Titel Logo
Rund um Hermeskeil
Ausgabe 23/2026
3 - Aus den Hochwaldgemeinden
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Die Gemeinde Damflos hat sehr hohe Schulden

Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet

Am Donnerstag vergangener Woche hatte Ortsbürgermeister Joachim Wellenberg den Gemeinderat seiner Gemeinde zu einer Sitzung ins Bürgerhaus eingeladen. Auf der Tagesordnung standen die Beratung und Verabschiedung des Haushaltsplans 2026, das Zahlenwerk wurde von Kämmerer Kai Rosar vorgetragen. Die Zahlen sehen nicht sehr gut aus, Damflos plagt ein hoher Schuldenstand, sowohl bei den Investitionskrediten, als auch bei den Liquiditätskrediten, dem Girokonto also.

Der Ergebnishaushalt schließt mit einem Fehlbetrag von 500.000 Euro, der Finanzhaushalt mit einem Minus von 263.000 Euro ab. In 2026 müssen neue Kredite über 263.000 Euro aufgenommen werden, diese stehen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Straße „Zum Primsbach“, am 31. 12. 2026 beträgt der Stand dieser Kredite 814.000 Euro. Wesentlich schwerer wiegen die Liquiditätskredite, das lfd. Girokonto also, zu bestehenden 834.000 Euro am Anfang des Jahres kommen im Laufe 2026 246.000 Euro hinzu, am Ende des Haushaltsjahres werden es 1.080.000 Euro sein, für diese Kredite müssen allein 60.000 Euro Zinsen gezahlt werden. Große Sprünge in Sachen Investitionen wird die Gemeinde nicht machen können, einzig der Ausbau der Straße „Zum Primsbach“ schlägt mit 220.000 Euro zu Buche, in die Straßenbeleuchtung sollen noch 35.000 Euro investiert werden. Im Bereich der Einnahmen sieht der Haushaltsplan wie folgt aus:

An Grundsteuer werden 79.000 Euro, an Gewerbesteuer 75.000 Euro vereinnahmt. Der Anteil an der Einkommensteuer beträgt 338.000 Euro, der an der Umsatzsteuer 45.000 Euro. An Schlüsselzuweisungen fließen 242.000 Euro nach Damflos. Der Kreis fordert eine Kreisumlage in Höhe von 324.000 Euro und die VG will 231.000 Euro haben. Da bleiben der Gemeinde keine großen Beträge übrig, um agieren zu können, zumal Damflos zu den Gemeinden in der VG Hermeskeil zählt, die keine Windkrafteinnahmen hat. Fazit: Damflos ist eine arme Gemeinde, keinen Wald, keine Windkraft, geringe Gewerbesteuer. Aber man muss mit der Tatsache leben, es bleibt der Gemeinde nichts anderes übrig. Bleibt zu hoffen, dass die neue Landesregierung, so wie die Protagonisten es im Wahlkampf versprochen haben, den verschuldeten Gemeinden in den nächsten Jahren unter die Arme greift. bb