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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 29/2026
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Landesmeisterschaft im „Agility-Wettbewerb“

Im eleganten Sprung über die Hürde

Beim Slalom passierten die meisten Fehler

Schäferhundeverein Hermeskeil organisiert erneut Wettbewerb und Stadtpokal

Am vergangenen Wochenende fand auf dem Gelände des Schäferhundevereins Ortsgruppe Hermeskeil wieder die jährliche Landesmeisterschaft statt. Parallel dazu wurde auch der Wettkampf um den Stadtpokal ausgetragen. An drei Tagen wurden 110 Hunde in verschiedenen Größen und Leistungsstufen durch den Parcours geschleust. Eine Mammutaufgabe aber inzwischen schon fast Routine für den Verein.

Da viele andere Ortsvereine den personellen und organisatorischen Aufwand einer solchen Veranstaltung scheuen oder nicht leisten können, ist Hermeskeil inzwischen schon fast Dauerausrichter dieses Events. Lediglich Speyer, so Michaela Ludwig Sportwartin und in der Vergangenheit langjährige Vorsitzende des Vereins, übernehme etwa alle 10 Jahre diese Aufgabe, so auch im nächsten Jahr.

Gestartet wird in vier Größenordnungen (Small, medium, intermediate und large) und vier Leistungsstufen (A0 bisA3). Schäferhunde der Leistungsstufen A2 undA3 können sich dabei für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Der Gewinner des Stadtpokals wird in einer Kombi-Wertung ermittelt. Alle Sieger der Leistungsstufen A1 bis A3 gehen dabei ins Stechen, das so lange dauert, bis der Sieger übrig bleibt. Zwei Wertungsrichterinnen, Lena Schuh vom Ortsverein und Gabi Hünnefeld aus Koblenz überwachen das Ganze und sehen mit geschultem Blick jeden Fehler. Jeder neue Durchlauf beginnt nach dem Umbau des Parcours mit einer Begehung durch die Hundeführer. Für den unbedarften Betrachter sieht das fast aus wie bei den Skiprofis bei der Besichtigung der Slalomstrecke. Interessant auch die Art der Hundeführung bei der Absolvierung der Strecke und der Überwindung von Hindernissen. Sie umspannt alle Varianten von sehr locker bis sehr eng und ist augenscheinlich auch abhängig von Rasse und Trainingsstand. Mancher Hund, der mit Elan startete, verhaspelte sich irgendwann – meist bei den Slalomstangen, und gab schließlich frustriert auf. Das führte natürlich zur Disqualifikation. Andere rasten wie aufgezogen mit atemberaubendem Tempo über und durch die Hindernisse und erzielten – meist mit wenigen Kommandos durch den Hundeführer – Rekordzeiten.

Die Landesmeisterschaften sind, orientiert an den Deutschen Meisterschaften, termingebunden, so Ludwig. Insofern finden sie bei jedem Wetter statt. Das Wetter an den Veranstaltungstagen war zwar sommerlich, aber der Wind sorgte immer wieder dafür, dass es erträglich blieb. Natürlich achte man gerade bei sehr hohen Temperaturen besonders auf die Vorgaben des Tierschutzes. Dann verlege man die Wettkämpfe in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Außerdem stelle man Bottiche mit Wasser zur Erfrischung und Abkühlung auf und spanne sehr effektive Schattennetze aus Silberfolie.

Das Stechen um den Stadtpokal entschied Andrea Strehl aus Bierfeld mit „Bumblebee Mountains One and Only Little Murphy“ für sich.

Für die Deutsche Meisterschaft in Meppen vom 11.-13. September 2026 haben sich acht Teilnehmer qualifiziert. Mit dabei ist auch Lena Schuh mit „Joko vom Casselswald“ vom Hermeskeiler Ortsverein. Der Verein würde sich etwas mehr Unterstützung, vor allem in finanzieller Hinsicht, seitens der Stadt wünschen. Schließlich sei die Ausrichtung der Meisterschaften auch Werbung für die Stadt. Außerdem helfe er auf Anforderung auch, wenn Hunde auffällig werden und übernehme damit Aufgaben für die Allgemeinheit. (BäR)