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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 21/2026
3 - Aus den Hochwaldgemeinden
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Ergebnishaushalt im Minus – Finanzhaushalt im Plus

Gemeinderat Beuren beschließt Haushalt für 2026 – Fischerhütte bleibt Thema

In seiner jüngsten Sitzung, an der von der Verwaltung Bürgermeister Stefan Ding und Kämmerer Kai Rosar teilnahmen, hat der Beurener Gemeinderat den Haushalt für das laufende Jahr festgezurrt. Der Ergebnishaushalt schließt mit einem Minus von ca. 278000 Euro (einschließlich Abschreibungen), der Finanzhaushalt weist dagegen ein Plus von rund 86000 Euro aus. „Das hatten wir in Beuren seit Jahren nicht mehr“, so Kai Rosar.

Die Beurener Bürger wird es interessieren, dass es bei den Steuerhebesätzen in diesem Jahr keine Veränderungen gibt. Die Kreditaufnahme der Gemeinde liegt mit 188614 Euro laut Rosar „im unteren Level der VG“. Das sei zwar „kein Grund zum Jubeln“, aber anderen gehe es schlechter.

Zu den größeren Aufwandsposten im laufenden Jahr gehören u.a. 120000 Euro für eine Art „Dorfladen“ im Bürgerhaus. Offiziell gemeint ist damit – so steht es im Haushaltsplan – ein „Standort für Lebensmittelautomaten mit Aufenthaltsraum“. Beigeordneter Marco Adams stellte das Projekt kurz vor, das u.a. die Aufstellung eines Automaten mit frischen Brötchen, Eiern und anderen Lebensmitteln für den täglichen Bedarf beinhaltet. Der Zugang soll mit Hilfe einer App oder einer EC-Karte rund um die Uhr möglich sein. Das Projekt wird mit Mitteln aus dem regionalen Zukunftsprogramm des Landes in Höhe von etwa 51000 Euro gefördert. Laut Adams sind noch einige Bauarbeiten nötig, für die freiwillige Helfer gesucht werden.

Auf der Einnahmenseite stehen als größte Positionen im Haushaltsplan der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (462500 Euro), die Schlüsselzuweisungen (ca. 227000 €), die Gewerbesteuer (150000 Euro) und die Grundsteuer B (124000 Euro). Im Gegenzug fließen insgesamt 804600 Euro als Umlagen an den Kreis und die Verbandsgemeinde. Auch in Beuren werden Haushaltsermächtigungen aus 2025 nach 2026 übertragen, und zwar im Bereich der laufenden Ausgaben annähernd 110000 Euro und im investiven Bereich ca. 130000 Euro.

Alle Ratsbeschlüsse ergingen in dieser Sitzung – was in Beuren nicht gerade die Regel ist – einstimmig. Dazu gehörte auch die Zustimmung zu einem Antrag des Sportclubs Beuren, die Ortsgemeinde möge die Kosten für die Erneuerung zweier Außentüren am Sportheim in Höhe von rund 3000 Euro übernehmen. Das sei kein Luxus, hatte Ortsbürgermeister Schmitt erklärt. Die Türen seien 45 Jahre alt.

Thema Fischerhütte

Zu Beginn der Sitzung hatte Ortsbürgermeister Harald Schmitt ausführlich zum Thema Fischerhütte informiert. Dort wurde die Küche mit Kosten von inzwischen rund 60000 Euro saniert, wobei aber laut Pächter Fehler dahingehend gemacht wurden, dass jetzt vorhandene Geräte nicht mehr passen und ein regulärer Betrieb derzeit nicht möglich sein soll. Über die diesbezügliche Berichterstattung in RuH hat sich Harald Schmitt, wie er sagte, „mächtig geärgert“. Der Bericht sei „parteiisch, nicht unabhängig“ gewesen, weil er ausschließlich auf Angaben des Pächters beruht habe. „Am meisten“ hat sich Schmitt aber, wie er sagte, darüber geärgert, dass nach der Sanierung von Seiten des Pächters „kein Wort des Dankes“ gekommen sei. (Anmerkung der Redaktion: Mehr als die Sicht des Pächters zu der nach seiner Meinung misslungenen Sanierung darzustellen, war seitens RuH seinerzeit nicht beabsichtigt. Insofern geht die Kritik des Ortsbürgermeisters an der Sache vorbei. Das Thema soll aber an dieser Stelle nicht weiter vertieft werden.)

In der Sitzung legte Schmitt nun die Vorgehensweise und die einzelnen Maßnahmen chronologisch dar und erklärte, es sei gegenüber der Planung ein Mehraufwand dadurch entstanden, dass die alten Zinkrohre der Trinkwasserversorgung ausgetauscht werden mussten. Der Fortschritt der Sanierung sei mehrmals durch das Bauamt der VG, auch in seiner Anwesenheit, kontrolliert worden. Er müsse sich auf die Bauleitung durch die VG verlassen können.

Eine gute Nachricht für Autofahrer hatte Harald Schmitt aber auch noch zu verkünden: Die Landesstraße 152, die von Beuren abwärts ins Dhrontal führt, wird ab Mitte August vom Ortsausgang bis zur Abzweigung Rascheid saniert. Die Bauzeit beträgt etwa drei bis vier Monate. Insbesondere Menschen, die regelmäßig zwischen Beuren und dem Raum Thalfang unterwegs sind, werden in Anbetracht des schon seit Jahren schlechten Zustands der Straße diese Maßnahme zu schätzen wissen. (WIL-)