Die Hermeskeiler Kolpingsfamilie hat am vergangenen Sonntagabend im Rahmen der Messe der Solidarität einen weiteren Betrag aus dem Erlös ihrer diesjährigen Theateraufführung gespendet. Nach der Hermeskeiler Tafel und dem Hospizverein überreichte der Vorsitzende Berthold Grenz nun einen Scheck über 1000 Euro an Lisa Webel.
Mit 19 Jahren war die junge Hermeskeilerin nach dem Abitur für 13 Monate nach Uganda gegangen, um dort einen Freiwilligendienst zu verrichten. Im Gottesdienst im Klösterchen stellte sie noch einmal die Schwerpunkte ihrer Arbeit in dem afrikanischen Land vor. In einer Förderschule unterstützte sie Kinder mit geistigen Beeinträchtigungen bei ihren Schularbeiten und beim Malen sowie in der Nachmittagsbetreuung. Daneben half sie in einem lokalen Gesundheitszentrum bei der Ausgabe von Medikamenten, wobei sie die Erfahrung machte, dass die Patienten diese nur mühsam bezahlen konnten. Das trug unter anderem dazu bei, dass sie ihr Konsumverhalten zuhause änderte. Auch heute hält sie noch Kontakt nach Uganda.
Bei der Stadtkapelle, wo man gemeinsam musiziere, sei er mit Lisa Webel ins Gespräch gekommen, berichtete Berthold Grenz. Dass sich die Menschen in Uganda oft nicht die einfachsten Medikamente leisten könnten, habe ihn besonders berührt. Deshalb habe man in der Kolpingsfamilie den Entschluss gefasst zu helfen, wofür Grenz seinen Vorstandskollegen dankte. Bei Lisa Webel wisse man das Geld in guten Händen und sei sicher, dass es in Uganda dort ankomme, wo es notwendig sei.