Start des Wetterballons auf dem Schulhof. Bild: Holger Sonnabend
Foto aus der Sonde in großer Höhe
Am vergangenen Dienstag ließ die Wetterballon AG des GymHerms nach über einem Jahr Planung und Arbeit erfolgreich ihre Sonde in die Höhe steigen. Damit wurden sowohl Wetterdaten aufgezeichnet als auch atemberaubende Fotos aus gigantischer Höhe gemacht.
Wem am vergangenen Dienstagvormittag ein weißer Ballon über Hermeskeil aufgefallen ist, der hat wohl den Wetterballon des Gymnasiums Hermeskeil gesichtet.
Unter der Leitung von Herrn Puhl und Herrn Dr. Schillo planten in der Wetterballon AG zehn Schülerinnen und Schüler seit über einem Jahr, wie genau sie den Wetterballon in die Luft schicken wollen. Bei ihren Treffen entschieden sie sich, sowohl eine Kamera als auch verschiedene Messgeräte in die Sonde einzubauen. Damit wurden während des Flugs Daten wie Ozonwerte, UV-Strahlung, Temperatur, Luftdruck und Ähnliches gemessen. In der AG bauten die Schülerinnen und Schüler einerseits die Sonde selbst, zudem wurden aber auch Sensoren eigenständig gebaut und teilweise programmiert.
Am Dienstag, dem 1.9., passte dann endlich das Wetter, um den Ballon in der großen Pause auf dem Schulhof vor den Augen der faszinierten Schulgemeinschaft steigen zu lassen. Von dort aus stieg der Ballon fast dreißig km in die Höhe (zum Vergleich: Flugzeuge fliegen meist etwa in 10 km Höhe) und landete etwa drei Stunden nach dem Start mit einem Fallschirm in einem Maisfeld bei Darmstadt, wo er dank eines eingebauten GPS-Trackers gefunden werden konnte. Der Ballon bewegte sich demnach zeitweise mit knapp 130 km/h, es wurden Temperaturen von bis zu -52 Grad Celsius gemessen. Mit der Kamera zeichnete die Sonde sowohl Bilder von Hermeskeil und der Umgebung von oben auf als auch von weit über den Wolken.
Die nächste Aufgabe der AG wird nun sein, die aufgezeichneten Daten auszuwerten.
Da das Ganze mit erheblichen Kosten verbunden war, freute die AG sich sehr über eine großzügige Spende der Sparkasse Trier-Saarburg, die somit das Projekt ermöglichte. (MBec)