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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 30/2026
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Alter Platz, sommerliche Temperaturen, und Drohnenshow

Nachlese zur diesjährigen Stadtwoche

Es war die erste Stadtwoche, die der Beigeordnete Edgar Brei und sein Beirat alleinverantwortlich zu stemmen hatte. War in so manchen Jahren die Stadtwoche geprägt vom Zickzackkurs des Sommerwetters, schien Petrus in diesem Jahr wieder gnädig gestimmt. Das Zelt war guter Sonnenschutz und die Betreiber der Fahrgeschäfte und Stände waren zufrieden. Allseits gelobt wurde die gute Organisation und das durchgängige Musikangebot mit tollen Bands.

Des einen Freud – des anderen Leid! Die Stadtwoche war in diesem Jahr vom Wettergott wahrlich gut bedacht worden. Lediglich einige Gewitterschauer am frühen Freitag Abend sorgten für etwas Abkühlung. Bei hochsommerlichen Temperaturen viel so manchem aber die Entscheidung Freibad oder Festplatz auch bei 150 Liter Freibier schwer. Der Platz war zum Start des Festes zwar gut gefüllt, aber im Laufe der Woche konzentrierte sich der Festbesuch eher auf die Abendstunden.

Das von verschiedenen Lehreinrichtungen, dem TVH und dem Feuerwehrmuseum mitgestaltete Kinder- und Familienprogramm am Dienstagnachmittag wurde gut angenommen. Die Stationen im Zelt mit Becher bunt gestalten, Kinderschminken, Malen und der Zaubershow mit „LiLaLucy“ und die Wasserspiele am Feuerwehrmuseum waren gut besucht. Der Andrang an den Fahrgeschäften war trotz ermäßigter Preise überschaubar. Fotos: Melina Kast beim Becher basteln,Finn Frings beim Spiel „4 gewinnt“ allerdings ohne Konkurrenz!

Der regionale Abend am Mittwoch begann mit der Prämierung der Mitmachaktion „Gemeinsam für ein sauberes & schönes Hermeskeil. 23 Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Firmen und Organisationen waren dem Aufruf des Stadtbürgermeisters gefolgt, Hermeskeil durch gezielte Aktionen schöner zu machen (Einzelheiten dazu in einem gesonderten Bericht). Das Programm beschloss die Coverband „New Vintage“.

Ungebrochener Zugmagnet war am Donnerstag der „Tag der ehemaligen Garnison“. Bereits in der Nacht brachten Spezialtransporter das schwere Gerät auf den Platz. Die Aufstellung wurde erschwert, da zwei Pkw-Besitzer die Sperrung des Platzes nicht beachtet hatten. In einer Kooperation von Artillerieschule und -lehrbataillon 345 aus Idar-Oberstein, Wehrtechnische Dienststelle Trier, Luftlandebrigade 1 Saarlouis, Polygone Coordination Center, Luftwaffe vom Erbeskopf, Reservistenverband und US-Streitkräften präsentierte man eine beeindruckende Geräteschau mit Vorführungen und hautnaher Besichtigungsmöglichkeit. Großer Andrang auch zur Mittagszeit beim traditionellen Erbseneintopf, diesmal von der Reservistenkameradschaft. 600 Portionen warteten auf die hungrigen Mäuler. Parallel dazu fand ein Ehemaigentreffen stattdas auch einen Ausflug in die ehemalige Wirkungsstätte beinhaltete. Den Tag beschlossen Band und Chor der „US Army Europe and Africa“ (USAREUR-AF). Die Organisation, die sich immer wieder neu aus Soldaten zusammensetzt, dient als musikalischer Botschafter der Armee und tritt international auf. Ein Glücksfall für Hermeskeil, dass sie zum „Tag der ehemaligen Garnison“ (übrigens kostenlos!) zugesagt haben. Der Platz vor der Tribüne war voll, als sie ein wahres musikalisches und choreografisches Feuerwerk zündeten, das das Publikum vom ersten Augenblick an in den Bann zog und mitriss. Choristen und Instrumentalisten – einzeln Topkünstler – schmolzen gemeinsam zu einer homogenen Einheit zusammen. Sie boten mit einer kleinen Pause eine zweistündige Nonstop-Show der Spitzenklasse, rissen das Publikum von den Bänken und vermischten sich mit ihm zum Rock´n Roll vor der Bühne.

Drangvolle Enge herrschte am Sonntag in der Fußgängerzone und der Kunickerstraße. 207 Old-/Youngtimer – teils im Wechsel – und 15 Mopeds/Motorräder hatten die Organisatoren aufgefahren. Überwogen auch die Youngtimer, waren doch wieder einige Schätze aus vergangenen Zeiten zu bestaunen. Mit einem Ford Modell T-Touring Baujahr 1915 war der älteste Oldtimer auf dem Platz. Den ganzen Tag über wurde auf dem renovierten Bouleplatz im Stadtpark ein Turnier ausgetragen (siehe Extrabericht). Rockmusik mit „Timetravel“ und eine Drohnenshow, von der sich mancher Zuschauer mehr erhofft hatte, beendeten das Fest am zweiten Sonntag bei bestem Wetter und vollem Platz.

Am Freitag, 24.07. ab 13 Uhr wird das Zelt abgebaut. Das Orga-Team würde sich freuen, wenn viele kräftige Hände mit anpacken würden. (BäR)