Unser Bild zeigt vlnr Mario Biwer, OBm Siegfried Joram, Leo Becker, FD Thomas Vanck und Jörg Clemens
Innerhalb einer Woche hatte Ortsbürgermeister Siegfried Joram den Gusenburger Gemeinderat erneut zu einer Sitzung ins Bürgerhaus eingeladen. Wichtiger Beratungspunkt war der Gemeindeforst und damit verbunden ein Wechsel in der Revierleitung. Des Weiteren standen der Friedhof und das Gebäude Schulstraße 1 auf der Tagesordnung. Vom Forst konnte Joram Forstdirektor Vanck, sowie den alten und den neuen Revierleiter begrüßen. Der Sitzung voraus gegangen war eine zweistündige Waldbegehung des Gemeinderates zusammen mit den Fachleuten vom Forst.
Das Forsteinrichtungswerk für die Jahre 2026 bis 2035 ist von dem Forstbüro Matt aus Trier erstellt worden. Lukas Adolf von der Firma Matt stellte das Zahlenwerk vor. Die Gemeinde Gusenburg verfügt über eine forstliche Betriebsfläche von rd. 251 ha, die Gesamtbetriebsfläche beträgt 268 ha. Davon entfallen ab dem Jahr 2026 38 Prozent auf die Fichte, 35 Prozent auf die Buche und 11 Prozent auf sonstige Laubhölzer. In dem Zahlenwerk werden auch die Hiebsätze für die nächsten 10 Jahre festgelegt. Auf die Fichte sollen rd. 1600 fm, auf die Buche 530 fm und auf die Douglasie 120 fm, der Rest ist marginal. Das Leitziel für die nächsten 10 Jahre ist ein Vorratsabbau und die Forcierung des Generationenwechsels bei den Fichten, die Schaffung einer Baumartenvielfalt und ein klimastabilerer Nadel-Mischwald durch Risikominimierung. Im Revier Hermeskeil/Gusenburg hat ein Wechsel in der Leitung stattgefunden. Der bisherige Revierförster Jörg Clemens hat die Leitung des Kompetenzzentrums Waldtechnik Landesforsten übernommen, er war von 2003 bis 2026 mit der Revierleitung betraut. Zurzeit werden die beiden Reviere von Marco Biwer geleitet, ab 01. 10. soll dann Leo Becker, der sich dem Rat kurz vorstellte, übernehmen. So der Plan, allerdings muss der Stadtrat Hermeskeil der Personalie noch zustimmen, der Gusenburger Rat hat bereits zugestimmt. Siegfried Joram verabschiedete Jörg Clemens und hieß die beiden jungen Forstleute Biwer und Becker willkommen. Den Einfluss des Schalenwildes auf den Wuchs der Bäume erläuterte FD Vanck in einem kurzen Vortrag.
Auf dem Friedhof besteht Bedarf für das Anlegen einer Fläche für weitere Rasengräber, es ist daher eine Umplanung, die in einer Baumaßnahme münden soll, notwendig. Der Planer Joachim Weber erläuterte die beabsichtigte Änderung in der Friedhofsgestaltung, die Maßnahme wird rd. 45.000 Euro kosten. Um Fördermittel beantragen zu können, bedurfte es eines Beschlusses durch den Gemeinderat.
Die Gemeinde hat das durch einen Brand nicht mehr bewohnbare Objekt „Schulstraße 1“ erworben. Dieses soll nun abgebrochen werden, ein Kostenvoranschlag spricht von 200.000 Euro Kosten für die Abbrucharbeiten. Dieser Betrag sei exorbitant hoch, so Ratsmitglied Müller und sprenge jeden Rahmen, das Haus könne für einen Bruchteil dieser Summe fachgerecht niedergelegt werden. Der Ansatz für das Entfernen von asbesthaltigen Eternitplatten am Giebel in Höhe von 16.000 Euro sei mit nichts zu begründen, so ein anderes Ratsmitglied. Man müsse hier eine andere Möglichkeit suchen, die letztendlich wesentlich kostengünstiger sei. Nun sollen entsprechende Angebote eingeholt werden. bb