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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 36/2019
3 - Aus den Hochwaldgemeinden
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Blühflächenbegehung in Gusenburg

Bei strahlendem Sonnenschein fand letzten Freitag die Blühflächenbegehung in Gusenburg statt. Gemeinsam mit Helga Hofmann, die Entwicklungen der Fläche dokumentiert und die Pflanzen bestimmt, zählten die Teilnehmenden über 50 Arten. Neben Blumen der diesjährigen Saatmischung "Schmetterlings- und Wildbienensaum" haben sich auch Blumen vom letzten Jahr selbst ausgesät. Zudem verbreiten sich die Pflanzen der umliegenden Wiesen gerne auf der Fläche. Auffallend gelb und mit ca. 50% am häufigsten vertreten war dieses Jahr die Wucherblume, die eigentlich eine Ackerblume ist, genauso wie die mit 30% am zweithäufigsten vertretene Kornblume. Als zartere Farbtupfer entpuppten sich die Moschus- und kaukasische Malve, Wilde Möhre und Natternköpfe. Die Teilnehmenden freuten sich über die Vielzahl der Pflanzen, Hinweise zu deren Heilwirkungen und sogar Knabbereien, wie die Samenstände von Melde und Lein.

Die Fruchtstände der Blühfläche bleiben voraussichtlich bis zum nächsten Frühjahr stehen, da sie nun für die heimischen Vögel als Nahrungsquelle dienen. Auch viele Insekten überwintern in den vertrockneten Halmen der Blumen. Im nächsten Jahr werden lediglich die verdorrten Pflanzenteile entfernt, damit die selbstausgesäten Jungpflanzen genügend Sonne abbekommen. Im Laufe der Jahre soll sich die Blühfläche zu einer artenreichen Wiese entwickeln und sich den umliegenden Wiesen eingliedern. Durch die Reduzierung des Mahdrhythmus auf zwei- bis dreimal im Jahr haben heimische Wildblumen eine Chance, sich anzusiedeln.

Ein reger Austausch über die Möglichkeiten, heimische Blühmischungen auch im eigenen Garten anzubringen, rundeten bei kühlen Getränken die Blühflächenbegehung der Regionalgruppe "Blühende Landschaft" ab.