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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 36/2026
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Investitionen in Jugend, Vereine und Infrastruktur

Ortsgemeinderat Neuhütten stellte einige Weichen

Die jüngste Sitzung des Ortsgemeinderates Neuhütten am 27. August war geprägt von zahlreichen Vorhaben und den zugehörigen Auftragsvergaben. Im Mittelpunkt standen vorwiegend Investitionen in Jugend, Vereine und die gemeindliche Infrastruktur.

Der Jugendraum Neuhütten hat sich in den vergangenen zwei bis drei Jahren wieder gut gemausert. Mittlerweile finden dort wieder zahlreiche Veranstaltungen und Partys statt. Das Konzept stößt offenbar auch außerhalb der Gemeinde auf Interesse – so informierte sich nach Aussage von Ortsbürgermeister Peter Koltes auch die Stadt Hermeskeil, bevor das Projekt im MGH anlief, darüber. Nun sollen die Nasszellen des Jugendraums erneuert werden. Dafür stellte der Gemeinderat bis zu 20.000 Euro bereit. Der Ortsbürgermeister soll noch weitere Angebote einholen und anschließend den Auftrag bis zu dieser Obergrenze vergeben.

Auch im Ortsteil Muhl wird in die Jugend investiert: Der Spielplatz soll neue Spielgeräte erhalten. Dafür stehen 10.000 Euro zur Verfügung. Bei der Auswahl wurden die Eltern einbezogen und eine Priorisierung der Wünsche vorgenommen. Die weitere Planung und Koordination übernimmt der Erste Beigeordnete Patrick Jakobs.

Tennisplätze sorgen für Diskussion

Für eine intensivere Debatte sorgte der Antrag des Tennisvereins zur Sanierung der Tennisanlage im Fraubachtal. Das derzeit vorliegende Angebot beläuft sich auf rund 130.000 Euro. Der Verein setzt nach einer längeren „Flaute-Phase“ wieder verstärkt auf Mitgliedergewinnung und den Ausbau der Jugendarbeit. Eine kommunale Beteiligung ist für die geplante Sportstättenförderung entscheidend. Der Züscher Gemeinderat hatte bereits im Juni eine Beteiligung von 15 Prozent beschlossen. Nun sollte auch Neuhütten einen entsprechenden Beschluss fassen. Die beiden Ortsgemeinden sind gemeinsame Eigentümer der Anlage.

Der Neuhüttener Rat beschloss schließlich einstimmig, sich mit bis zu 15.000 Euro an der Sanierung zu beteiligen. Da noch keine abschließende Kostenaufstellung vorliegt, soll nach Eingang belastbarer Zahlen gegebenenfalls erneut beraten werden.

Sportlerheim und Bürgerhaus

Das benachbarte Sportlerheim des FC Züsch-Neuhütten soll nach dem Ausfall der Heizanlage energetisch modernisiert und für die Zukunft gerüstet werden. Geplant sind unter anderem eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und eine neue Heizung. Die Ortsgemeinden Züsch und Neuhütten wollen sich jeweils mit bis zu 15.000 Euro an der Maßnahme beteiligen. Der Gemeinderat attestiert beiden Vereinen, eine sportliche und kulturelle Bereicherung für die Ortsgemeinden zu sein. Zugleich verbindet er die finanzielle Unterstützung mit der Erwartung, dass sich die Vereine aktiv in das örtliche Gemeinschaftsleben einbringen – beispielsweise bei der Kirmes.

Beim Bürgerhaus steht dagegen die Beleuchtung im Fokus. Alte Leuchtmittel sollen im Rahmen eines Westnetz-Förderprogramms durch LED-Technik ersetzt werden. Verbessert werden soll außerdem die Beleuchtung rund um das Bürgerhaus. Insbesondere der Fußweg vom Parkplatz zum Bürgerhaus ist derzeit bei Dunkelheit nur unzureichend ausgeleuchtet. Nach Einschätzung des Rates besteht dadurch auch eine Unfallgefahr. Vorgesehen sind drei zusätzliche Straßenlaternen. Die Stromleitung soll in Eigenleistung verlegt werden; dabei sollen Synergien mit einem ohnehin geplanten Baggereinsatz genutzt werden.

Weitere Projekte

Weiter auf der Agenda steht die Erneuerung des Buswartehäuschens an der Dollbergstraße/Schulstraße. Die Maßnahme soll 2027 umgesetzt werden, die Planung soll bereits jetzt vorangetrieben werden. Fördermöglichkeiten über den LBM werden geprüft. (LeWe)