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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 20/2019
3 - Aus den Hochwaldgemeinden
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Neue Kandidaten für das Amt des Ortsbürgermeisters

Die folgenden Herren bewerben sich zum ersten Mal um das Amt des Ortsbürgermeisters in ihrer jeweiligen Gemeinde. Sie treten entweder als Einzelbewerber oder gegen den sich der Wiederwahl stellenden derzeitigen Amtsinhaber/in an. In dem nachfolgenden Artikel werden die Bewerber und ihre politischen Ziele kurz vorgestellt.

Damflos

In Damflos kandidiert Udo Herz gegen den Amtsinhaber Joachim Wellenberg, der sich erneut für das Amt des Ortsbürgermeisters bewirbt. Udo Herz, Jahrgang 1968, ist in Malborn aufgewachsen, seit 1992 wohnt er in Damflos. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach dem Besuch der Hauptschule machte er eine Ausbildung als Straßenwärter bei der Straßenmeisterei in Hermeskeil. Nach der Weiterbildung zum staatl. Geprüften Bautechniker wechselte er zum Landesbetrieb Mobilität Trier, Nebenstelle Straßenmeisterei Thalfang. Hier ist er in der Funktion der Abwicklung, Bauüberwachung und Abrechnung von öffentlichen Straßenprojekten tätig. Seit 2004 ist Udo Herz Mitglied des Gemeinderates Damflos, ab diesem Zeitpunkt ist er auch erster Beigeordneter seiner Gemeinde. Er gehört keiner politischen Partei an und kandidiert für die Wählergemeinschaft Herz. Als Ortsbürgermeister möchte er sich für die Belange seiner Gemeinde einsetzen und die Gemeinde weiter voranbringen.

Beuren

In Beuren/Prosterath tritt Stefan Andres als parteiloser Bewerber gegen die derzeitige Amtsinhaberin Petra Adams-Philippi an. Stefan Andres ist in der Kommunalpolitik ein Neuling, bringt aber als Beamter im Ruhestand, so seine Aussage, die notwendige Zeit mit, um sich als Ortsbürgermeister um die Belange seiner Doppel Gemeinde Beuren/Prosterath zu kümmern.

Andreas wurde in Beuren geboren und ist 59 Jahre alt. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin lebt er in seinem Heimatort. Nach Volksschule Beuren und Hauptschule Hermeskeil machte er eine Lehre bei einem ortsansässigen Elektroinstallateur. Nach Abschluss der Berufsausbildung besuchte er die Fachoberschule Technik in Trier und machte dort sein Abitur. Im Anschluss studierte er an der Hochschule Trier, das Studium schloss er 1984 als Diplomingenieur für Nachrichtentechnik ab. Bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2014 arbeitet Stefan Andres als EDV-Fachmann und IT-Experte in diversen Verwendungen bei der Dt. Telecom AG. Seine Hobbies sind Wandern, Fotografieren, das Arbeiten im eigenen Garten und das Modellfliegen.

Als neutraler Beobachter der Kommunalpolitik - er ist nach eigenen Worten in keiner Partei, gehört keiner Wählergruppe oder einer Berufsgruppe an - kennt er Beuren und Prosterath und deren Probleme sehr gut. Hier möchte er Lösungsvorschläge erarbeiten. Da er sich im Ruhestand befindet, ist er jederzeit in der Lage, für die Bürgerinnen und Bürger in den beiden Ortsteilen da zu sein. Durch sein Studium, so Andres, bringe er die erforderlichen Kenntnisse in Verwaltungs- und Rechtsangelegenheiten mit, was ein unabhängiges Arbeiten garantiert. Er verfüge über langjährige Erfahrungen in Mitarbeiterführung, Projekt- Finanzierungs- und Haushaltsangelegenheiten, was eine gute Grundlage für sein kommunalpolitisches Handeln als Ortsbürgermeister sei, so seine Aussage. Als gebürtiger Beurener möchte er seine Heimatgemeinde, die inzwischen als Schwerpunktgemeinde anerkannt ist, weiter voran bringen. Wichtig ist ihm auch der Erhalt des Dorfladens, des Kindergartens und der Grundschule, der Arztpraxis und der Apotheke. Für ihn sollen Beuren und Prosterath weiterhin attraktiv für Jung und Alt sein, die Fortentwicklung liegt ihm am Herzen.

