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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 25/2026
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Hundert Jahre alt und immer noch dynamisch

Die Gratulanten zum 100-jährigen Geburtstag

70 Jahre im Dienste des TuS Reinsfeld v.li. Alfons Wollscheid, Manfred Berrang, Klaus Schirra, Klaus Eiden sowie Gundbert Marx zusammen mit den Vorstandmitgliedern v.li. Benjamin Schirra, Yannick Meerkamp sowie Tobias Kolling

Der TuS Reinsfeld feiert ein glanzvolles Gründungsjubiläum

Ein ganzes Jahrhundert im Zeichen des Sports, der Gemeinschaft und des Ehrenamts: Am vergangenen Wochenende beging der TuS Reinsfeld feierlich sein 100-jähriges Bestehen. Mit einem abwechslungsreichen Programm aus Sport, Musik und feierlichen Ehrungen bewies der Verein eindrucksvoll, dass er auch nach zehn Jahrzehnten kein bisschen an Dynamik verloren hat.

 

 

 

„Unser Verein lebt vom Engagement vieler, und genau dieser Zusammenhalt ist die stärkste Basis für unsere Zukunft.“ Mit diesem Leitsatz begrüßte der Vorstand die Gäste in der Festzeitschrift – ein Motto, das die bewegte Geschichte des Vereins nicht treffender auf den Punkt bringen könnte.

Eine Zeitreise durch die Vereinsgeschichte

Gegründet im Jahr 1926 als klassischer Turn- und Sportverein, um der lokalen Bevölkerung den Zugang zu sportlichen Aktivitäten zu ermöglichen, hat sich der „TuS“ – wie er im Dorf liebevoll genannt wird – über die Generationen hinweg zu einem modernen Mehrspartenverein mit einem starken Schwerpunkt auf dem Fußball entwickelt.

Wie im Mannschaftssport üblich, blickt der Verein auf ein stetiges Auf und Ab zurück. In den Jahren 2001 bis 2006 sowie 2019 bis 2022 spielten die Fußballer der ersten Mannschaft in der A-Klasse des Kreises Trier-Saarburg. Um dem demografischen Wandel aktiv zu begegnen, bündelte der TuS schließlich seine Kräfte: Nach sorgfältig ausgearbeiteten Verträgen ging man zur Saison 2022/23 mit den Nachbarn aus Geisfeld und Rascheid eine Spielgemeinschaft ein. Zunächst ging man mit drei Mannschaften an den Start. Die dritte Mannschaft hat man inzwischen abgemeldet. Nach einer Achterbahnfahrt zwischen Bezirksliga West und A-Klasse wird das Team der ersten Mannschaft in der kommenden Saison 2026/27 wieder in der A-Liga auf Torejagd gehen. Grund zur Freude lieferte derweil die zweite Mannschaft: Nach einer fulminanten Aufholjagd in der aktuellen Saison 2025/26 sicherte sich das Team den Verbleib in der B-Liga, nachdem die neu formierte Zweitvertretung in der Saison zuvor bereits die Meisterschaft in der C-Klasse gefeiert hatte.

Starkes Fundament: Die Jugendarbeit

Dass dem Verein nicht bange vor der Zukunft sein muss, zeigt die exzellente Nachwuchsarbeit. Von den Bambinis (4 bis 7 Jahre), die spielerisch an das runde Leder herangeführt werden, über die F-Jugend mit der modernen DFB-Spielform „FUNino“, bis hin zur stark besetzten E-Jugend mit zwei gemeldeten Teams: Der TuS setzt konsequent auf eine altersgerechte Förderung der Jungs und Mädchen.

