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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 38/2026
3 - Aus den Hochwaldgemeinden
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Segen für Zwei- und Vierbeiner

Pferde, Hunde und sogar Kuscheltiere erhielten am vergangenen Sonntag den Segen im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes an der Kirche im Nationalpark in Muhl

 

Pferdesegnung in Muhl

Zwei Pferde, zehn Hunde und einige Kuscheltiere erhielten am vergangenen Sonntag in Neuhütten-Muhl den Segen. Die Tiersegnung war eine Initiative der „Kirche im Nationalpark“ (KiNa) und zugleich der erste öffentliche Einsatz von Thorsten Wahl, der am Samstag zuvor zum Diakon geweiht worden war.

Bewusst fiel die Wahl auf Neuhütten-Muhl: Wahl stammt aus dieser Region. Aus der zunächst als Pferdesegnung geplanten Veranstaltung entwickelte sich eine ökumenische Feier für Tiere und ihre Besitzer. Wahl selbst hatte die Idee eingebracht, auch Kuscheltiere in die Segnung einzubeziehen. So wurden neben den lebenden Tieren auch die treuen Begleiter vieler Kinder und Familien gesegnet.

„Es war eine wirklich gelungene Aktion, und wir hatten viel Freude“, sagte Gemeindereferentin Gerlinde Paulus-Linn. Wegen der ungünstigen Wetterprognose kamen vermutlich weniger Menschen als ursprünglich angemeldet. Die Anwesenden ließen sich die besondere Begegnung jedoch nicht nehmen.

Schöpfung im Mittelpunkt

Die Tiersegnung passte in besonderer Weise zum Anliegen der „Kirche im Nationalpark“. Diese beruht bis heute auf einer ökumenischen Initiative mehrerer katholischer und evangelischer Pfarrgemeinden, pastoraler Räume und Kirchenkreise. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Verbundenheit mit der Schöpfung.

In diesem Zusammenhang verweist Paulus-Linn auf Franz von Assisi, der als Schutzpatron der Tiere gilt und sich in besonderer Weise für die Bewahrung der Schöpfung eingesetzt habe. Die Segnung machte deutlich, dass Tiere für viele Menschen wichtige Wegbegleiter sind und einen festen Platz in ihrem Leben haben.

Dass Tiersegnungen in Muhl durchaus Tradition haben, wurde am Sonntag ebenfalls erzählt. Nach den Erinnerungen, die einige Muhler Besucher beisteuerten, hatte der damalige Pastor Otti bereits vor vielen Jahren eine Tiersegnung gefeiert. Dabei soll er sich sogar auf ein Pferd geschwungen haben und anschließend von Pferd zu Pferd geritten sein, um die Tiere zu segnen.

Zehn Jahre Kirche im Nationalpark

Die Tiersegnung war zugleich ein Vorgeschmack auf das zehnjährige Bestehen der „Kirche im Nationalpark“. Das Jubiläum wird am Freitag, 2. Oktober, in Neuhütten-Muhl gefeiert. Beginn ist um 15.30 Uhr mit Kaffee und Kuchen im Bürgerhaus. Um 16 Uhr startet eine Wanderung auf den „Wegen zur Schöpfung“. Ab 17 Uhr werden Würstchen vom Grill angeboten.

Der ökumenische Gottesdienst in der Nationalparkkirche beginnt um 18.30 Uhr. Mitwirken werden Superintendent Dr. Jörg Weber und Bischofsvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Anschließend ist ein gemütliches Beisammensein vorgesehen. (LeWe)