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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 28/2019
3 - Aus den Hochwaldgemeinden
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Wanderausstellung in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert eröffnet

Die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) lädt zur Ausstellung „Luxemburg im Zweiten Weltkrieg – Zwangsrekrutierung- Streik – Umsiedlung – Gefängnis“ in die Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert ein.

Die Wanderausstellung stammt aus dem Großherzogtum Luxemburg. Sie ist zu den üblichen Öffnungszeiten bis zum 11. August in der Gedenkstätte zu besichtigen.

Die Ausstellung informiert über die Folgen der deutschen Besatzung in Luxemburg während der Jahre 1940 bis 1945. Im Mittelpunkt stehen die Verbrechen der deutschen Besatzungsmacht und der Luxemburger Widerstand.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist der Einmarsch deutscher Truppen in das neutrale Luxemburg am 10. Mai 1940. Die Anordnung der Zwangsrekrutierung vom 30. August 1942 stieß auf erbitterten Widerstand im ganzen Land. Am folgenden Tag kam es zu einem Generalstreik – eine einzigartige Reaktion auf das völkerrechtswidrige Vorgehen des nationalsozialistischen Deutschland.

Der Streik wurde erbarmungslos niedergeschlagen. Am Ende standen Todesurteile, Gefängnisstrafen und Umsiedlungen in das Deutsche Reich. Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert war Zielort umfangreicher Deportationen von Widerstandskämpfern aus dem Großherzogtum. Im umliegenden Wald des SS-Sonderlagers wurden 1942 und 1944 bei Massenerschießungen viele Luxemburger Resistance-Kämpfern ermordet.

Viele der gegen ihren Willen in die Wehrmacht gezwungenen Luxemburger gerieten in die Mühlen der Wehrmachtjustiz. Weil sie sich der Zwangsrekrutierung widersetzten, wurden sie von deutschen Militärgerichten zu Gefängnisstrafen oder zum Tode verurteilt.

In Folge des Luxemburger Generalstreiks 1942 gab es u.a. die Straf-Internierung von ganzen Schulklassen auf der Burg Stahleck.