Von Assen auf dem Court und an der Scheibe

Auch abseits des grünen Rasens pulsiert das Vereinsleben. Die 1977 gegründete Tennisabteilung hat sich von einst 33 Pionieren zu einer stattlichen Sparte mit über 100 Mitgliedern entwickelt. Dank einer hervorragenden Infrastruktur mit drei Plätzen und dem 2001 fertiggestellten Clubhaus finden die Aktiven beste Bedingungen vor. Abteilungsleiter Michael Fromm zeigte sich besonders stolz auf den hohen Jugendanteil. Unter der sportlichen Leitung von Jugendtrainer Max Müller entwickeln sich die Nachwuchstalente prächtig, während im Erwachsenenbereich derzeit drei Damen- und eine Herrenmannschaft um Punkte kämpfen.

Abgerundet wird das sportliche Portfolio durch das traditionelle Eltern-Kind-Turnen, das spielerisch das Körpergefühl der Jüngsten stärkt, sowie die Volleyballabteilung, bei der donnerstags neben dem sportlichen Ehrgeiz vor allem das gemeinsame Miteinander im Vordergrund steht. Dazugekommen ist seit 2021 der Dart-Club des TuS, dessen zwei Mannschaften in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Aufstiegsserie hinlegten.

Festwochenende im Sonnenschein: „Der Wettergott ist ein Reinsfelder“

Das Jubiläumswochenende spiegelte diese Vielfalt perfekt wider. Den Auftakt machte am Samstag eine stimmungsvolle Dorfmeisterschaft auf dem Schulhof der St. Martinus-Schule, bevor abends die lokale Band UPSIDE DOWN die gut besuchte Kulturhalle mit Rock- und Pop-Klassikern zum Kochen brachte.

Der Sonntag stand bei strahlendem Sonnenschein ganz im Zeichen der Jugendspiele. Am Nachmittag durfte Vorstandsmitglied Tobias Kolling eine stattliche Riege an Ehrengästen begrüßen. Neben dem Präsidenten des Fußballverbandes Rheinland, Gregor Eibes, und dem Kreisvorsitzenden des Fußballkreises Trier-Saarburg erwiesen auch Sportkreisvorsitzender Jens Tossing sowie der Beigeordnete Martin Alten (in Vertretung für Landrat Stefan Metzdorf) dem Verein die Ehre. Auch Verbandsbürgermeister Stefan Ding, Reinsfelds Ortsbürgermeister Guido Friske sowie die Ortsbürgermeister und Vorsitzenden der SG-Partner aus Geisfeld und Rascheid gratulierten persönlich. In ihren Grußworten hoben die Redner unisono die herausragende gesellschaftliche und integrative Bedeutung des Vereins hervor, der stolze 523 Mitglieder zählt.

Große Bühne für verdiente Mitglieder

Ein Höhepunkt des Sonntags waren die feierlichen Ehrungen. Stefan Weber, der den Verein viele Jahre lang mit großem Herzblut führte, wurde unter großem Applaus zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zudem wurden 72 Mitglieder für 25 Jahre und 30 Mitglieder für 50 Jahre Vereinstreue ausgezeichnet. Ein ganz besonderer Moment war die Ehrung von Alfons Wollscheid, Manfred Berrang, Klaus Schirra, Klaus Eiden und Gundbert Marx: Für ihre 70-jährige Mitgliedschaft erhielten sie ein exklusives Trikot mit der Rückennummer „70“.

Der Ehrenbrief des Fußballverbandes Rheinland wurde an Herbert Eiden und Frank Wollscheid überreicht. Auch die Tennisabteilung glänzte: Michael Fromm, Sylvia Wahlen und Lisa Weber wurden für ihre Verdienste um den weißen Sport mit der bronzenen Ehrennadel des Tennisverbandes Rheinland ausgezeichnet.

Als krönender und emotionaler Abschluss des Festwochenendes stand am Sonntagabend ab 19:00 Uhr das gemeinsame Public Viewing auf dem Programm, bei dem die Vereinsfamilie beim WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft mitfieberte und das Jahrhundertjubiläum gemütlich ausklingen ließ. (Kö)