Das ehemals größte Eisenhüttenwerk im Hunsrück, der Züscher Hammer, wurde nach mehrjährigem Stillstand wieder in Wert gesetzt. Wasserrad und Wellbaum wurden erneuert, sodass die Besucher jetzt wieder erleben können, wie in vorindustrieller Zeit Eisen produziert und zu einfachen Werkzeugen verarbeitet wurde.
Damals fanden hier viele Arbeiter als Erzgräber, Waldarbeiter, Köhler, Schmiede einen kargen Lebensunterhalt unter sehr harten Arbeitsbedingungen. Der Unternehmer Hauzeur, der das Züscher Werk zu Beginn des 18. Jahrhunderts ausbaute, hatte einige Gastarbeiterfamilienaus seiner südbelgischen Heimat mitgebracht, worauf französische Familiennamen wie Düpont, Collet, Lorang usw. heute noch hindeuten. Aus deren Siedlungen entstanden schließlich die Waldhüttendörfer Neuhütten und Damflos.
Die aktuelle Inwertsetzung kostet ca. 70 000 Euro. Sie wurde ermöglicht durch eine 60% - Förderung aus dem europäischen Programm LEADER, einen 30% - Zuschuss der Stiftung „Zukunft in Trier-Saarburg“ sowie den 10 % - Eigenanteil des Projektträgers VG Hermeskeil. Ausgeführt wurden die handwerklich anspruchsvollen Arbeiten durch die Firma Holzbau Kohn aus Saarburg.
Betreut wird das Denkmal von 10 ehrenamtlich Aktiven des Fördervereins Züscher Hammer, die sonntägliche Besichtigungen ermöglichen und nach Buchung über die Tourisinformation Hermeskeil Führungen über das Gelände sowie Vorführungen des Schmiedehammers anbieten. Wir freuen uns auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher – für Musik und Speis und Trank ist gesorgt.
Parkhinweis: Am Mühlenberg und am Sportplatz Züsch – dann 700 m Fußweg.