Gusenburg

Hier bewirbt sich Siegfried Joram als Einzelbewerber, einen weiteren Bewerber/in gibt es nicht, der jetzige Amtsinhaber tritt nicht mehr an.

Siegfried Joram wurde 1952 in Saarburg geboren, 1958 zog die Familie nach Böhl-Iggelheim. Dort ging er zur Schule, absolvierte zwei Berufsausbildungen und arbeitete danach als Betriebstechniker. 1973 machte er an der Fachoberschule Frankenthal das Abitur. Im gleichen Jahr wurde er zum Grundwehrdienst ein berufen, verpflichtete sich zunächst als Zeitsoldat, machte die Offiziersausbildung und wurde als Berufssoldat übernommen. Von 1975 bis 1978 studierte er an der Fachhochschule des Heeres in Darmstadt Maschinenbau, dieses Studium schloss er als Diplomingenieur ab. Im Laufe seines Soldatenlebens war er in verschiedenen Führungs-Verwendungen in der Truppe bis hin zur Bataillonsebene eingesetzt. U. a. war er auch Kommandeur des Jägerbataillons 543 in Hermeskeil. Nach Einsätzen in unterschiedlichen Stabsverwendungen, national und international, ging er 2012 als Oberst in den Ruhestand. S. Joram ist seit 1977 verheiratet, hat drei Kinder und 4 Enkelkinder. Von 1993 bis 1998 wohnte die Familie in Hermeskeil, 1998 zog diese in das neu gebaute Eigenheim in Gusenburg. Erste kommunalpolitische Erfahrungen machte er 2014, er kandidierte als parteiloses Mitglied auf der Liste der CDU für den Gemeinderat, anschliessend arbeitete er in der Fraktion. Er ist Mitglied im Internet- und Windkraftbeirat sowie im Ausschuss für Bau, Planung und Dorfentwicklung. Seinen Tätigkeitsschwerpunkt hat er auf die Themen „Ortskernsanierung, Dorferneuerung, Dorfgestaltung und das Netzwerk Blühende Landschaften“ gelegt, um nur einige zu nennen. In seiner Freizeit widmet er sich der Kommunal- und Sicherheitspolitik, der Imkerei und dem Sport.

Für die kommende Legislaturperiode hat er sich u. a. folgende Ziele gesetzt:

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In sachbezogener Arbeit gemeinsam mit den Ratsmitgliedern und den Gusenburger Bürgern eine familienfreundliche und seniorengerechte nachhaltige Dorfentwicklung nach vorne zu bringen.

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Verbesserung des Wohnumfeldes

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Umgestaltung des Pfarrsaals als Bürgersaal

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Schließung von Baulücken und Ausweisung von neuen Baugrundstücken für junge Familien

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Neugestaltung des Friedhofes

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Stärkung des sozialen Zusammenlebens im Ort und Förderung des ehrenamtlichen Engagements

Naurath/Wald

In Naurath tritt der langjährige Ortsbürgermeister Werner Weber nicht mehr zur Wiederwahl an. Trotz intensiver Gespräche fand sich zunächst kein Bewerber, der bereit gewesen wäre, für das Amt zu kandidieren. Nach intensiven Überlegungen hat sich Dirk Nabakowski entschlossen, seinen Hut in den Ring zu werfen. Kommunalpolitisch ist er kein Neuling mehr, seit 2014 ist er Mitglied des Gemeinderates, zusätzlich übte er noch das Amt des 1. Beigeordneten aus. Dirk Nabakowski ist 51 Jahre alt, parteilos, verheiratet und hat zwei Töchter. Von Beruf ist er Diplomingenieur für Elektrotechnik, seit 2000 wohnt er in Naurath.

Für den Fall einer Wahl zum Ortsbürgermeister setzt er auf eine gute Zusammenarbeit im Gemeinderat, die, so seine Aussage, bereits in den letzten 5 Jahren sehr gut geklappt hat. Er möchte die positive Entwicklung der Gemeinde in den letzten Jahren fortsetzen. Dabei ist ihm eine Neugestaltung der Zusammenarbeit und Arbeitsteilung mit den zukünftigen Beigeordneten sehr wichtig, diese ist nach seinen Worten eine tragende Säule in der kommunalpolitischen Arbeit in Naurath. Große Baustellen gibt es nach seinen Worten derzeit in Naurath nicht. Allerdings bieten die Themen Infrastruktur, Innenentwicklung des Dorfes, Schaffung von Bauplätzen für junge Familien sowie die Kommunalreform in den nächsten Jahren noch Betätigungsfelder. Auch die Neugestaltung der Kirche sei erforderlich und der Abbau von Schulden dürfe nicht aus den Augen gelassen werden. Letztendlich hat ihn der Zusammenhalt und das Engagement der Mitbürger dazu bewogen, sich der Wahl zu stellen.

