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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 3/2026
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Schwungvoller Start ins Neue Jahr mit „Glücksbringer“

Stadtbürgermeister König bei der Rede

Eine der Kindertanzgruppen bei der Tanzvorführung

Neujahrsempfang der Stadt ohne Partner aber mit Musik, Tanz und Sport

Bewährtes und Neues kennzeichnete den diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt am Freitagabend dem 09. Januar in der Hochwaldhalle. Die Stadtkapelle gestaltete wieder in bewährter Art die musikalische Umrahmung. Das Tanzstudio MKN aus Saarlouis und die MG´s-Kampfsportschule sorgten mit ihren Vorführungen für die Unterhaltung der zahlreichen Gäste des Empfanges.

Trotz des erneuten Wintereinbruchs mit glatten schneebedeckten Straßen und vielen Absagen im Vorfeld waren am vergangenen Freitag über 250 Gäste der Einladung der Stadtführung zum Neujahrsempfang gefolgt. So hatten der Stadtbürgermeister Christoph König und die drei Beigeordneten als „Begrüßungskomitee“ viele Hände zu schütteln. Bei den Neujahrswünschen wurden sie unterstützt von Bezirksschornsteinfegermeister Michael Deiters, der in traditioneller Kleidung kleine Schornsteinfeger als Glücksbringer verteilte.

Stellvertretend für viele politische Vertreter aus den Verbandsgemeinden Hermeskeil und Thalfang begrüßte Stadtbürgermeister Christoph König Bürgermeister Stefan Ding (Hermeskeil) und Tamara Breitbach (Thalfang). Ein besonderer Gruß galt allen ehrenamtlich Tätigen und Katharina Heil, deren Mann Karl, einziger Ehrenbürger der Stadt, im vergangenen Oktober gestorben war. Nicht zuletzt galt sein Dank auch den Mitgliedern des KV „Ruck Zuck“ für die Versorgung mit Getränken, Holger Lauer in der Technik und der Stadtkapelle unter Leitung von Kristina Malburg für die musikalische Umrahmung. In seiner Rede wies König auf die vielfältigen Herausforderungen hin, die auch die Stadt Hermeskeil zu bewältigen habe, und das in einer Zeit, in der der Ton immer rauer werde und das „Wir-Gefühl“ verloren zu gehen drohe. Im besonderen bedauerte er die Innenstadtentwicklung, die mit immer mehr Leerständen an Lebensqualität verliere. Besonders wütend mache ihn der zunehmende Vandalismus. Illegale Müllablagerungen, FCK Aufkleber auf nahezu allen Verkehrsschildern, rot angestrichene Verteilerkästen und Verwüstung von Spielplätzen und Wanderhütten würden ihn antreiben, das Thema Kameraüberwachung an ausgewählten öffentlichen Plätzen rechtlich prüfen zu lassen und datenschutzkonform umzusetzen. Der Schutz öffentlicher Einrichtungen und unseres Allgemeingutes müsse in unserem Land mindestens den gleichen Stellenwert haben wie der Datenschutz, so König.

Mit hervorheben der positiven Seiten der Stadt lag ihm aber auch daran, Mut und Zuversicht auszusprechen und den Blick nach vorne zu richten. Hermeskeil sei eine tolle Stadt mit einer immer noch guten ärztlichen Versorgung, einer außergewöhnlich vielfältigen Schullandschaft, erschwinglichen Baugrundstücken und moderaten Mietpreisen. Da sei neben anderen Museen ein Feuerwehrmuseum, das in 2025 fast 15.000 Besucher zu verzeichnen hatte und eine vielfältige Vereinslandschaft, die in vielen Bereichen das Rückgrat der Stadt bilde. Mit der Fertigstellung des Donatusplatzes sei ein Ort geschaffen, der Begegnung und Aufenthaltsqualität ermögliche. Voraussetzung sei, dass er genutzt, mit Leben erfüllt und pfleglich behandelt werde. Das bei ihm bekundete Interesse an Geschäftsräumen und Ladenlokalen am Donatusplatz direkt nach der Einweihung bestärke ihn in der Absicht, die Neugestaltung der Fußgängerzone mit Potenzial für Gastronomie, Märkte und Läden und mehr Aufenthaltsqualität weiter voranzutreiben. Ziel sei ein zeitnaher Maßnahmenbeginn in 2027. Eine starke Innenstadt brauche aber auch tatkräftige Akteure mit kreativen Ideen, die gemeinsam denken, werben und handeln. Bürgermeister und Stadtführung alleine könnten das nicht stemmen.Eine Wiederbelebung des HGV sei da sehr hilfreich. Sein Appell, die Stadt noch lebenswerter und sauberer zu machen, ging aber auch an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger. Es gelte, schon den Kindern beizubringen, den Müll nicht fallen zu lassen oder sogar aufzuheben, die Verursacher anzusprechen und nicht wegzusehen.

Sein Schlusswort: „Hermeskeil ist nicht perfekt. Aber es ist unsere Stadt. Wenn wir weniger schimpfen und nicht alles Schlechte in den Vordergrund stellen (vor allem in social Media), aber Probleme klar benennen, ohne den Mut zu verlieren, wenn wir Verantwortung nicht delegieren, sondern übernehmen, dann wird dieses Jahr ein gutes Jahr für Hermeskeil. Jammern allein hat noch Niemanden vorangebracht. „Dauermeckern“ ist keine Reparaturanleitung. Wenn wir immer nur über den Regen schimpfen, aber keinen Schirm aufspannen, bleiben wir eben nass.“

Neben der Stadtkapelle sorgten die MKN Dance Studios und die MK Kampfsportschule mit beeindruckenden und unterhaltsamen Vorführungen für Auflockerung und Kurzweil. Die Tanzstudios aus Saarlouis mit Schwerpunkt Hiphop haben inzwischen auch Angebote in Hermeskeil. Auch wenn auf der Bühne nur Kinder und Jugendliche aktiv waren, gibt es auch Angebote für Erwachsene. Die Kampfsportschule bietet Kun-Tai-Ko-Karate und Kickboxen an. (BäR)