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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 35/2026
3 - Aus den Hochwaldgemeinden
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Wälder im Forstamt Hochwald leiden unter der Dürre

Kürzlich zusammengebrochene Buche im Gemeindewald Osburg (Bildnachweis: Sandra Sasse, Landesforsten RLP)

Die extreme Trockenheit setzt den Bäumen zu, die Waldbrandgefahr ist hoch

Vermehrt brechen Äste wegen Trockenschäden ab oder ganze Bäume brechen zusammen. Als Folge der Dürrejahre nehmen diese „waldtypischen Gefahren“ zu, Gefahren also, mit denen der Waldbesucher rechnen muss. Waldbesucher sollten vor allem nach stärkeren Winden achtsam sein und sich entsprechend der aktuellen Waldbrandgefährdung angemessen verhalten. Darauf weist Thomas Vanck, der Leiter des Forstamtes Hochwald eindringlich hin.

Grundsätzlich hat sich der Gesundheitszustand der Wälder in Rheinland-Pfalz in den letzten Jahren tendenziell verschlechtert. Laut Waldzustandsbericht 2025 ist artenübergreifend jeder dritte Waldbaum in Rheinland-Pfalz mittelstark oder stark beschädigt, knapp zwei Prozent sind bereits abgestorben.

Birke und Buche büßen an Vitalität ein

Den westlichen Hunsrück und damit die Wälder im Forstamt Hochwald hat vor allem der Dürresommer 2022 besonders hart getroffen. Obwohl die Witterung der letzten beiden Jahre wieder günstiger für das Waldwachstum war, waren nach wie vor bei allen Baumarten die Folgen zu beobachten. Die derzeitige Dürre verstärkt diese Lage erneut.

In den letzten Wochen haben insbesondere die Birke und die Buche stark an Vitalität eingebüßt. Das ungewöhnlich frühe Verfärben und das Verwelken des Laubes sind in der ganzen Region zu beobachten. Immer mehr Bäume in den Wäldern des Forstamtes zeigen Trockenschäden in Form von absterbenden Ästen oder Kronenteilen. Schadorganismen wie Insekten und Pilze setzen den geschwächten Bäumen vermehrt zu. Äste oder sogar ganze Bäume, die auf den ersten Blick gesund erscheinen und noch grün belaubt sind, können plötzlich zusammenbrechen, wie kürzlich zum Beispiel im Gemeindewald Osburg geschehen (siehe Foto).

Grundsätzlich gilt, dass das Betreten des Waldes auf eigene Gefahr erfolgt. Geht man in den Wald, nimmt man das Risiko also in Kauf von einem herunterfallenden Ast getroffen zu werden. Dies gilt auch für Waldwege, Wanderwege und MTB-Trails.

 

 

Äste fallen vor allem dann herab, wenn sie trocken sind. Wind erhöht die Gefahr des Abbruchs. Deshalb sollte man den Wald bei stärkerem Wind lieber nicht betreten. Generell hilft immer der Blick nach oben in die Baumkronen. Bereiche mit abgestorbenen oder losen Baumteilen sollten gemieden werden.

Waldbrandgefahr

Besondere Vorsicht ist angesichts der mit der Dürre verbundenen Waldbrandgefährdung geboten. Waldbrände werden zum weit überwiegenden Teil vom Menschen verursacht. Leider ist auch immer wieder fahrlässiges Verhalten, wie glimmende Zigaretten oder offenes Feuer, als Ursache festzustellen.