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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 38/2026
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Nahwärmenetz in Gusenburg in der weiteren Planung

Gebäude Schulstraße 1 wird abgerissen

Am Donnerstag vergangener Woche hatte Ortsbürgermeister Siegfried Joram den Gusenburger Gemeinderat zu einer Sitzung ins Bürgerhaus eingeladen. Neben den Damen und Herren des Rates konnte er von der VGV Benedikt Müller als Schriftführer, Mike Müller als Sachbearbeiter des Bauamtes und Axel Thomas als Energiemanager begrüßen. Sein besonderer Gruß galt Friedrich Beck von der Energie- und Klimaagentur RLP, der die Vorstufe des Nahwärmenetzes präsentierte.

Zunächst teile Joram unter „Informationen“ u. a. mit, dass es in der Grenderichhalle Brandschutzmaßnahmen geben wird. So werden eine weitere Brandschutztür und eine neue Bodentreppe eingebaut. Danach kann der Karnevalverein unter Auflagen den Dachboden wieder als Lager nutzen, die Vereine können die Umkleidekabinen in der Halle endlich wieder nutzen und bei Veranstaltungen können 288 Stuhlplätze gestellt werden, die maximale Personenzahl ist auf 300 begrenzt. Bei besonderen Veranstaltungen kann die Personenzahl erhöht werden, bedarf aber einer Genehmigung. Im Jahr 2027 wird die Grundschule mit einem Kostenaufwand von 1,4 Mio. Euro energetisch saniert, die Förderquote beträgt 90 Prozent. Die Firma Ott aus Malborn wird in Kürze mit den Straßenreparaturarbeiten in der Gartenstraße, Engbachstraße und Kirchstraße beginnen.

Vorstufe Nahwärme

Im Anschluss stelle Friedrich Beck die Vorstudie zum geplanten Nahwärmenetz vor. Drei Möglichkeiten sind angedacht, ein Biomasseheizkraftwerk, 3 Großwärmepumpen oder die kalte Nahwärme mit bis zu 90 Tiefenbohrungen. Er priorisiere die kalte Nahwärme, so Beck, da diese am effektivsten und kostengünstigsten sei. Auch die Kosten stelle er anhand von Grafiken dar. Die Gesamtinvestition soll 5,2 Mio. Euro betragen, im Durchschnitt kommen auf jeden Anschlussnehmer 20.000 Euro an Kosten zu. Für bis zu 64 Anschlussnehmer muss für die Tiefenbohrungen eine Fläche von 6.000 qm zur Verfügung stehen. Das ganze lohne sich allerdings nur, wenn genügend Anschlussnehmer bereit sind, so Beck. Zahlreiche Fragen aus dem Rat konnte er hinreichend beantworten. Als nächste Schritte ist geplant, eine weitere Info-Veranstaltung mit den Bürgern abzuhalten, die Anzahl der Interessenten zu ermitteln und dann wenn nötig eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Die weitere Entwicklung bleibt somit abzuwarten. Der Preis entscheidet, so Ortsbürgermeister Joram. Dem weiteren Vorgehen stimmt der Rat zu.

Weitere Beschlüsse

Die Abrissplanung für das Gebäude Schulstraße wurde an die Firma Passiv 21 GmbH in Hermeskeil für 10.400 Euro vergeben. Den Honorarvertrag für die Platzgestaltung nach Abriss des Gebäudes wurde ebenfalls zugestimmt, Kostenpunkt 17.000 Euro. Der Auftrag für die Vermessungsarbeiten im Bereich des geplanten Neubaugebietes „Moosbruch – Hinter der Anwand“ wurde an ein Vermessungsbüro aus Trier zu einem Preis von 91.000 Euro vergeben.

In dem 65 Seiten (!) umfassenden Umweltgutachten für das Neubaugebiet sind zahlreiche Auflagen und Maßnahmen niedergeschrieben. U. a. soll eine ausgewiesene Fläche mit 2.550 Feldgehölzen verschiedenster Art bepflanzt werden. Ursprünglich sollten dabei mehrjährige Pflanzen mit einer Mindestgröße von 1,20 m in den Boden gebracht werden, Kostenpunkt 180.000 Euro (!). In einem Gespräch zwischen Vertretern der Gemeinde, dem Verfasser des Gutachtens und der Forstverwaltung konnte man sich darauf einigen, junge Setzlinge zu pflanzen, Kostenpunkt 18.000 Euro. In einem Vorratsbeschluss wurde der Ortsbürgermeister beauftragt, die notwendigen Schritte dazu auf den Weg zu bringen. Die Fläche soll gegen Wildverbiss geschützt und eingehegt werden. bb