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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 38/2026
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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Organspende zum Thema gemacht

Schultour der Initiative Organspende Rheinland-Pfalz machte Halt an der BBS in Hermeskeil

 

Schultour zu Gast in der Berufsbildenden Schule in Hermeskeil

Mit dem Thema Organspende beschäftigten sich am 4. September 2026 Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule II sowie der Oberstufe der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz an der Berufsbildenden Schule in Hermeskeil. Im Rahmen der Schultour der Initiative Organspende Rheinland-Pfalz erhielten die Jugendlichen Informationen über die medizinischen und persönlichen Aspekte der Organspende.

Zum Auftakt vermittelte ein Film mit dem Wissenschaftsjournalisten Mirko Drotschmann, bekannt als „MrWissen2go“, grundlegende Informationen rund um die Organspende. Ein weiterer Filmbeitrag zeigte die Geschichte einer Mainzer Familie, deren 13-jähriger Sohn nach seinem Tod Organspender wurde. Angehörige berichteten dabei über ihre Erfahrungen und den persönlichen Umgang mit der Entscheidung zur Organspende.

Einen besonders persönlichen Einblick gab Gerhard Sauer. Er wurde bereits zweimal transplantiert und lebt seit 11 Jahren mit einer gespendeten Leber. Offen und eindrücklich berichtete er den Jugendlichen von seinen Erfahrungen. Dabei schilderte er auch die Schwierigkeiten und Herausforderungen, die bei seiner ersten Transplantation aufgetreten sind.

Für die fachliche Einordnung stand Annette Kettern zur Verfügung. Als Transplantationsbeauftragte des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier erklärte sie den Ablauf einer Organspende. Besonders die Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls stieß bei den Schülerinnen und Schülern auf großes Interesse und führte zu zahlreichen Fragen und einem intensiven Austausch.

Die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, auch schwierige und persönliche Fragen anzusprechen. Sie wollten unter anderem wissen, wie eine Organentnahme konkret abläuft, wie die Organe gerecht verteilt werden und ob es schlimm ist, wenn zwischen dem Spender und dem Empfänger ein großer Altersunterschied besteht.

Eine zentrale Botschaft der Veranstaltung lautete: Entscheidend ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und die eigene Entscheidung festzuhalten – unabhängig davon, wie sie ausfällt. Bereits ab dem 14. Lebensjahr können Jugendliche einer Organspende widersprechen, ab 16 Jahren können sie einer Organspende auch zustimmen.

Mit Informationsmaterial und Organspendeausweisen ausgestattet, gingen die Schülerinnen und Schüler schließlich aus der Veranstaltung. Damit erhielten sie nicht nur Wissen über ein medizinisch und gesellschaftlich relevantes Thema, sondern auch einen Anlass, die Frage der Organspende zu Hause mit Eltern, Angehörigen und Freunden weiter zu besprechen.