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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 36/2026
3 - Aus den Hochwaldgemeinden
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Konzert mit jiddischen und sephardischen Liedern

Konzertmatinee am Sonntag, 6. September 2026 in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur laden am Sonntag, 6. September 2026 die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und das mosel musikfestival zu einer Konzertmatinee in die Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert ein.

Um 11 Uhr präsentieren die israelische Mezzosopranistin Shai Terry und der englische Gitarrist Russell Poyner ein festliches Konzert mit jiddischen und sephardischen Liedern sowie Werken jüdischer Komponisten in hebräischer Sprache. In ihnen begegnen sich Liedtraditionen: mal melancholisch, mal voller Witz, nah an den Seelen der Menschen, die sie über Jahrhunderte weitertrugen. Ein musikalisches Erlebnis, das kulturelle Grenzen überwindet, die Seele berührt und Vielfalt und Lebendigkeit jüdischer Kultur feiert.

Tickets zu diesem Konzert können nach dem "Pay what you want"-Modell erworben werden; das heißt: Besuchende entscheiden selbst über ihre Kartenpreise. Dieses Konzept soll allen Interessierten den Konzertbesuch ermöglichen. Jeder Beitrag ist eine wertvolle Anerkennung der Kunst und hilft, Musik für alle zugänglich zu machen. Wer darüber hinaus als Käufer oder Käuferin bei diesem Modell mehr geben möchte, kann dies als ein zusätzliches Zeichen der Solidarität und Unterstützung tun. Der Erlös unterstützt die Arbeit des Mosel Musikfestivals und des Fördervereins Gedenkstätte KZ Hinzert.

Weitere Informationen und die "Pay what you want"-Tickets zu diesem Konzert gibt es über das Festivalbüro - Telefon: 06531-5000-95, per E-Mail an karten@moselmusikfestival.de, online über den Ticketshop https://www.ticket-regional.de/events_info.php?eventID=254480 - und persönlich in den 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional, telefonisch unter 0651-9790777.

Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert bestand von 1939 bis 1945. Es war zunächst Polizeihaftlager und SS-Sonderlager und damit ein "Arbeitserziehungslager" für im NS-Sinne 'straffällig gewordene' Westwall-Arbeiter. Ab Juli 1940 Konzentrations-Stammlager, waren hier bis März 1945 mindestens 10.000 Männer aus von der Wehrmacht besetzten Ländern, darunter 100 jüdische Häftlinge, sowie west- und osteuropäische Zwangsarbeiter, Fremdenlegionäre und sog. Eindeutschungspolen inhaftiert.

Das Lager bestand bis März 1945, als es kurz vor Anmarsch amerikanischer Truppen teilweise geräumt wurde. Die meisten Gefangenen wurden zu Fuß unter Bewachung auf einen Todesmarsch zum KZ Buchenwald geschickt.

Gesichert sind aufgrund der Forschungen mindestens 321 Todesfälle im Hinzerter KZ. Es konnten aber nach Kriegsende nicht alle Opfer gefunden werden.