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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 34/2026
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Grimburg wählt am 25. 10. einen neuen Bürgermeister/in

Haushalt 2026 verabschiedet – Grundsolide Finanzen der Gemeinde

Bekanntlich hat der bisherige Ortsbürgermeister von Grimburg, Armand Seil, vor drei Wochen sein Amt niedergelegt. Somit ist eine Neuwahl des Ortsbürgermeisters oder einer Ortsbürgermeisterin notwendig. Am vergangenen Donnerstag hatte der 1. Beigeordnete Tobias Schömer den Gemeinderat zu einer Sitzung ins Bürgerhaus eingeladen. Neben der Terminfindung für eine Neuwahl stand auch der Haushalt 2026 auf der Tagesordnung.

Nach der Begrüßung des Rates und der zahlreichen Zuhörer durch Tobias Schömer standen die Informationen des 1. Beigeordneten auf der Tagesordnung. Zunächst dankte er Armand Seil für die geleistete Arbeit. Im August finden in Grimburg zwei Termine statt. Am 22. und 23. feiert die freiwillige Feuerwehr ihr 100jähriges Bestehen und am 29. wird die neue Traumschleife eingeweiht. Tobias Schömer wies auf die wachsende Gefahr von Bränden im Wald und in der freien Natur hin, Anlass war ein Feuer am Waldrand vor zwei Tagen, das die Feuerwehr aber sofort im Griff hatte. Die Neuwahl eines Ortsbürgermeisters/in findet auf Vorschlag der Verwaltung am Sonntag, den 25. Oktober statt, eine evtl. Stichwahl am 08. November, Briefwahl ist möglich. Die Frist für die Einreichung von Wahlvorschlägen endet am 7. September um 18 Uhr.

Wegen des neuen Forsteinrichtungswerkes war eine Eilentscheidung notwendig, da man versäumt hatte, rechtzeitig einen Beschluss im Rat zu fassen, ansonsten wären Zuschüsse des Landes verloren gegangen. Die Kosten für dieses FEW belaufen sich auf 45.000 Euro und werden in voller Höhe erstattet. Aus dem Jahr 2025 werden Haushaltsermächtigungen für laufende Ausgaben und Investitionen in Höhe von 120.000 Euro ins Jahr 2026 übertragen, neue Beschlüsse sind somit nicht notwendig.

Haushaltssatzung und Haushaltsplan 2026

Im Anschluss trug Kai Rosar von der VGV den Haushalt für das laufende Jahr 2026 vor, ein Zahlenwerk von 127 Seiten. Der Ergebnishaushalt schließt mit einem Minus von rd. 84.000 Euro ab, der Finanzhaushalt ist mit 56.100 Euro ebenfalls negativ. Diese beiden Zahlen sagen aber nichts über die finanzielle Situation der Gemeinde aus, da man über ein „Sparbuch“ zum 31. 12. 2026 von 310.000 Euro verfügt. Hinzu kommt, dass in den nächsten Jahren die Einnahmen aus der Windkraft steigen werden, zurzeit sind weitere WKA auf der Gemarkung Grimburg im Bau. In 2026 werden schon 168.000 Euro erwartet, abzüglich 32.500 Euro Solidaritätsfond. Ab dem Jahr 2029 wird mit jährlichen Einnahmen von rd. 370.000 Euro gerechnet, natürlich abzüglich des 25prozentigen Solidarbeitrags an die VG. In der Zwischenzeit fließen immer wieder Erträge, sodass die Gemeinde finanziell auf guten Füßen steht. Die genauen Zahlen befinden sich auf Seite 32 des Haushaltsplans und können im Internet eingesehen werden. Zum Ende des Jahres hat die Gemeinde lediglich Kredite von rd. 70.000 Euro, pro Kopf also 150 Euro, Liquiditätskredite stehen keine zu Buche. An Einnahmen fließen an Grundsteuer 64.000 Euro, der Einkommensteueranteil beträgt 248.000 Euro, an Gewerbesteuer werden 100.000 Euro erwartet, an Umsatzsteuer 26.000 Euro. Die Schlüsselzuweisungen betragen rd. 137.000 Euro. Allerdings müssen an Umlagen an den Kreis 229.000 Euro und an die VG 163.000 Euro abgeführt werden. Größere Investitionen sind nicht vorgesehen, sieht man einmal von 30.000 Euro für die Burganlage Grimburg und 12.000 Euro für Spielgeräte ab, zum Projekt Burg gibt es außerdem eine Verpflichtungsermächtigung von 100.000 Euro. Neben den genannten Investitionen sind aber auch größere laufende Ausgaben zu stemmen, so werden der Sportplatz und das Sportplatzgebäude 40.000 Euro kosten, für die Reparatur von Gemeindesstraßen sind 50.000 Euro vorgesehen. Für die Kita in Gusenburg, die in gemeinsamer Trägerschaft der Gemeinden Grimburg und Gusenburg steht, müssen Zahlungen geleistet werden, allerdings stehen auch noch Erstattungen im Raum, eine recht komplizierte Zahlenkiste, die zu erläutern diesen Bericht sprengen würde. Nach einer kurzen und lebhaften Diskussion im Rat und im Publikum wurde das Zahlenwerk einstimmig verabschiedet.

Fazit der Sitzung: Tobias Schömer hat ruhig und unaufgeregt eine gute Sitzung geleitet. bb