Die Arbeitsgruppe „Nahwärme“ Gusenburg hat am 18.06. zur Bürgerinformationsveranstaltung in die Grenderichhalle eingeladen. Die vor Ort anwesenden interessierten Bürger wurden umfassend zum angedachten Projekt sowie den nächsten Projektschritten im Rahmen der Untersuchung eines Nahwärmenetzes für Gusenburg informiert.
Aufgrund der überaus positiv verlaufenen ersten Fragebogenaktion mit zahlreichen positiven Rückmeldungen über die gesamte Gemeinde verteilt, möchten wir explizit darauf hinweisen, dass keine Straße vorab ausgeschlossen und die Errichtung eines Wärmenetzes in der gesamten Gemeinde geprüft werden soll.
Sollten unterschiedliche Informationsstände für Verwirrung gesorgt haben und Bürgerinnen und Bürger haben ihren Fragebogen aus diesem Grund nicht abgegeben, sollten dies nun nachholen. Die Mitarbeit durch die Abgabe der unverbindlichen Interessensabfrage ist für die Projektgruppe elementar, da ein Wärmenetz in Gusenburg wahrscheinlicher wird, je mehr Personen sich dafür interessieren und natürlich würde dadurch ebenfalls der in der anschließenden Machbarkeitsstudie kalkulierte Angebotspreis pro Anschluss günstiger.
Dabei ist die Interessensabfrage zum jetzigen Zeitpunkt vollkommen unverbindlich und dient lediglich der Verbesserung der Berechnungsgrundlage. Ergänzend hat die Projektgruppe in der Zwischenzeit einen Projektflyer erstellt, welcher die angedachte Netztechnologie „kalte Nahwärme“ anschaulich erklärt, die nächsten Projektschritte definiert sowie die örtlichen Ansprechpartner Siegfried Joram, Corinna Litz, Dieter Blatt, Katharina Linn, Michael Hesse und Axel Thomas vorstellt.
Sollte in diesem Zusammenhang Informationsbedarf aufkommen (oder der Fragebogen sowie der Projektflyer benötigt werden), kann man sich natürlich an die Mitglieder der Projektgruppe wenden. Daneben sind beide Dokumente öffentlich auf der Website der Ortsgemeinde Gusenburg platziert.
Die nächsten Schritte in der Gemeinde sehen vor, dass über den Sommer weitere Rückmeldungen zum Interesse an der Errichtung eines Wärmenetzes eingeholt werden sollen. Trotz der überaus positiven Erstresonanz ist dies erforderlich, da Nahwärmenetze immer als Gemeinschaftsprojekte verstanden werden müssen und mit der Akzeptanz sowie dem Willen der Bevölkerung stehen und fallen.
Es wird darum gebeten, gezielt mit Nachbarn und Bekannten zu sprechen, um weitere Personen für das Projekt zu begeistern und die Rücklaufquote der Fragebögen zu erhöhen. Auf Basis der bis zum Herbst vorliegenden Interessenbekundungen sowie dem Ergebnis der Vorstudie, wird der Gemeinderat Gusenburg über den Eintritt in eine Machbarkeitsstudie entscheiden, welche die genauen Anschlusskosten an das Netz ermittelt und für eine spätere Bauförderung notwendig ist.
Mit dem Ergebnis der Machbarkeitsstudie und den feststehenden Anschlusskosten soll im Anschluss ein verbindliches Anschlussangebot gemacht werden, welches angenommen oder abgelehnt werden kann.
Abschließend sind nachfolgend nochmals die wesentlichen Vorteile des Anschlusses an ein Nahwärmenetz aufgeführt:
1. Auf lange Sicht besser kalkulierbare Betriebskosten
2. Unabhängigkeit gegenüber fossilen Energien und Ausschluss des fossilen Betriebsrisikos (Kostensteigerung durch pol. Krisen und Lieferkettenengpässe, ansteigende CO2-Preise)
3. Regionale Wertschöpfung
4. Wertsteigerung der Immobilie
5. Passive Kühlung im Sommer