Am letzten Augustwochenende stand Hermeskeil ganz im Zeichen des Agility-Sports. Die Ortsgruppe Hermeskeil und Umgebung des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV) war am 29. und 30. August Gastgeber der SV-Agility-Deutschen Meisterschaft 2026 und des anschließenden Bundesliga-Finales. Die Veranstaltung brachte hochklassigen Hundesport und zahlreiche Sportlerinnen und Sportler mit ihren Vierbeinern in die Region.
Agility ist weit mehr als ein schneller Lauf durch einen Hindernisparcours. Mensch und Hund müssen als eingespieltes Team funktionieren. Geschwindigkeit, Konzentration, Präzision und vor allem gegenseitiges Vertrauen entscheiden darüber, ob ein Lauf erfolgreich endet. Schon kleinste Fehler oder Bruchteile einer Sekunde können dabei über Sieg und Platzierung entscheiden.
Bei der Deutschen Meisterschaft gingen die besten Teams an den Start und kämpften um die begehrten Titel in den verschiedenen Größen- und Leistungsklassen. Die Zuschauer erlebten schnelle und anspruchsvolle Läufe, bei denen es auf perfektes Timing und eine klare Kommunikation zwischen Mensch und Hund ankam.
In der Klasse Large setzte sich Petra Machauer mit Crazy Seven of Nine von RazzFazz (DSH) durch. Auf den weiteren Podestplätzen folgten Beate Glöde mit Antonia von RazzFazz (DSH) und Karin Gutsche mit Fight vom Traunsteinblick (DSH). In der Klasse Intermediate ging der Sieg an Monika Wittgenstein mit Momo (AUS).
Bei Midi gewann Jasmin Becker mit Yuma (SHS). Den zweiten Platz belegte Michael Roland mit Rüdiger (SHS), Dritte wurde Regina Roland mit Hannes (SHS). In der Klasse Small sicherte sich Marieke Oversteegen mit Tito (PZ) den Deutschen Meistertitel. Silber ging an Bärbel Wübbeling mit Mine (PRT), Bronze an Christel Bauer mit Yona (PAP).
Damit fanden zwei intensive Wettkampftage in Hermeskeil ihre ersten großen Entscheidungen. Hinter den erfolgreichen Läufen stehen für alle Teilnehmer zahlreiche Trainingsstunden und eine enge Zusammenarbeit mit ihren Hunden. Jeder Lauf war Ausdruck des Zusammenspiels von Mensch und Tier.
Nach der Deutschen Meisterschaft stand mit dem Bundesliga-Finale 2026 am zweiten Veranstaltungstag bereits der nächste sportliche Höhepunkt auf dem Programm. Die qualifizierten Mannschaften traten an, um den Saisonerfolg endgültig für sich zu entscheiden.
Auch hier waren Nervenstärke, Tempo und Präzision gefragt. Die Mannschaften lieferten sich spannende Duelle, bei denen bis zum letzten Lauf um jede Platzierung gekämpft wurde. Für die Zuschauer bedeutete dies ein Wochenende mit zahlreichen sportlichen Höhepunkten und jeder Menge Spannung.
Im Bundesliga-Finale setzte sich schließlich die OG Mallendarer Berg (LG 10) durch und sicherte sich den ersten Platz. OG Blaubeuren (LG 13) belegte Rang zwei, auf dem dritten Platz folgte OG Heilbronn 1 (LG 13).
Ein solches Sportwochenende wäre ohne zahlreiche Helferinnen und Helfer nicht möglich. Ein besonderer Dank gilt daher der SV OG Hermeskeil für die Organisation und Durchführung der beiden hochkarätigen Wettbewerbe. Auch den Richtern sowie allen weiteren Beteiligten gebührt Anerkennung für ihren Einsatz und den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.
Für Hermeskeil war das Wochenende damit nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern zugleich eine Gelegenheit, den Agility-Sport auf höchstem Niveau vor heimischem Publikum zu präsentieren. Die zahlreichen schnellen Läufe, spannenden Entscheidungen und die sichtbare Begeisterung von Mensch und Hund machten die beiden Veranstaltungstage zu einem besonderen Erlebnis.
Am Ende standen die Sieger und Platzierten im Mittelpunkt. Doch ebenso verdient die Leistung aller Teams Anerkennung, die bei der Deutschen Meisterschaft und im Bundesliga-Finale an den Start gingen. Denn hinter jedem Lauf stehen Training, Disziplin und vor allem die besondere Verbindung zwischen Hund und Mensch. (LeWe)