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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 20/2019
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VG-Werke investieren hohe Summen in Damflos und Züsch

Erneuerung von Technik in der Kläranlage Hermeskeil

Es war die letzte Sitzung des Werkausschusses der Verbandsgemeinde Hermeskeil in der laufenden Legislaturperiode, zu der Hartmut Heck am Donnerstag vergangener Woche ins Rathaus eingeladen hatte. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Vergabe von Arbeiten für die Erneuerung von Kanal und Wasserversorgung im Rahmen der Erneuerung der K 100 in der Ortsdurchfahrt Damflos. In der Kläranlage Hermeskeil müssen die Luftkompressoren für die Belebungsbecken erneuert werden, die alten Geräte sind in die Jahre gekommen und teilweise defekt. Aufgrund einer Gesetzesänderung ist der Werkausschuss inzwischen autorisiert, Aufträge in unbegrenzter Höhe zu vergeben, vorher war die Summe auf 50.000 Euro begrenzt.

Zunächst informierte Werkleiter Andreas Schmitt den Ausschuss über verschiedene Punkte. In Sachen Klärschlamm ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet worden, die in Zukunft die Entsorgung regeln und steuern wird. Die Ausschreibung der Arbeiten für die Ortsdurchfahrt in Züsch wird im August oder September erfolgen, mit Gesamtkosten von 4 - 5 Millionen Euro wird gerechnet, die Werke müssen davon 3 Millionen stemmen. Wegen der Schweinepest müssen die von Jägern geschossenen Wildschweine in Kühlcontainern gelagert werden. Als möglicher Standort für diesen Container ist die Kläranlage Hermeskeil vorgesehen. Die Nitratwerte im Trinkwasser belaufen sich, so Andreas Schmitt, auf 5 - 8 Milligramm je Liter. Der Grenzwert liegt bei 50 Milligramm. Auch das Rohwasser in der Trinkwassertalsperre Nonnweiler hat eine Belastung von lediglich 3 - 6 Mg. Somit besteht kein Anlass zur Sorge. Wegen des Abwassersammlers für den Stadtteil Höfchen musste der Ruwer-Hochwald-Radweg teilweise gesperrt werden. Die Deckschicht wird in den nächsten Tagen aufgebracht und die Bankette wieder angelegt, sodass der Radweg ab Mitte Mai wieder ab dem Ende der Straße „Am Dörrenbach“ befahrbar ist. Wann der Radweg ab dem Bahnhof Hermeskeil entlang der Baustelle wieder intakt sein wird, steht noch nicht genau fest.

Ausbau K 100 in Damflos

Die K 100 in der Ortsdurchfahrt Damflos wird in 2019/2020 erneuert. Im Zuge dieser Baumaßnahme werden auch Kanal und Wasserversorgung neu verlegt. Die Gesamtbaumaßnahme wurde als Gemeinschaftsmaßnahme LBM/Ortsgemeinde/VG-Werke ausgeschrieben, die Submission ist inzwischen erfolgt. Mit dieser Art der Vergabe hat man bereits in der Vergangenheit in Grimburg, Gusenburg und Hermeskeil gute Erfahrungen gemacht. Drei Firmen haben Angebote abgegeben, die Firma Max Düpre aus Hermeskeil ist mit 3.426.000 Euro der günstigste Anbieter. Die Werke müssen von dieser Summe den Betrag von 1.771.700 Euro übernehmen, 1,491.300 Euro entfallen auf die Entwässerung und 280.400 Euro auf die Wasserversorgung. Die Finanzierung, so Andreas Schmitt, ist gesichert und bewegt sich im Haushaltsansatz. Der Werkausschluss beschloss daher, den Auftrag über Kanal und Wasser in Höhe von 1.771.700 Euro an die Firma Düpre zu vergeben, es wird davon ausgegangen, dass die Ortsgemeinde die auf sie entfallenden Arbeiten ebenfalls an diese Firma vergibt.

Neue Kompressoren für die Kläranlage Hermeskeil

Für die Belüftung der Belebungsbecken stehen in der KA Hermeskeil vier Kompressoren, diese sind fast 20 Jahre alt, sind verschlissen und haben einen hohen Energieverbrauch, 1 Kompressor ist inzwischen defekt, Ersatz muss her. Dabei kann nicht nur der defekte Kompressor erneuert werden, es müssen wegen der Kompatibilität drei neue Geräte angeschafft werden.

Die Reparatur würde 12.000 Euro kosten, die Neuanschaffung rd. 21.000 Euro. Für jedes Belebungsbecken ist ein Kompressor notwendig, einer soll in Reserve bleiben bzw. bei Spitzen hinzu geschaltet werden. Nach eingehenden Beratungen und Rücksprachen mit anderen Klärwerken hat man drei Angebote eingeholt. Dabei sind nicht nur die Anschaffungskosten zu würdigen, sondern auch der jährliche Energieverbrauch. Die drei Geräte kosten bei der Firma Kaeser 63.000 Euro, sind gegenüber den anderen Firmen fast 10.000 Euro teurer, verbrauchen aber nur bei derzeitigen Energiepreisen für 12.400 Euro Strom im Jahr. Die Geräte der günstigsten Firma kosten nur 53.500 Euro, der Stromverbrauch liegt aber bei 18.000 Euro/Jahr. Durch die Differenz beim Stromverbrauch hat sich die teurere Anschaffung in 4,2 Jahren amortisiert. Einstimmig wurde der Auftrag an die Firma Kaeser vergeben.

bb