Reinsfeld

In Reinsfeld tritt Uwe Rossmann als Einzelbewerber für die SPD an, der derzeitige Ortsbürgermeister Rainer Spies hört nach mehr als 30 Jahren auf, weitere Bewerber gibt es nicht.

Uwe Roßmann ist Rentner. Er ist verheiratet und wohnt in Reinsfeld. Von 1986 bis zu seiner Rente war der heute 65-jährige Diplom-Kaufmann bei der Landesbank Baden-Württemberg in Stuttgart und Karlsruhe im Bereich Personal als Seniorreferent für Managemententwicklung und Nachhaltigkeitsmanagement tätig. Zuvor arbeitete Uwe Roßmann nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften 2 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Trier und 2 Jahre bei der Handwerkskammer in Trier.

Uwe Roßmann ist seit 1995 SPD-Mitglied, seit 2004 ist er für die SPD Mitglied im VG-Rat Hermeskeil und seit 2005 SPD-Fraktionsvorsitzender. Seit 2014 hat er sein politisches Engagement noch verstärkt. Seither ist er im Ortsgemeinderat Reinsfeld Mitglied der SPD-Fraktion. Ebenfalls seit 2014 ist Uwe Roßmann für die SPD Mitglied im Kreistag Trier-Saarburg sowie in einigen Kreisausschüssen. Er ist seit 2015 Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft AG60plus im Kreisverband Trier-Saarburg und seit langen Jahren als Revisor im Kreisvorstand der SPD Kreisverband Trier-Saarburg aktiv.

Uwe Roßmann ist Vorstands-Mitglied im Heimatverein Reinsfeld, im Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert, im Regionalentwicklungsverein Nationalpark Hunsrück-Hochwald, im Verein Bürgerinitiative Pro Krankenhaus in Hermeskeil und Vorsitzender des Vereins Freunde des Hochwalds e.V. sowie Mitglied im TuS Reinsfeld.

Züsch

In Züsch bewirbt sich Ulrich Frohn für die SPD um das Amt des Ortsbürgermeisters. Er ist Einzelbewerber, der derzeitige Amtsinhaber Hermann Bernardy tritt nicht mehr an. Ulrich Frohn, Jahrgang 1968, ist in Neuhütten aufgewachsen. Er ist verheiratet und hat einen Sohn. Wohnhaft ist er im Neubaugebiet „In den Klepperstückern“ in Züsch. Von Beruf ist er Elektrotechniker und ist für eine namhafte Firma im Außendienst tätig. Frohn ist für die SPD Mitglied im Gemeinderat Züsch, ist Vorsitzender des Heimatvereins Züsch und Vorsitzender des Fördervereins für Kultur- und Dorfentwicklung. Desweiteren engagiert er sich in der Feuerwehr und bei der Durchführung von örtlichen Veranstaltungen. In seiner Freizeit spielt er bei den Alten Herren Fußball und wandert sehr gerne. In den vergangenen Jahren sei, so Frohn, in seiner Heimatgemeinde sehr viel erreicht worden, dieses wolle er zusammen mit dem Gemeinderat weiter voran bringen und das Erreichte stärken. In den kommenden Jahren stehen in Züsch einige Großprojekte, wie der Ausbau der L 166 und der Gartenstraße, die 800-Jahr-Feier 2022, der Glasfaserausbau und der Ausbau des Nahwärmenetzes, an. Wichtige Ziele seiner Arbeit als Ortsbürgermeister seien der Erhalt und der Ausbau des Kindergartens und der Grundschule, die Unterstützung der örtlichen Vereine, die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, der Ausbau touristischer Konzepte, die Verbesserung der finanziellen Situation der Gemeinde und die Förderung junger Familien. Er will den Wegzug von jungen Leuten stoppen und den Zuzug fördern.