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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 31/2020
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Es geht weiter im Hermeskeiler Klösterchen

Geistliches Zentrum bleibt bis 2024

Nach der Auflösung des Franziskanerklosters Hermeskeil im Jahr 2016 bauten die Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft (INFAG), das Bistum Trier und die Pfarrei St. Franziskus Hermeskeil auf der Linie der Synode des Bistums ein Geistliches Zentrum auf. Das Projekt, in dem Ordensgemeinschaften aus Waldbreitbach, Dillingen/Donau, München sowie Luxemburg zusammenarbeiten, wird nun verlängert.

Nach einem Aufruf der INFAG an alle franziskanischen Gemeinschaften in ganz Deutschland stellten drei Schwesterngemeinschaften je eine Schwester (Franziskanerinnen von Sießen, Waldbreitbacher Franziskanerinnen und Dillinger Franziskanerinnen) bereit. Die Gemeinschaft nahm am 30. September 2017 ihren Dienst in Hermeskeil auf. Bereits Ende Oktober 2019 wurde eine Schwester (Franziskanerin von Sießen) wieder abgezogen, da sie eine Aufgabe in der eigenen Gemeinschaft übernehmen musste. Sr. Eva-Maria Durchholz (Waldbreitbacher Franziskanerin) leitet das Projekt. Die zwei verbleibenden Schwestern, Sr. Beate Kless und Sr. Dorothea-Maria Slabschie, erfüllen seitdem im Sinne von Franziskus und Clara, in der Nachfolge Jesu ihren Dienst im Klösterchen. Wie für den hl. Franziskus und den hl. Martin ist auch für sie die Kraftquelle das tägliche Gebet. Sie sind offen für alle, die das Abenteuer mit Gott suchen und freuen sich auf die Begegnung im Rahmen der verschiedenen Angebote.

Am 17. Juli haben nun die Verantwortlichen bekannt gegeben, dass das „Interfranziskanische Geistliche Zentrum“, angesiedelt im Klösterchen in Hermeskeil, bis August 2024 verlängert wird. So können die Aufgaben, die sich die Projektverantwortlichen gestellt haben, fortgeführt werden. Dies sind im besonderen die franziskanische Geschwisterlichkeit in einer multikulturellen Gesellschaft, das Bemühen um die Bewahrung der Schöpfung, die Suche nach Frieden und Gerechtigkeit als franziskanische Antworten auf Probleme dieser Zeit. Die Themen sollen „geschwisterlich vernetzt“ zwischen franziskanischen Gemeinschaften, Ordenschristen und Laien verlebendigt werden. Das Klösterchen mit seiner langen franziskanischen Ausstrahlung, mit hoch engagierten Christinnen und Christen, aber auch Suchenden im Umfeld und mit einer guten Kooperation von Ortskirche, Diözese und Ordensgemeinschaften sei dafür ein wichtiger Ort.

Mechthild Schabo, die den Bereich „Pastoral und Gesellschaft“ im Bischöflichen Generalvikariat leitet, hebt den Auftrag der Diözesansynode hervor, geistliche Zentren in Zusammenarbeit mit den Orden und Gemeinschaften zu fördern. Dieses Anliegen sei hier gelungen, in einem bemerkenswerten Zusammenspiel von mehreren franziskanischen Gemeinschaften, der Pfarrei und dem Bistum, unterstützt durch den Förderverein und die Vielen, die diesem geistlichen Ort in Hermeskeil verbunden sind. Aus diesem Grund führe das Bistum das Projekt gerne für vier weitere Jahre fort. Die Verantwortlichen betonten jedoch gleichzeitig, dass mit der Entscheidung zur Fortführung das Projektende auf spätestens 2024 festgelegt wurde.

Kerstin Schmitz-Stuhlträger, die Vorsitzende des Fördervereins Klösterchen Hermeskeil, dankt den Kostenträgern für die Entscheidung, das Projekt vier weitere Jahre zu unterstützen. Hinsichtlich des Projektendes drückt sie die Hoffnung aus, dass sich zu diesem Zeitpunkt die neue Pfarrei im Rahmen der Bistumsreform gebildet hat, zumindest die Klosterkirche erhalten bleibt und der franziskanische Geist fortgeführt wird.

Auch die Angebote des geistlichen Zentrums waren durch die Verordnungen zur Coronapandemie zum Erliegen gekommen. Ab 09. August beginnen sie nun wieder mit einem Gottesdienst im Freien. Details entnehmen sie bitte den Ankündigungen bei den kirchlichen Nachrichten. (BäR)