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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 26/2020
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JobFuture-Hochwald am Start

von links: Bürgermeister Hartmut Heck, Marketingassistentin Stefanie Schömer und die beiden Programmierer Leon Jung ung Ivo Faust.

Neues Internetangebot der VG bringt Firmen aus der Region und Jobsuchende zusammen

Viel Zeit und Arbeit haben die Verantwortlichen der Verbandsgemeinde und zwei junge Herren aus Naurath/Wald und Züsch investiert, um eine möglichst einfach zu nutzende Plattform zu entwickeln, die Arbeitssuchende und Firmen aus der Region zusammen bringen soll. Sie ist für die Nutzer kostenfrei und wird von der Marketingassistentin Stefanie Schömer geführt.

Immer wieder stellte man fest, so Bürgermeister Hartmut Heck, dass die Betriebe vor Ort „übersehen“ werden und es die Jugend auf Jobsuche in die Ballungszentren drängt. Dabei gebe es durchaus für den einen oder anderen interessante Angebote auch vor Ort. Mit der Idee, eine Plattform zu kreieren, die beide Seiten zusammenführen kann, wandte sich Marketingassistentin Stefanie Schömer vor ca. eineinhalb Jahren an das Gymnasium Hermeskeil und bat um Unterstützung. Schulleitung und Informatiklehrer sagten sofort ihre Hilfe zu, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Aus dem Informatikkurs kristallisierten sich schließlich Ivo Faust aus Züsch und Leon Jung aus Naurath/Wald heraus, die bereit waren, an der Realisierung des Unternehmens mitzuwirken. So wurde laut Heck gleich der Personenkreis mit einbezogen, den es anzusprechen gilt und der aus der Seite Nutzen ziehen soll. Ziel war es, eine leicht zugängliche Plattform zu entwickeln, auf der sich regionale Firmen mit ihrem Profil, ihren Ausbildungs- und Stellenangeboten präsentieren und junge Leute, die Praktika/Ausbildungsmöglichkeiten oder offene Stellen suchen, regional fündig werden können.

Beim Pressetermin am 17. Juni stellten die beiden jungen Männer das Ergebnis vor. Unter www.jobfuture-hochwald.de können einerseits Jugendliche nach Ferienjobs, Praktika, Ausbildungsplätzen und freien Stellen suchen, andererseits sich die regionalen Betriebe mit ihren Angeboten darstellen. Zwar gebe es, so Stefanie Schömer auch Lehrstellen-Portale der Arbeitsagentur oder der einzelnen Trierer Kammern, aber kleine familiengeführte Betriebe fielen oft hinter runter. Zudem sei es schwer für diese Betriebe, sich im Internet zu präsentieren, da dies meist mit hohen Kosten verbunden sei. Auf einer eigenen Seite, die auch Praktika und Ferienjobs beinhaltet, könne man diesen Betrieben eher helfen und frühzeitig Kontakte herstellen.

So findet man auf der Startseite der Plattform die Rubrik „finde deine Stelle“. Hier sind alle aktuellen Angebote aufgeführt - aufgegliedert in die einzelnen Branchen und sortiert vom Ferienjob bis zum dualen Studium. In der zweiten Rubrik „Anmeldung für Unternehmen“ können sich interessierte Betriebe per Steckbrief und Abgabe einer Datenschutzerklärung anmelden und eintragen, was sie anzubieten haben. Vor der Freischaltung werden die Daten von Frau Schömer geprüft. Sie übernimmt auch die Aktualisierung der Stellenangebote. Einige Firmen, die am Pilotprojekt teilgenommen haben, sind schon mit ihren Angaben online. Man hoffe, so Schömer, dass sich möglichst viele Betriebe anschließen. Hierzu seien, so Bürgermeister Heck, ausdrücklich regionale Firmen auch außerhalb der Verbandsgemeinde eingeladen. Man wolle dazu beitragen, dass die Region als Arbeits- und Wohnraum attraktiv bleibt und die jungen Leute nicht abwandern.

Das Projekt wird präsentiert auf der Internetseite der VG, über den Gewerbeverband und an den Schulen. Die großflächig verteilten Plakate sind mit einem QR-Code versehen, über den man schnell per Handy-Kamera auf die Seite gelangt. Um die „Einstiegshemmschwelle“, erst eine App herunterladen zu müssen, habe man bewusst verzichtet, so die beiden Protagonisten Faust und Jung, die „ihr Baby“ weiter begleiten wollen, obwohl sie inzwischen andernorts studieren. Das Projekt, so Bürgermeister Heck, sei von der Stiftung des Landkreises mit 2.000 Euro unterstützt worden und nach seinem Kenntnisstand „Vorreiter“ im Kreisgebiet. Gerade jetzt in der Corona-Krise, in der Ausbildungsmessen und Informationsveranstaltungen nicht möglich sind, sehe er in der Plattform eine Chance, die durch die Pandemie hervorgerufene „Delle“ gerade für die Schulabgänger 2020 auf diesem Gebiet abzumildern. (BäR)