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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 36/2019
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Umfeld des Rascheider Aussichtsturm wird barrierefrei

Langjähriges Gemeinderatsmitglied verabschiedet

Schwerpunkt der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag in der Rascheider Dorfscheune waren die geplanten Gestaltungsarbeiten rund um den Aussichtsturm „Naturparkblick“. Die durch Diplomingenieur Jürgen Bohlander vorgestellte Planung fand die uneingeschränkte Zustimmung der Ratsmitglieder. Zuvor wurde Sandra Eiden als neues Ratsmitglied in ihr Amt eingeführt während Werner Ludwig nach 30 Jahren Mitgliedschaft im Gemeinderat verabschiedet wurde.

Der Bau des Sportplatzes „Auf der Heide“, die Errichtung der Dorfscheune und des Kühlhauses sowie des Jugendraumes waren Projekte die Werner Ludwig in seiner 30-jährigen Zugehörigkeit zum Rascheider Gemeinderat mit auf den Weg gebracht hatte. Ortsbürgermeister Andreas Ludwig würdigte die Leistung von Werner Ludwig und überreichte ihm einen Präsentkorb. Zuvor wurde Sandra Eiden als neugewähltes Ratsmitglied in den Ortsgemeinderat eingeführt.

Schwerpunkt der Gemeinderatssitzung war dann die Vorstellung der Planung der Gestaltungsarbeiten rund um den Aussichtsturm „Naturparkblick“, der von der Karl- und Katharina Heil-Stiftung an die Ortsgemeinde Rascheid gestiftet wird.

Die Gestaltung des umgebenden Raumes „Auf der Heide“ des fast 18 Meter hohen Aussichtsturmes ist Angelegenheit der Ortsgemeinde. Die Planung wurde von Diplomingenieur Jürgen Bohlander aus Birkenfeld dem Gemeinderat und einigen interessierten Zuhörern vorgestellt.

Barrierefreie Umfeldgestaltung des Aussichtsturmes

Das Plangebiet befindet sich südlich der Ortslage in der Gemarkung „Auf der Heide“ oberhalb des Sportplatzes und ist im Grundbesitz der Ortsgemeinde. Der Premiumwanderweg Königsfeldschleife führt direkt am zukünftigen Aussichtsturm vorbei. Die Zuwegung zum Aussichtsturm hat eine Ausbaulänge von 145 und eine Wegbreite von 3,50 Metern und wird als Asphalttragdeckschicht mit seitlichen Banketten ausgebaut. Von den insgesamt fünf PKW-Parkflächen ist einer zur Nutzbarkeit für Menschen mit Behinderung vorgesehen. Ein Schmuckstück ist zweifelsohne die Versorgungsstation die mit einem Elektroschaltschrank mit Steckdosenkombinationen ausgestattet ist. Zur weiteren Ausstattung gehört eine Regio-Box, die mit regionalen Produkten wie Getränke, Wurst, Käse oder Snacks bestückt werden kann. In einem Wanderer-Schrank werden ein Verbandkasten, ein Gästebuch, ein Stempel Königsfelder Schleife und Gläser untergebracht. Für die Radfahrer befindet sich auf der Versorgungsstation eine Schließfachladestation für E-Bikes und ein Fahrradparker zur sicheren Abstellung von vier Fahrrädern.

Der barrierefreie Rundweg um den Turm hat eine Länge von 145 und eine Breite von 2 Metern und wird als wassergebundene Decke ausgebaut. In den Rundweg sind zwei Sitzgruppen zum Verweilen mit Bäumen zur Beschattung vorgesehen. Zu einer Aussichtsplattform in Höhe von 2 Metern über Boden führt ein barrierefreier Steg mit einer Länge 13,50 und einer Breite von 3 Metern. Zur ganzjährigen Toilettennutzung wird zum Sportplatz eine Rampe vom Wirtschaftsweg zum Parkplatz des Sportplatzes gebaut. Die Baukosten mit Planung und Vermessung betragen etwa 287.000 Euro, abhängig von der Höhe LEADER-Förderung werden an der Gemeinde ca. 120.000 Euro hängen bleiben. Die vorgestellte Gestaltungsplanung wurde vom Gemeinderat einstimmig gebilligt.

Zum Tagesordnungspunkt „Informationen und Verschiedenes“ informierte der Ortsbürgermeister über rechtliche Bedenken der ADD zum ausgewiesenen Sanierungsgebiet. Ferner konnte Andreas Ludwig berichten, dass der Gemeinde- Ertrag aus dem Gemeindewald sich positiver gestaltet als beim Forstwirtschaftsplan vorgesehen, was einem höheren Einschlag aufgrund des Käferbefalls geschuldet ist.

Zuletzt berichtete der Ortschef über die beginnenden Rodungsarbeiten für den Wegebau des sechsten Windrades im Gemeindewald. (Kö)