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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 21/2026
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Pfarrhaus in Geisfeld „unter der Haube“

Fehl im Ergebnis- und im Finanzhaushalt 2026

Mehrere Themen beschäftigten den Ortsgemeinderat in Geisfeld bei seiner Sitzung am Dienstag vergangener Woche. Darunter fielen der Haushalt 2026 und das Starkregenvorsorgekonzept. Die Themen wurden alle beraten und ausdiskutiert. Beschlüsse konnten aber aus formalen Gründen nicht gefasst werden.

Auch bei Gemeinderatssitzungen gibt es nichts, was es nicht gibt. Aufgrund eines Fehlers im Verlag war die öffentliche Bekanntmachung in RuH nicht abgedruckt worden. Dieser hatte zugesagt, die Kosten für eine kurzfristige Veröffentlichung im Trierischen Volksfreund zu übernehmen. Leider wurde jedoch auch hier die Bekanntmachung nicht abgedruckt. Insofern war die Öffentlichkeit nicht informiert und der Rat konnte zwar ausgiebig diskutieren, durfte aber keine Beschlüsse fassen. Diese sollen in der am 26.05. geplanten Sitzung nachgeholt werden.

Haushalt 2026

Aus dem Jahr 2025 sollen Haushaltsermächtigungen – einschließlich der investiven – in Höhe von gut 44.000 € übertragen werden. Die größten Posten hierbei sind die Unterhaltung der Gemeindestraßen (12.250 €) und Grunderwerb für den Friedhof (14.570 €).

Der Jahresfehlbetrag beim Ergebnishaushalt beträgt 178.905 €. Auch der Finanzhaushalt ist nicht ausgeglichen. Hier beträgt das Fehl 30.498 €. Der errechnete Kreditbedarf in Höhe von 30.596 € hält sich allerdings in Grenzen. Erhöht werden die Grundsteuer B auf 500% und die Hundesteuer.

Wesentliche Investitionen sind nur bei der Erhaltung der Ortsstraßen und für die Sanierung der Brücke zur Simonsmühle geplant. Für Ausbesserungen an den Ortsstraßen stehen mit dem Übertrag aus 2025 insgesamt 27.249 € zur Verfügung. Ob, und wenn ja was, in diesem Jahr noch umgesetzt werden kann, steht noch nicht fest. Hier wird man sich wohl auf die Beseitigung von Unfallgefahren beschränken. Für die Unterhaltung des Bürgerhauses sind insgesamt 16.544 € eingeplant. Aus diesen Mitteln soll insbesondere die dringend notwendige Erneuerung der Notbeleuchtung in Höhe von rund 10.000 € erfolgen

Sorgen macht nach wie vor die Brücke zur Simonsmühle. Sie ist stark beschädigt und musste im Haushaltsjahr 2025 mit Kosten in Höhe von 16.880 € notdürftig instandgesetzt werden (Sicherung der Widerlager). Die Hälfte der Kosten wurde durch die Ortsgemeinde Malborn übernommen. Die Brücke ist nach jetzigem Stand vermutlich nicht mehr zu halten und wird wohl durch die beiden Gemeinden erneuert werden müssen. Für diesen Fall sind anteilig bei der Gemeinde Geisfeld 50.000 € an Kassenmitteln sowie eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 150.000 € veranschlagt. Fördermöglichkeiten werden durch die Verwaltung geprüft. Die Gemeinderäte der beiden betroffenen Gemeinden werden zu gegebener Zeit über den Fortgang der Angelegenheit informiert.

Starkregenvorsorgekonzept

Eine Vertreterin des Ingenieurbüros Reihsner stellte den Abschnitt des für die gesamte VG erstellten Konzeptes betreffend die Ortsgemeinde Geisfeld vor. Nach Ortsbesichtigungen und Gesprächen mit verschiedenen Dienststellen und einer Bürgerbeteiligung sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass in Geisfeld keine besonderen Gefahrenpunkte ermittelt werden konnten, die unmittelbare Maßnahmen erforderlich machen würden. Schwachstellen innerorts im Bereich der Kirchstraße und der Hermeskeiler Straße und außerorts im Zuge der Dhron müssten allerdings beobachtet werden. Darüber hinaus seien aber auch die Bürger gefragt, im eigenen Bereich Stellen zu ermitteln, an denen Wasser einfließen kann, und diese in Eigenverantwortung, aber auch in Abstimmung mit der Gemeinde zu beseitigen.

Pfarrhaus

Nach zweijährigen Turbulenzen um die Veräußerung des Pfarrhauses sei, so Ortsbürgermeister Theo Palm, der Verkauf endlich abgeschlossen. Es sei nun offiziell überschrieben und in festen Händen. (BäR)