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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 39/2026
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Erweiterung des Nahwärmenetzes in Hermeskeil

 

Stadtrat stimmt dem Abschluss eines Konzessionsvertrages zu

Die BGA Eiden GmbH plant im Rahmen der Flexibilisierung und technischen Anpassung der Biogasanlage die Erweiterung des bestehenden Nahwärmenetzes. Ralf Linn stellte sich und sein Aufgabengebiet als Umfeldbeauftragter der AfA dem Rat vor und der Hermeskeiler Sportverein erhielt die Möglichkeit seine Vereinsarbeit zu präsentieren. Außerdem wurde eine Vielzahl von Spenden angenommen.

Seit 2012 betreibt die BGA Eiden GmbH in Zusammenhang mit ihrer Biogasanlage und dem angeschlossenen Blockheizkraftwerk zusammen mit weiteren Energiepartnern ein Nahwärmenetz. Nun soll die bestehende Anlage flexibilisiert werden, um künftig technisch angepasst auf die aktuelle Marktsituation agieren zu können. In diesem Zusammenhang soll das Nahwärmenetz erweitert werden. Die Erweiterung umfasst eine Trassenlänge von ca. 3.250 m und soll künftig insbesondere den nordöstlichen Teil der Stadt umfassen. Die derzeit 65 Abnehmer sind großenteils Ein- und Mehrfamilienhäuser. Aber auch öffentliche Gebäude wie das Mehrgenerationenhaus und der Kindergarten gehören dazu. Damit für Verlegung und Betrieb des Netzes städtische Verkehrswege und Flächen genutzt werden dürfen, bedarf es einer Konzessionsvereinbarung, die der BGA Eiden gestattet, diese Flächen zum Bau des Netzes und im weiteren zum Zweck der Kontrolle und Reparatur betreten zu dürfen. Dafür erhält die Stadt eine einmalige Entschädigung in Höhe von derzeit 25.321,12 €. Da die Berechnung neben dem Grabenprofil und dem Bodenrichtwert auch von der Trassenlänge abhängt, kann der exakte Betrag erst nach Abschluss der Maßnahmen festgelegt werden. Die Planungen wurden im Entwurf mit den Kunden abgestimmt. Zur Absicheung von Ausfällen wird ein Pufferspeicher installiert, der 50 bis 100 Stunden überbrücken kann. Der Stadtrat stimmte dem Abschluss des Vertrages zu. Allerdings soll die Entschädigung aus Haushaltstechnischen Gründen auf mehrere Jahre aufgesplittet werden. Baubeginn soll im 1. Quartal 2028 sein, die Maßnahme dann in 12 Monaten abgeschlossen werden.

Umfeldbeauftragter AfA

Ralf Linn, der Umfeldbeauftragte der AfA Hermeskeil, stellte sich und sein Aufgabengebiet in der vergangenen Stadtratssitzung vor. Der inzwischen im Ruhestand befindliche Polizist war über 40 Jahre im Polizeidienst, zuletzt als Leiter der Einsatzgruppe Migration in der AfA. Als „Kümmerer“ ist er nicht etwa für die Sauberkeit im Umfeld der AfA zuständig. Vielmehr ist er Vermittler zwischen den in der Einrichtung tätigen Behörden, Institutionen und Unternehmen. Weitere Aufgaben sind die Prüfung und Umsetzung des Einsatzes ehrenamtlicher Personen, die Pflege bestehender Netzwerke und der Aufbau neuer Netzwerke (z.B. Vereine, Verwaltungen oder Unteressensgemeinschaften), die Beobachtung sozialer Medien auf verbreitete „Fakenews“ und die adäquate Reaktion darauf sowie die Mitarbeit in einzelnen Arbeitskreisen (AK Asyl, AfA Beirat etc.). Seine Tätigkeit umfasst max. 20 Stunden im Monat, von daher bittet er, Anliegen an die AfA-Verwaltung zu richten. Bei Bezug zu seiner Tätigkeit erfolgt von dort dann eine Weiterleitung an ihn.

Erreichbarkeit: geschaeftszimmer.AfAHK@add.rlp.de,

Tel. 06503 95393-100 (AfA-Verwaltung)

Hermeskeiler Sportverein

Im Rahmen der Stärkung des Ehrenamtes erhielt der Sportverein die Gelegenheit, sich den Ratsmitgliedern vorzustellen. Der Verein hat sich seit einigen Jahren von der klassischen Vorstandsgliederung verabschiedet und die vielfältigen Aufgaben im Rahmen von vier Ressorts auf mehrere Schultern verteilt. Zurzeit sind folgende Personen aktiv: Oliver Lauer (Ressort Sport/Allgemeines), Tobias Gosert (Ressort Finanzen), Thomas Linn, Armin Sersch (Ressort Jugend) und Lars Dengler, Dirk Faber (Ressort Öffentlichkeitsarbeit). Neben den sportlichen Aktivitäten organisiert der Verein – teilweise in Zusammenarbeit mit dem TVH und dem Ruck-Zuck – auch andere Veranstaltungen (z.B. Hexennacht, Weihnachtsmarkt, Stadtwoche). Ein großes Thema ist die Pflege und Instandhaltung des Waldstadions für den laufenden Spiel- und Trainingsbetrieb. Der alte Aufsitzrasenmäher sei zu klein, personalintensiv und die Reparaturen häufen sich. Beides beeinträchtigt den Betrieb erheblich. Zur Kompensation sei die Anschaffung von zwei professionellen Rasenrobotern im Leasingverfahren geplant. Das fünfjährige Leasing beinhalte zwar Zubehör, Versicherung und Wartung, belaste aber mit 489,90 €/Monat die Vereinskasse erheblich. Der Verein bat hier den Rat um Unterstützung. Die Entscheidung darüber könne, so der Stadtbürgermeister, erst nach Beratung und Rücksprache mit der Aufsichtsbehörde getroffen werden. Schließlich handle es sich hier um freiwillige Leistungen, die schnell dem Rotstift zum Opfer fallen würden. (BäR)