Titel Logo
Rund um Hermeskeil
Ausgabe 35/2018
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Multi-Kulti im Hermeskeiler Mehrgenerationenhaus

Marion Adams las den Kindern eine Geschichte vor, die von Frau Fadna Baser ins Arabische übersetzt wurde

1. Interkulturelles Fest im großen Johanneshaussaal

Interkulturell war alles am vergangenen Sonntag, 26. August beim Fest, zu dem die Pfarrei St. Franziskus, das MGH und der Islamische Kulturverein eingeladen hatte: Die Menschen, das Programm und die kleinen Häppchen, die zwischendurch gereicht wurden.

Ein buntes Treiben herrschte im gut gefüllten großen Saal des Johanneshauses am Sonntagnachmittag, als die Organisatoren das erste interkulturelle Fest eröffneten. Der Termin, so der Vorsitzende des Islamischen Kulturvereins, war in Anlehnung an das islamische Opferfest (in diesem Jahr der 21.August) gewählt. An Eid al-Adha (türkisch: Kurban Bayram) gedenken Muslime der Bereitschaft Ibrahims, seinen Sohn Ismael für Gott zu opfern. Die Geschichte ist auch Christen und Juden ein Begriff - nur die Namen der Protagonisten variieren. Die Einladung zum Fest erfolgte über die Medien aber auch über die Teilnehmer an den verschiedenen Sprachkursen. Im Vorfeld hatte sich unter Federführung von Raphael Klar und Andreas Webel spontan ein kleiner Kinderchor gebildet. Der begrüßte die Gäste mit drei erfrischenden Liedchen. In lockerer nicht abgestimmter Folge fügten sich dann weitere Programmpunkte in den bunten Nachmittag ein. Da wurde zur Freude der Kinder eine Seifenblasenshow auf der Bühne inszeniert und fünf Herren warteten mit orientalischem Gesang auf. Die Leiterin der Stadtbibliothek, Marion Adams, las eine bebilderte Geschichte vor, in der die Tiere über die aus ihrer Sicht wichtigsten Körpermerkmale diskutierten. Am Ende kamen sie zu dem Resümee, dass jeder etwas wichtiges hat und nicht alle alles haben können. Unterstützt wurde Frau Adams von Frau Fadna Baser, die die Passagen in arabischer Sprache vorlas. Interkulturelle Zusammenarbeit boten Heinz Reinert (Klavier) und Raghad Abdulhak (Querflöte). Das Mädchen lernt das Instrument seit vier Jahren und spielt in der Jugendkapelle in Hermeskeil. Bunt gemischt waren auch die angebotenen herzhaften und süßen Häppchen. Die Bandbreite reichte von einheimischem Partygebäck bis zu Köstlichkeiten mit türkischem Honig. Der angebotene arabische Kaffee, gewürzt mit Kardamom, war lecker, aber für den europäischen Gaumen etwas gewöhnungsbedürftig. Vollzogene Integration war nicht nur an der bunten Mischung an den Tischen zu erkennen. Dem Stimmengewirr konnte man entnehmen, dass man sich auch zunehmend der deutschen Sprache zur Verständigung bediente. Dabei konnten an die Kinder und Jugendlichen eindeutig die besseren Noten vergeben werden. (BäR)