Die Trierer Straße, die als Bundesstraße 52 eine der wichtigsten Zufahrten nach Hermeskeil bildet, weist seit längerer Zeit erhebliche Fahrbahnschäden auf. Tiefe Spurrillen und zahlreiche Schlaglöcher sorgen nicht nur für Unmut bei Verkehrsteilnehmern, sondern stellen nach Einschätzung der Stadt auch ein Sicherheitsrisiko dar.
Zusätzliche Warnschilder, die in den vergangenen Tagen aufgestellt wurden, hatten bei vielen Bürgern die Sorge geweckt, dass eine bereits angekündigte Fahrbahnsanierung möglicherweise verschoben werden könnte. Aus dem Rathaus heißt es jedoch, dass eine schnelle Instandsetzung dringend notwendig sei, um eine weitere Verschlechterung der Straße zu verhindern.
Nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) und der Stadt gibt es inzwischen grünes Licht für die Maßnahme. Die Finanzierung der Deckenerneuerung sei gesichert, sodass sowohl die Arbeiten an der B52 als auch an der Koblenzer Straße (B327) noch im Laufe des Jahres 2026 umgesetzt werden sollen. Für die Bauarbeiten werden zeitweise Vollsperrungen erforderlich sein. Die genauen Termine stehen allerdings noch nicht fest.
Die Stadt begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich. Die Trierer Straße zählt zu den am stärksten frequentierten Verkehrsachsen Hermeskeils.
Neben der kurzfristigen Sanierung richtet sich der Blick bereits auf die langfristige Umgestaltung des Straßenabschnitts im Innenstadtring. Der LBM plant einen umfassenden Ausbau zwischen dem Donatusplatz und der evangelischen Kirche. Vorgesehen sind unter anderem barrierefreie Bushaltestellen, eine Neuordnung der Verkehrsführung mit künftig nur noch einer Fahrspur für den motorisierten Verkehr sowie die Fortführung der bereits angelegten Umweltspur für Busse und Radfahrer. Auch der Bereich an der Einmündung zur Fußgängerzone soll neu gestaltet werden.
Aus Sicht der Stadt ist eine enge Abstimmung zwischen den geplanten Straßenbaumaßnahmen und der vorgesehenen Neugestaltung der Fußgängerzone unerlässlich. Diese soll voraussichtlich ab 2027 beziehungsweise 2028 erfolgen (siehe Berichterstattung auf der Titelseite). Wie der Verkehr im Bereich des Innenstadtrings künftig geführt werden soll, ist aber noch nicht abschließend geklärt. Die Details sollen in weiteren Gesprächen zwischen Stadt und Landesbetrieb abgestimmt werden. Ein erstes großes Gespräch findet bereits am Dienstag dieser Woche statt.
Bis zur Umsetzung der Ausbaupläne bleibt das Provisorium im Bereich der evangelischen Kirche bestehen. Nach den Sommerferien soll dort zunächst eine sichere Querungshilfe eingerichtet werden. (LeWe)