Tobias Ehses von der Backstuff Süss erhielt am vergangenen Sonntag den Landesehrenpreis im Genusshandwerk.Überreicht wurde er von Wirtschaftsminister Michael Ebling (zweiter von rechts). Mit dabei waren neben neben Brotkönigin Tatjana Krechel (links) auch Katarina Barley als Botbotschafterin, Bernd Elsen und Landesinnungsobermeister Claus Becker (rechts).
Tobias Ehses im Kreise seiner Liebsten: Zur freudigen Überraschung aller wurden noch Mäuschen und Brot an die zahlreichen Gäste im Brunnenhof verteilt.
Die Backstuff Süss darf sich erneut über eine besondere Auszeichnung freuen. Der Bäckermeister wurde am vergangenen Sonntag in Trier mit dem Landesehrenpreis im Genusshandwerk Rheinland-Pfalz 2026 geehrt. Damit gehört seine Bäckerei zu den 39 Betrieben aus Rheinland-Pfalz, die in diesem Jahr für die Qualität ihrer handwerklich hergestellten Produkte ausgezeichnet wurden.
Der Landesehrenpreis wurde in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben. Unter den Preisträgern waren 15 Bäckereien, zwölf Metzgereien, sechs Konditoreien, fünf Speiseeishersteller und eine Brauerei.
Für die Backstuff Süss ist die Auszeichnung eine besondere Anerkennung des täglichen Einsatzes. Tobias Ehses denkt bei seinem Handwerk dabei nicht nur an die Arbeit in der Backstube. „Manchmal beginnt gutes Brot dort, wo das Getreide wächst“. Von den regionalen Feldern über die Mühle bis in die Backstube spielen für ihn Herkunft, Erfahrung und Sorgfalt eine wichtige Rolle.
„Für uns ist das mehr als eine Auszeichnung. Es ist eine Anerkennung für echtes Handwerk, für Qualität, für Regionalität – und für die Überzeugung, dass gutes Brot Zeit, Erfahrung und Leidenschaft braucht“, so Ehses. Zugleich betont er: Handwerk ist Teamarbeit. Sein Dank gilt deshalb insbesondere dem engagierten Team, den Lieferanten und Partnern, der Familie und natürlich den Kundinnen und Kunden.
Genusshandwerk ist besonders wertvoll
Der Präsident der Handwerkskammer Trier, Bernd Elsen, machte in seiner Rede die besondere Bedeutung des Genusshandwerks deutlich. Es stehe für Qualität, Regionalität und nachvollziehbare Herkunft, schaffe Arbeitsplätze vor Ort und bewahre wertvolles handwerkliches Wissen. Zugleich müsse sich das Handwerk gegen industrielle Konkurrenz und Preisdruck behaupten.
„Man kann Heimat schmecken“
Auch Wirtschaftsminister Michael Ebling stellte die Bedeutung des regionalen Genusshandwerks heraus. „Man kann Heimat schmecken“, lautete seine Botschaft. Mit dem Landesehrenpreis wolle das Land die Leistungen der Genusshandwerker sichtbar machen. Sie verbänden handwerkliche Tradition mit Qualität und moderner Betriebsführung.
Für die Auszeichnung zählen neben der Qualität und traditionellen Herstellung unter anderem regionale Zutaten, die Ausbildung junger Fachkräfte, umweltschonende Verpackungen und der Einsatz erneuerbarer Energien.
Brot als Kulturgut
Auch Katarina Barley, die in diesem Jahr als Botschafterin des deutschen Brotes unterwegs ist, richtete den Blick auf die Bedeutung des Bäckerhandwerks. Bei ihren Besuchen in Handwerksbetrieben sei sie immer wieder beeindruckt, mit wie viel Liebe, Zeit und Können dort gearbeitet werde.
Umso weniger könne sie nachvollziehen, dass ausgerechnet abgepacktes Toastbrot mit Abstand das meistverkaufte Brot in Deutschland ist. Schließlich sei die deutsche Brotkultur als immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkannt. Ihr Appell an die Verbraucherinnen und Verbraucher: das Brot vom heimischen Bäcker wieder stärker wertzuschätzen und damit auch das Handwerk vor Ort zu unterstützen. Dafür erntete sie viel Applaus.
Auch Tatjana Krechel, die neue Brotkönigin des Bäckerinnungsverbands West, verwies auf die lange Tradition des Bäckerberufs. Zugleich ist es ein Handwerk, das sich ständig weiterentwickelt.
Anlässlich des Weltkindertags hatte die Backstuff Süss außerdem kleine „Mäuschen“ gebacken, die Tobias Ehses bei der Preisverleihung an die Kinder verteilte. Auf der Bühne sagte er dazu einen Satz, der an diesem Tag besonders schön passte: „Brot teilen kommt von Herzen.“ (LeWe)