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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 26/2026
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Züscher Sportstätten im Fraubachtal sollen saniert werden

Die beiden Tennisplätze des TC Königsbachtal müssen dringend saniert werden (Foto: TC)

Haushalt 2026  verabschiedet

Zu einer recht umfangreichen Sitzung hatte Ortsbürgermeister Ulrich Frohn die Damen und Herren des Gemeinderates aus Züsch am Donnerstag vergangener Woche ins Pfarrheim eingeladen. Neben einigen Zuhörern konnte er von der Verwaltung Bürgermeister Stefan Ding, Kämmerer Kai Rosar und als Schriftführer Christian Schirmer begrüßen. Die Tagesordnung beinhaltete zwei Schwergewichte, die restlichen Beratungspunkte waren der Verwaltungsroutine geschuldet.

Viel Zeit nahm der TOP „Informationen des Ortsbürgermeisters“ in Anspruch, auch deshalb, weil Dorfmoderatorin Alexandra Thömmes die Projekte „Hangbepflanzung ev. Friedhof, Stelenweg und Ortseingangsschilder“ ausführlich vorstellte. Nach einigen Diskussionen stellte man fest, dass es eines Beratungspunktes bedurfte, damit die Angelegenheit final auf den Weg gebracht werden kann. So beschloss der Rat, nachdem die Tagesordnung erweitert worden war, für die genannten Projekte entsprechende Förderanträge zu stellen, Beschlüsse in einer späteren Ratssitzung zu fassen, und es sollen Vereine bei den Projekten mit ins Boot genommen werden.

Revierförster Jörg Clemens hat wegen eines neuen Dienstpostens das Revier Züsch abgegeben, seine Nachfolge wird Leo Becker ab Oktober übernehmen, er ist zurzeit noch im Studium. Clemens wurde von Ulrich Frohn verabschiedet. Bei der freiwilligen Feuerwehr in Züsch hat es ebenfalls einen Personalwechsel gegeben, Christopher Fuchs ist nach 10 Jahren als stv. Wehrführer ausgeschieden, seine Funktion übernimmt Sven Malburg, Christopher Fuchs bewirbt sich als Wehrleiter der VG Hermeskeil.

Im Anschluss stellte Kämmerer Kai Rosar den Haushaltsplan für das Jahr 2026 in den wichtigsten Punkten vor. Ergebnis- und Finanzhaushalt schließen jeweils mit Negativbeträgen ab, die Gemeinde wird zum 31. 12. 2026 Liquiditäts- und Investitionskredite in Höhe von 1,9 Mio. Euro haben, in den Investitionskrediten ist allerdings die PV-Anlage mit 400.000 Euro enthalten. In 2026 sollen rd. 370.000 Euro investiert werden, so für Straßen, das Sportplatzgebäude, einen Wohnmobilstellplatz und eine Überdachung für das Bürgerhaus. Im Bereich der Einnahmen wird die Gemeinde u. a. 290.000 Euro Gewerbesteuer, 84.000 Euro Grundsteuer und einen Anteil an der Einkommensteuer in Höhe von 310.000 Euro erzielen. Allerdings müssen an Umlagen an den Kreis 300.000 Euro und an die VG 213.000 Euro abgeführt werden. Aus dem Solidarfond Windkraft der VG erhält Züsch 42.600 Euro, Tendenz wegen im Bau befindlicher WKA in der VG steigend, die gemeindeeigene PV-Anlage soll rd. 80.000 Einnahmen in die Kasse spülen.

Das Thema Sportstätten im Fraubachtal nahm dann einen breiten Raum in den Beratungen ein. Das Sportplatzgebäude, das im Eigentum der Gemeinden Züsch und Neuhütten steht, muss saniert werden, die Bausubstanz, so Ulrich Frohn, muss erhalten bleiben. Die Heizung ist defekt, diese soll durch eine moderne Wärmepumpe ersetzt werden. Zusätzlich will man auf dem Dach eine PV-Anlage anbringen. Für die Aufwendungen wird ein Förderantrag nach dem Sportstättenfördergesetz gestellt. Die Kosten sollen nach Abzug der Zuschüsse auf die beiden Gemeinden verteilt werden, jede Gemeinde wird 15 % von 100.000 Euro übernehmen. Auf Einwand eines Ratsmitgliedes sollen das Dach und die Dachkonstruktion durch das Bauamt der VG auf die Tragfähigkeit überprüft werden. Einstimmig beschloss der Rat, die Sanierung in Angriff zu nehmen.

 

 

Auch die beiden Tennisplätze, Baujahr 1993, sind in die Jahre gekommen und benötigen eine komplette Erneuerung, so will man Allwetterbeläge aufbringen. Hier werden sich die Kosten auf bis zu 150.000 Euro belaufen. Auch hier wird eine Förderung beantragt, auch hier können die beiden Eigentümergemeinden einen Anteil von je 15 % übernehmen. Der Verein, so Vorstandsmitglied Hartmut Heck, könne nur im eingeschränkten Umfang die anfallenden Kosten übernehmen, relevant, so Heck, werde die Sache erst 2028, evtl. erst 2029, da auf der Förderliste des Kreises noch andere Projekte stehen. Allerdings könne man, so Heck, die Sanierung nur in Angriff nehmen, wenn die Gemeinden sich beteiligen, der Beschluss des Rates war dahingehend positiv.

Die Buswartehalle auf dem Gelände des Pfarrheims wird die Gemeinde versetzen müssen, da das Pfarrheim vor einem Verkauf steht. Für das Wartehäuschen soll ein Grundstück erworben und dieses dort wieder aufgebaut werden. bb