, hatten freche Diebe aus Züsch schon alle Wertgegenstände aus dem Wagen gestohlen und sogar die Antenne mitgenommen. Die Polizei konnte aber die jugendlichen Diebe und ihr Diebesgut, welches diese schon fortgeworfen hatten, sicherstellen. Was muss das für ein scheußlicher Eindruck sein, den dieser Amerikaner hier von den deutschen Jungen bekam. (RuH Nr. 47/1959)

Ein Langholzwagen, der 10 m Überlänge hatte, richtete am Hause der Gastwirtschaft Malburg erheblichen Schaden an. Frau Malburg, die direkt an einem Fenster gesessen hatte, wurde gerade von einem Gast von der Stelle fortgerufen, an der Minuten später die Langhölzer durch das zerbrochene Fenster spießten und ihren Nähkorb mit dem Aschenbecher vom Tisch bis an das Bufett schleuderten. Wir freuen uns mit der Familie Malburg, dass es bei diesem Unfall nur Sachschaden gab. Es hätte so schlimm auslaufen können. (RuH Nr. 47/1959)

Noch einmal zerschlug ein Langholzwagen von 31 m die Fenster im Gasthaus Malburg. Wenn das so weitergeht, müssen sich Malburgs immer Fensterscheiben auf Reserve halten, damit sie nicht den Betrieb in der Gastwirtschaft dauernd unterbrechen müssen, wenn Langholz durch den Ort gefahren wird. (RuH Nr. 48/1959)