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Ausgabe 36/2026
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Beuren hat gewählt

Marco Adams übernimmt mit klarem Auftrag

Die Bürgerinnen und Bürger von Beuren haben am Sonntag entschieden: Mit einer überwältigenden Mehrheit von 93,5 Prozent der abgegebenen Stimmen wählten sie Marco Adams zu ihrem neuen Ortsbürgermeister. Der 52-Jährige war als einziger Kandidat angetreten und kann sich nun über ein deutliches Votum der Dorfgemeinschaft freuen.

Die Wahlbeteiligung lag bei beachtlichen 71,9 Prozent – ein Wert, der in Zeiten sinkender Wahlfreude vielerorts bemerkenswert ist. Die offizielle Bestätigung des Ergebnisses folgt am 1. September um 18 Uhr bei einer öffentlichen Sitzung des Wahlvorstands im Bürgerhaus Beuren.

Adams tritt die Nachfolge von Harald Schmitt an, der sein Amt im Juni nach zweijähriger Amtszeit niedergelegt hatte. Schmitt war damals aufgrund der hohen Belastung zurückgetreten, die das Ehrenamt mit sich bringt – ein Problem, das vielerorts die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten erschwert. In Beuren gelang die Neubesetzung jedoch ohne größere Hürden.

Der neue Ortschef ist in der Gemeinde kein Unbekannter: Adams war zuvor Beigeordneter und arbeitete eng mit der Ersten Beigeordneten Nicole Kaiser zusammen, die seit Schmitts Rücktritt die Amtsgeschäfte führt. Auch künftig setzt Adams auf Kontinuität – und auf Teamarbeit. Bereits vor der Wahl kündigte er an, mit Kaiser eine „Doppelspitze“ bilden zu wollen. Die Aufgaben sollen künftig je zur Hälfte zwischen beiden aufgeteilt werden.

„Wir haben vor zwei Jahren von der Bürgerschaft einen Auftrag bekommen. Nach dem Rücktritt von Harald Schmitt war für uns klar, dass wir jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Verantwortung übernehmen“, erklärte Adams noch vor der Wahl. Die enge Abstimmung mit Nicole Kaiser sei dabei zentral: „Wir kennen die Arbeit und werden auch in Zukunft als Team funktionieren.“

Am Tag nach der Wahl zeigte sich Adams sichtlich bewegt von dem Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde. „Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern von Beuren und Prosterath für dieses großartige Ergebnis und die hohe Beteiligung. Das ist für mich ein klares Zeichen, was die Menschen hier bewegt – und dem möchte ich gerecht werden.“

Der 52-Jährige, der sich selbst als „Ur-Beurener“ bezeichnet, lebt mit seiner Tochter im Ort, arbeitet hauptberuflich in der Verwaltung eines Elektrikerbetriebs in Luxemburg und bewirtschaftet nebenbei einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb mit Pferden und Rindern. Seit mehreren Jahren engagiert er sich bereits im Gemeinderat – nun übernimmt er die Verantwortung für das ganze Dorf. (LeWe)