Titel Logo
Rund um Hermeskeil
Ausgabe 28/2019
3 - Aus den Hochwaldgemeinden
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

"Sing mal wieder Wanderlieder“

Die Musiker und ein Teil der Marschgruppe beim Start am „Reichertsbruch“.

Auch bei der 10. Auflage nach dem Start im Jahr 2010 immer noch ein absoluter Renner: Das Singen von Wanderliedern. Das zeigen die mehr als 80 Interessenten an dieser Veranstaltung. Leider musste die Anzahl der Teilnehmer aus organisatorischen Gründen auf 65 begrenzt werden. So konnte Ricarda Ahmetovic von der Touristinformation am Mittwoch morgen um 10 Uhr bei bestem Wetter ein munteres, sangesfreudiges Wandervölkchen begrüßen. Darunter war auch der neue Verbandsbürgermeister Hartmut Heck. Aus Zeitgründen konnte dieser nur an einer Wanderung teilnehmen. Wen wundert es, dass er als begeisterter Sänger und Akkordeonspieler genau diese Veranstaltung ausgesucht hat.

Die Wanderung begann diesmal am Reichertsbruch in Kell am See. Da Rudi Dell im letzten Jahr verstorben war, wurden die schon seit 2010 agierenden Musiker Manfred Zinnen, Reinhard Bäumler und Heinz Reinert (Akkordeon) in diesem Jahr von Bernd Willems an der Gitarre unterstützt. Nach dem obligatorischen Begrüßungslied aus der Operette der Vogelhändler „Grüß euch Gott...“schmetterten alle erst mal einige Wanderlieder in die Morgenluft, bevor es unter der Leitung des Wanderführers Raimund Metzen aus Kell am See in den kühlen Wald Richtung Hochwaldalm ging. Kurz nach der Irrwaldspitze wurde eine kleine Rast eingelegt, die natürlich zum Singen genutzt wurde. Die Stille im Wald bot sich aber auch an, für den verstorbenen Rudi Dell eine Gedenkminute einzulegen. An der Hochwaldalm, die wegen Pächterwechsels leider geschlossen hatte, waren von den Mitarbeiterinnen der Touristinformation mit Unterstützung von Rainer Engler aus Reinsfeld Bänke zum Sitzen und kühle Getränke vorbereitet. Nach der Stärkung und einer Runde „Stimmöl“ präsentierte der „Wanderchor“ die dritte Musikeinlage. Ermutigt durch das Wanderlied „Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen...“ strebte die Truppe dann der Burg Grimburg zu, wobei der letzte Anstieg durchaus „Höhencharakter“ hatte.

Auf der Burg, der vorläufigen Endstation, wurden die Wanderer von „Burgherr“ Michael Hülpes begrüßt. In entsprechendem Outfit erläuterte er kurz die Geschichte der Burg und die Entwicklung zur Wiederherstellung dieser in der Neuzeit. Das gab den Helferinnen den Freiraum, die Brotzeit für die hungrigen Wanderer frisch auf den Tisch zu zaubern. Danach wurde wieder kräftig gesungen und auch Hartmut Heck griff für zwei Shanties selbst in die Tasten des Akkordeons, nachdem er sich vorher schon als Sänger zur Musikertruppe gesellt hatte. Bevor die erste Gruppe mit dem Planwagen wieder Richtung Kell fuhr und einige unentwegte Wanderer den Rückweg zu Fuß antraten, bedankten sich die Musiker mit dem Abschiedslied „Auf Wieder sehn…“. Der Rest überbrückte die Wartezeit noch mit ein paar Wanderliedern und geselligem Beisammensein. (BäR)