Beim diesjährigen Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren im Kreis Trier-Saarburg nahm auch eine polnische Jugendgruppe aus dem polnischen Partnerkreis Puck (bei Danzig) teil.
Viel Besuch am Abend bei der Band „die Dompiraten“
Der feierliche Auszug aus dem Zeltlager.
Drohnenfoto vom Einzug in das Zeltlager
Vom 27. Juni bis zum 5. Juli erlebten rund 600 Kinder und Jugendliche in Gusenburg beim Zeltlager des Kreisjugendfeuerwehrverbandes Trier-Saarburg Tage voller Teamgeist, neuer Freunde und Gemeinschaft.
Am Samstag, dem 27. Juni reisten 33 Jugendfeuerwehren aus dem gesamten Kreis Trier-Saarburg mit rund 600 Kindern und Jugendlichen nach Gusenburg für das 21. Kreisjugendfeuerwehrzeltlager an. Zusätzlich war das Jugendrotkreuz mit einer Gruppe vertreten. Die Altersspanne der Kinder und Jugendlichen reichte von 10 bis 18 Jahren. Dieses Jahr stand dort alles unter dem Motto „Leben wie im Mittelalter auf der (Gusen-)Burg“, wovon das gesamte Lagerleben inspiriert war, wie Valeska Finger, die Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragte des Zeltlagers, erklärte.
Programm und Lagerleben
Das Lagerleben beinhaltete vielfältige, spannende Workshops, an denen die Kinder teilnehmen konnten, oder auch eine Lagerolympiade, bei der die Jugendfeuerwehren über die Woche hinweg gegeneinander antraten.
Damit auch die Kinder, die innerhalb der nächsten Jahre am Zeltlager teilnehmen werden, in das Netzwerk einsteigen können, besuchten die Bambinifeuerwehren den Zeltplatz am Dienstag.
Außerdem angereist war eine Gruppe aus Polen. Da die Stadt Hermeskeil seit 2002 eine Partnerschaft mit der polnischen Stadt Hel unterhält, hat auch die Freiwillige Feuerwehr aus Gusenburg Kontakt zu deren Feuerwehr. Der große Aufwand der Anreise hat sich jedenfalls gelohnt, wenn man im Laufe der Woche beobachtete, wie sogar Freundschaften über die Landesgrenze hinweg zwischen polnischen und deutschen Kindern und Jugendlichen auf dem Zeltplatz entstanden sind. Am Dienstagabend brachte die polnische Jugendgruppe den deutschen Kindern und Jugendlichen zum Beispiel einen polnischen Volkstanz bei, sodass deutsche und polnische Jugendliche gemeinsam auf dem Zeltplatz im großen Kreis tanzten und lachten. Die 12-jährige Hannah erzählte zum Beispiel begeistert, wie sie sich mit polnischen Kindern, die sie auf dem Zeltplatz kennenlernte, angefreundet hat. Auch der 16-jährige Louis meinte: „Mein Highlight im Zeltlager war auf jeden Fall, dass die polnische Gruppe hier war, die eine Freundschaft mit Hermeskeil hat.“
Ein weiteres Highlight war die feierliche Verleihung der Leistungsspange am Mittwoch. Diese ist das höchste Abzeichen, das nach den Jugendflammen eins bis drei an die Jugendgruppen verliehen wird. Neben den feuerwehrtechnischen Fragen, die die Kinder sicher beantworten mussten, sind auch sportliche Disziplinen wie Kugelstoßen und Staffellauf essenziell für die Auszeichnung. Wer dann noch einen Löschangriff aufbaut und auf 120m möglichst schnell Schläuche auswirft und zusammenkuppelt, hat sich die Auszeichnung der Leistungsspange definitiv verdient. Nach langem Üben für diese Auszeichnung war die Verleihung etwas sehr Besonderes für die Jugendlichen. Max (15) fand die Verleihung der Leistungsspange „wirklich sehr cool“ und die 16-jährige Charlotte sagte: „Mein Highlight im Zeltlager war die Verleihung der Leistungsspange, weil wir die Tage davor sehr viel geübt haben und dann der ganze Druck von einem abgefallen ist.“
Am Donnerstag wurde eine Wanderrally für die Kinder organisiert, bei der durch Aufgaben, die es auf einer Wanderstrecke zu lösen galt, der Teamgeist gestärkt wurde.
Auch das Angebot für die Bevölkerung, das Zeltlager zu besuchen, wurde von vielen mit Begeisterung angenommen. Besonders am Mittwoch-, Freitag- und Samstagabend, an denen die Live-Bands „Firestarter“, „Dompiraten“ und „Without“ spielten, war der Parkplatz des Gusenburger Sportplatzes gefüllt. Mit der Live-Musik war für eine ausgelassene, fröhliche Stimmung gesorgt.
Die Kinder und Jugendlichen nehmen jedoch viel mehr von dem Zeltlager mit als nur das Feuerwehrtechnische. Das Ziel des Kreisjugendfeuerwehrzeltlagers ist das Vernetzen zwischen den Kindern verschiedener Jugendfeuerwehren, aber auch mit der polnischen Gastgruppe.
Organisation & Durchführung
Das Komplizierteste an der Organisation des diesjährigen Zeltlagers, war es vorerst einen geeigneten Platz mit genug Fläche, einem passendem Wasseranschluss und anderen Faktoren zu finden. Als dieser in Gusenburg ausfindig gemacht wurde, basierte die Planung hauptsächlich auf der Erfahrung der vergangenen Jahre und der Feuerwehr aus Gusenburg. Trotzdem wurde bereits vor einem Jahr von etwa 30 Personen begonnen, das Zeltlager und alles darum herumzuplanen, denn auch wenn die groben Pläne von den Zeltlagern zuvor noch vorhanden waren, war die Organisation eines Zeltlagers solchen Ausmaßes natürlich ein riesiger Zeitaufwand. Zusätzlich waren über die Woche verteilt circa 500 Helferinnen und Helfer vor Ort, die zum Beispiel Dienste an den verschiedenen Essens- und Getränkeständen übernommen haben. Aber auch die Planung und Durchführung der vielfältigen Workshops wurde von engagierten Gusenburgern übernommen. Wichtig ist zu betonen, dass sowohl die Helfer als auch alle Personen aus der Lagerleitung, die sich um die Planung gekümmert haben, sich rein ehrenamtlich am Zeltlager engagierten, um den Kindern diese Woche zu ermöglichen.
Belohnung für dieses Engagement war die Freude der Kinder der Jugendfeuerwehren, die eine Woche voller Spaß hatten und zusätzlich zu den Feuerwehrkräften von morgen ausgebildet wurden. (MBec)