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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 25/2026
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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Hermeskeiler Autor legt ungewöhnliches Trier-Buch vor

 

Der gebürtige Hermeskeiler Heinz-Werner Kubitza hat mit „Trier – Das Nachschlagewerk. Von der Antike bis heute“ ein umfangreiches Kompendium zur ältesten Stadt Deutschlands veröffentlicht.

Mit „Trier – Das Nachschlagewerk. Von der Antike bis heute“ ist ein ungewöhnliches Buch über die Stadt Trier erschienen. Es versammelt mehr als 10.000 Daten und Fakten zu Geschichte, Kultur, Personen und Bauwerken der ältesten Stadt Deutschlands. Sein Autor Heinz-Werner Kubitza stammt aus Hermeskeil, ist einst in der Bergstraße aufgewachsen.

Das neue Buch ist kein gewöhnlicher Stadtführer und auch keine erzählende Stadtgeschichte im klassischen Sinn. Sein besonderer Reiz liegt in der Mischform: Es steht zwischen Lexikon, Chronik und Geschichtsbuch. Das Erzählende tritt zurück; im Mittelpunkt stehen Fakten, Daten und übersichtlich gegliederte Informationen. Auch optisch fällt der Band aus dem Rahmen üblicher Bücher über Trier: Hauptinformationen und Detailangaben sind voneinander getrennt, zentrale Begriffe hervorgehoben. Dadurch lässt sich das Buch sowohl zum schnellen Nachschlagen als auch zum fortlaufenden Lesen nutzen.

„Ich wollte kein weiteres normales Trier-Buch schreiben“, sagt Kubitza, „sondern eine wirkliche Übersicht über die Stadtgeschichte und ihre Bauwerke bieten.“ Das Buch richtet sich daher nicht nur an Fachhistoriker, sondern an alle, die sich für Trier interessieren: an Triererinnen und Trierer, an Gäste der Stadt, an Stadtführer, Touristen und historisch Interessierte aus der gesamten Region.

Das Inhaltsverzeichnis zeigt die große Spannweite des Werkes. Ein erster Hauptteil behandelt die Geschichte Triers von den frühesten Spuren bis in die Gegenwart. Zur Sprache kommen die keltische Vorgeschichte des Trierer Raums, die römische Stadtentwicklung, Kaiser Konstantin, Ausonius und die Anfänge des Christentums ebenso wie der Untergang des römischen Trier, die Wikingerkatastrophe von 882, die Trierer Bischöfe, die mittelalterliche Stadtgemeinde, jüdisches Leben, Universität, Hexenverfolgungen, Reformation, Franzosenzeit, Preußen, Trier im Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit. Die Stadtgeschichte wird dabei chronikartig bis in die jüngste Vergangenheit nachgezeichnet.

Ein zweiter großer Teil widmet sich den Bauwerken Triers. Antike Monumente, mittelalterliche Kirchen und neuzeitliche Bauten werden mit ihren wichtigsten Eckdaten vorgestellt. Ergänzt wird das Buch durch Kapitel über den Hauptfriedhof, bedeutende Trierer Persönlichkeiten, die Trierer Stadtteile und die Städtepartnerschaften der Stadt.

Heinz-Werner Kubitza wurde 1961 in Hermeskeil geboren. Nach der Hauptschule in Hermeskeil wechselte er an das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier, wo er 1981 das Abitur machte. Später studierte er evangelische Theologie und Philosophie, wurde in evangelischer Theologie promoviert und gründete in Marburg den Tectum Wissenschaftsverlag, den er 25 Jahre lang leitete. Einem größeren Publikum wurde Kubitza vor allem als religionskritischer Autor bekannt. Er bezeichnet sich selbst als „vom Glauben abgefallenen Theologen“ und veröffentlichte mehrere religionskritische Bücher.

Sein neues Trier-Buch hat mit diesen Veröffentlichungen nur am Rande zu tun. Es zeigt Kubitza von einer anderen Seite: als historisch interessierten Sammler, Ordner und Trier-Kenner. Der Autor, der vor einigen Jahren nach Trier gezogen ist, macht keinen Hehl daraus, dass ihm die Stadt persönlich am Herzen liegt. Das Buch ist daher nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch Ausdruck einer intensiven Beschäftigung mit der Geschichte der Region. Gerade für Leserinnen und Leser aus Hermeskeil und dem Hochwald dürfte das Buch von Interesse sein, denn Trier ist für viele Menschen aus der Region seit jeher Bezugsort: als Schul-, Einkaufs-, Verwaltungs-, Kultur- und Universitätsstadt. Wer Trier besser verstehen möchte, findet in Kubitzas Band eine Fülle von Informationen, die weit über das hinausgehen, was gewöhnliche Reiseführer bieten.

„Trier – Das Nachschlagewerk“ ist ein Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen kann: vor einem Stadtbesuch, bei der Vorbereitung einer Führung, beim Nachlesen einzelner Daten oder schlicht aus Neugier auf die Geschichte der Moselstadt. Sein Anspruch ist verlässliche Orientierung. Es macht Stadtgeschichte zugänglich, ohne sie auf bloße Anekdoten zu verkürzen.

Der Band „Trier – Das Nachschlagewerk. Von der Antike bis heute“ von Heinz-Werner Kubitza ist im Wissenschaftlichen Verlag Trier erschienen, umfasst 318 Seiten und kostet 25 Euro.