Sommerfest bei Kaiserwetter: Betriebsleiter Ronny Scherer, Beigeordneter René Treitz und Firmeninhaber Christoph Wobornik vor dem bereits modernisierten Fachmarkt der "HOCH Baustoffe" im Fohlengarten in Hermeskeil.
Wo über viele Jahre Baustoffe Weinig ansässig war, beginnt ein neues Kapitel. Seit Anfang des Jahres gehört der Standort zur Unternehmensgruppe Hoch aus Simmern und firmiert nun als Hoch Baustoffe Hermeskeil. Mit einem Sommerfest und einer Hausmesse stellte sich das Familienunternehmen am vergangenen Freitag offiziell den Kunden aus der Region vor. Zahlreiche Handwerker, Bauunternehmen, Gewerbetreibende und private Bauherren nutzten die Gelegenheit, sich über das Unternehmen und das erweiterte Angebot zu informieren. Auch Vertreter der Stadt machten dem Betrieb ihre Aufwartung.
Für die bisherigen Kunden soll sich vor allem eines nicht ändern: die vertrauten Ansprechpartner. Alle acht Mitarbeiter am Standort wurden übernommen, ebenso Betriebsleiter Ronny Scherer, der den Betrieb bereits zuvor leitete. Gleichzeitig bringt Hoch die Möglichkeiten eines deutlich größeren Unternehmens nach Hermeskeil.
Das Familienunternehmen aus Simmern blickt auf eine lange Geschichte zurück. Gegründet wurde die Firma Hoch bereits im Jahr 1908 und entwickelte sich vom damaligen Fuhrbetrieb zu einer breit aufgestellten Unternehmensgruppe mit heute rund 130 Beschäftigten. Neben mehreren Baustoffhandlungen gehören auch der schlüsselfertige Bau von Ein- und kleineren Mehrfamilienhäusern in Massivbauweise, Küchenstudios sowie der Online-Fachhandel GrillPeter zum Unternehmen. Letzterer zählt zu den größten europäischen Anbietern traditioneller russischer und zentralasiatischer Grill- und Kochgeräte. Darüber hinaus vertreibt Hoch an seinem Stammsitz in Simmern unter anderem Heizöl.
Mit der Übernahme des Standorts in Hermeskeil verfolgt das Unternehmen klare Ziele. Geschäftsführer und Inhaber Christoph Wobornik, der das Familienunternehmen seit 2008 führt, erläuterte, dass die Kunden künftig von einem deutlich breiteren Angebot profitieren sollen. Während Baustoffe Weinig insbesondere für Schüttgüter bekannt gewesen sei, werde das Sortiment nun Schritt für Schritt erweitert. „Als Gesellschafter der Hagebau haben wir Zugriff auf ein sehr breites Sortiment und können unseren Kunden hochwertige Produkte für nahezu alle Gewerke rund ums Haus anbieten“, sagte Wobornik. Dabei richte sich das Angebot gleichermaßen an Handwerksbetriebe und private Bauherren. Entscheidend seien für ihn nicht nur die Produkte selbst, sondern auch die fachliche Beratung vor Ort.
Künftig finden Kunden in Hermeskeil Produkte für nahezu alle Bereiche rund ums Bauen und Modernisieren – von Putz- und Fassadensystemen über Trockenbau, Dämmstoffe sowie Garten- und Landschaftsbau bis hin zu Fliesen, Farben und Bodenbelägen. Ergänzt wird das Angebot durch einen modernisierten Fachmarkt mit Arbeitsschutz, Befestigungstechnik, Hand- und Elektrowerkzeugen sowie weiteren Produkten für Profis und ambitionierte Heimwerker. Damit unterscheide sich das Unternehmen bewusst vom klassischen Baumarkt, ohne Privatkunden aus dem Blick zu verlieren.
Trotz der derzeit angespannten Lage in der Bauwirtschaft blickt Wobornik optimistisch nach vorne. Zwar liege die Zahl der Baugenehmigungen weiterhin deutlich unter früheren Höchstständen, Materialengpässe gehörten inzwischen jedoch weitgehend der Vergangenheit an. Die größten Kostenfaktoren seien heute nicht mehr die Baustoffe, sondern die Handwerkerleistungen.
Mit einer Gesamtfläche von rund 16.000 Quadratmetern, davon etwa 1.600 Quadratmeter überdachte Lagerfläche, verfügt der Standort über gute Entwicklungsmöglichkeiten. Der Fachmarkt wurde bereits modernisiert, weitere Maßnahmen sollen folgen. Auch personell plant das Unternehmen langfristig. „Wir wollen den Standort nachhaltig entwickeln. Dazu gehört für uns auch, künftig in Hermeskeil auszubilden“, erklärte Wobornik.
Die Hausmesse bot den Besuchern einen ersten Einblick in das erweiterte Angebot. Lieferanten präsentierten ihre Produkte, Fachberater standen für Fragen zur Verfügung und beim Sommerfest blieb Zeit für persönliche Gespräche. Für viele Gäste war dies zugleich die Gelegenheit, den neuen Betreiber kennenzulernen und sich ein Bild von der zukünftigen Ausrichtung des Standorts zu machen. (LeWe)