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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 36/2019
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Den Ernstfall geprobt

Evakuierungsübung an der Grundschule Beuren

Vergangene Woche fand an der Grundschule in Beuren eine große Evakuierungsübung im laufenden Schulbetrieb statt. An der Übung nahmen verschiedene Wehren aus der Verbandsgemeinde Hermeskeil teil. Mit von der Partie waren auch die Polizeiinspektion Hermeskeil und das Rote Kreuz. Die Einsatzleitung lag in Händen von Bernd Nellinger. Auch Verbandsbürgermeister Hartmut Heck konnte sich vom reibungslosen Ablauf der Übung und der Einsatzfähigkeit der Wehrleute überzeugen.

Der Anlass für das Ertönen der Einsatzsirene vergangene Woche in Beuren bezog sich zwar nur auf das Auslösen einer Einsatzübung, aber die täglichen Nachrichten aus dem In- und Ausland zeigen, dass Katastrophen auch schnell zur Realität werden können. Die Feuerwehren aus Beuren, Bescheid, Naurath, Hinzert, Pölert, Rascheid, Geisfeld und Prosterath rückten mit ihren Einsatzfahrzeugen mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn aus, um einen fiktiven Brand an der Grundschule Beuren zu bekämpfen. Durch den Rauch und das Feuer aktivierte Rauchmelder hatten den Alarm ausgelöst. Schnell waren auch ein Einsatzwagen der Hermeskeiler Polizeiinspektion und ein Rettungswagen des Roten Kreuzes, OV Hochwald, vor Ort. Nachdem die Einsatzsirene ertönt war, verließen die Schulkinder, die nicht über die Übung informiert waren, sehr geordnet und unaufgeregt mit ihren Lehrkräften die Klassenräume und hielten sich während der Übung im rückwärtigen Bereich des Schulhofes auf. Für ihr diszipliniertes Verhalten bekamen sie von ihrem Schulleiter Dietmar Knippel und dem ebenfalls anwesenden Verbandsbürgermeister Hartmut Heck im Anschluss an die Übung sehr viel Lob, der betonte, dass in solchen Situationen „Ruhe bewahren“ das erste Gebot sei.

Der fiktive Brandherd war im Bereich der Schulbücherei ausgebrochen. Die insgesamt 34 Feuerwehrleute, die an der Übung teilnahmen, versahen ihren Dienst sehr routiniert, sodass nach kurzer Zeit durch einige Löschtrupps mit mehreren Strahlrohren das Feuer im linksseitigen Bereich des Schulgebäudes bekämpft werden konnte. Das Einsatzfahrzeug „Tragkraftspritze/Wasser“ ist ausgestattet mit einem 800 Liter fassenden Wassertank. Der Brandherd konnte somit erfolgreich bekämpft und das übrige Gebäude geschützt werden. Bei der Übung wurde im Bereich der Schulbücherei durch einen Atemschutztrupp eine angenommene verletzte Person gefunden, die über das Treppenhaus gerettet wurde und dem Rettungsdienst des Roten Kreuzes zur weiteren Versorgung im Rettungswagen übergeben wurde. Ein weiterer Atemschutztrupp konnte im Inneren des Gebäudes das Feuer erfolgreich bekämpfen. Mit der Einsatzleitung war Bernd Nellinger beauftragt, dem ein Einsatzleitwagen zur Verfügung stand. Er zeigte sich genauso wie Verbandsbürgermeister Hartmut Heck mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden und lobte die gute Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten.

Nach der Übung betrieben Feuerwehr, Polizei und Rotes Kreuz aktive Nachwuchswerbung, indem sie an mehreren Stationen ihre Fahrzeuge und ihre persönliche Ausstattung vorstellten sowie geduldig zahlreiche Fragen der Schulkinder beantworteten. (Kö)