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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 36/2026
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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Weihnachten startet im August

Das Verpackungsteam im Einsatz

Marco Ringel (li) und Christoph Ludwig präsentieren ihre Weihnachtskalender

 

 

Bei hochsommerlichen Temperaturen Schneekristalle in der Hermeskeiler Wichtelwerkstatt

Während die meisten Menschen im August Abkühlung im Schwimmbad oder im Schatten suchen, läuft in Hermeskeil die Weihnachtsproduktion auf Hochtouren. Bei hochsommerlichen Temperaturen verwandelt sich eine Halle in eine echte Wichtelwerkstatt. Hier entstehen keine gewöhnlichen Adventskalender, sondern eine ganz besondere Überraschung für die Vorweihnachtszeit, die komplett ohne Schokolade auskommt.

Hinter der außergewöhnlichen Aktion stecken die beiden Hobbyimker Marco Ringel und Christoph Ludwig mit ihrem Startup „24 bricks to Xmas“. Was einst als kreative Idee unter Freunden begann, hat sich längst zu einem echten Mammutprojekt entwickelt. Dass die beiden Gründer in ihren Hauptberufen eigentlich in ganz anderen Welten unterwegs sind, so ist Marco Ringel Lehrer und Christoph Ludwig Zimmermeister, schadet überhaupt nicht. Rund 19.000 kleine Präsente müssen bis zum Herbst sortiert und verpackt werden, da ist berufliches Organisationsgeschick und praktische Erfahrung von großer Bedeutung. Weil diese enorme Menge logistisch eine riesige Herausforderung darstellt, wird die heiße Phase der Produktion mitten in den Sommer gelegt.

Zwar hat die extreme Sommerhitze der vergangenen Wochen inzwischen spürbar nachgelassen und der Spätsommer hält allmählich Einzug, doch in der Halle geht die Arbeit ununterbrochen weiter. Mit viel Herzblut und Anpackgeist beweisen die beiden mit ihren Helfern einmal mehr, dass die Vorfreude auf das Weihnachtsfest keine Jahreszeit kennt. Damit das Team, das aus Familie und Freundeskreis besteht, in festliche Stimmung kommt, greifen die Gründer zu kreativen Mitteln. In der Packhalle läuft weihnachtliche Musik in Dauerschleife, während künstliche Schneekristalle für das passende Ambiente sorgen. So verpacken die Hochwald-Wichtel im Akkord Geschenke, die später in ganz Deutschland fürFreude und leuchtende Augen sorgen sollen. Das ganze Jahr über hinweg werden Produkte entwickelt, getestet, ausgewählt und tausende Geschenkboxen vorbereitet. Die beiden haben eine eigene Produktionsstraße entwickelt. Nach dem 24 Bricks to Xmas-Konzept werden die unterschiedlich großen 24 Boxen Schicht für Schicht in die große Adventskalender-Box eingesetzt. So entsteht dann das besondere Unboxing-Erlebnis, das die Kalender so einzigartig macht. Christoph Ludwig und Marco Ringel legen Wert darauf dass bei ihren Adventskalendern nichts von der Stange kommt. Sie entwickeln jedes Jahr neue Konzepte, entwerfen die Kalender, gestalten die Verpackung und wählen jede Überraschung selbst aus. Angefangen hat alles mit einem speziellen Kalender für Imker und Bienenfreunde. Inzwischen wurde das Sortiment deutlich erweitert. So gibt es maßgeschneiderte Adventskalender für Wanderer und Outdoor-Fans, eine eigene Edition für Hundehalter sowie eine humorvolle Variante für Liebhaber des Schrottwichtelns.

Das Adventskalender- und Verpackungskonzept wird durch einen Eintrag beim Patent- und Markenamt europaweit geschützt. Nach eigenen Angaben war dieser Schritt notwendig, da es in der Vergangenheit bereits mehrere Nachahmer gab. Das Besondere an den Kalendern sind ihre unkonventionellen Themen. Um die Vorfreude nicht zu verderben halten die Gründer den genauen Inhalt der Boxen bis zum Schluss streng geheim. Bevor ein Adventskalender das Lager verlässt, wird er sorgfältig kontrolliert und für den Versand vorbereitet. Erst wenn alles perfekt ist macht er sich auf den Weg zu seinem neuen Besitzer. Vertrieben und vorbestellt werden die Kalender über die eigene Plattform 24-Bricks.com, wobei der Versand um den 1. Oktober herum startet. Wenn im Dezember das erste Türchen geöffnet wird, steckt in jedem einzelnen Päckchen auch ein gutes Stück Arbeit und Fleiß aus dem sommerlichen Hochwald. (Kö)