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Rund um Hermeskeil
Ausgabe 39/2026
2 - Hermeskeiler Stadtnotizen
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„Don’t judge me – I’m fine!“

 

 

 

 

Jugendliche setzen sich beim Kunstworkshop kreativ mit Schönheitsbildern und Selbstwahrnehmung auseinander

Einen ganzen Tag lang wurde im Mehrgenerationenhaus Hermeskeil kreativ gearbeitet, diskutiert und ausprobiert: Beim Kunstworkshop „Don’t judge me – I’m fine!“ beschäftigten sich 14 Jugendliche mit der Frage, wie sie sich selbst sehen, wie andere sie wahrnehmen und welche Vorstellungen von Schönheit unsere Gesellschaft prägen.

Von 10 bis 18 Uhr standen dabei nicht nur Ton und künstlerisches Gestalten im Mittelpunkt. Zu Beginn führte Kunstlehrerin Hannah Molter die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in das Thema ein. Im gemeinsamen Sitzkreis ging es unter anderem um Fragen wie: „Was mag ich an mir?“, „Was finde ich gut an mir?“ und „Was ist meine Superkraft?“ Auch die Frage „Wem würde ich gerne meine Meinung sagen?“ gab Raum für persönliche Gedanken und Diskussionen.

Dabei wurde schnell deutlich: Der Workshop sollte vor allem dazu ermutigen, die eigene Stimme zu finden und sich mit den eigenen Vorstellungen auseinanderzusetzen. Hannah Molter ermutigte die Jugendlichen deshalb auch, „den Mund aufzumachen“ und ihre Meinung zu äußern.

Anschließend wurde es praktisch: Mit Ton entstanden individuelle Körperdarstellungen – ganz ohne feste Vorgaben. Die Jugendlichen konnten ihre Ideen realistisch, abstrakt, übertrieben oder verfremdet umsetzen. So wurde der Körper auf ganz unterschiedliche Weise dargestellt. Dabei zeigte sich auch, dass Körper ein gesellschaftliches und politisches Thema sein können: Schönheitsideale, Erwartungen und die Frage, wie Menschen beurteilt werden, flossen auf vielfältige Weise in die Arbeiten ein.

Besonders spannend war eine gemeinschaftlich entstandene Arbeit. Jede und jeder steuerte dabei einen Körperteil bei. Dass die einzelnen Teile unterschiedlich groß ausfielen, machte die Skulptur am Ende zu einem besonderen Gemeinschaftswerk.

„Alle waren Feuer und Flamme“, berichtet Daniela Müller, die den Workshop gemeinsam mit Hannah Molter leitete. Die Jugendlichen hätten sich auf die unterschiedlichen Aufgaben eingelassen und seien dabei sehr inspiriert gewesen. Eine Teilnehmerin brachte ihre Eindrücke treffend auf den Punkt: „Kreativität, Menschen, das Projekt – alles toll.“

Besonders gefallen habe ihr, dass man sich kreativ ausleben konnte. „Am tollsten fand ich, dass man Projekte zu verschiedenen Themen machen konnte – einfach wie man sich gefühlt hat, sich von allem inspirieren lassen.“

Zum Abschluss bedankten sich Hannah Molter und Daniela Müller bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für deren Offenheit, Kreativität und Engagement.

Die Vernissage

Doch die entstandenen Werke bleiben nicht im Mehrgenerationenhaus. Sie werden am 24. Oktober 2026 im Rahmen einer Vernissage in der Stadtbücherei Hermeskeil öffentlich präsentiert. Damit erhalten die Jugendlichen die Gelegenheit, ihre Perspektiven sichtbar zu machen und mit ihren Kunstwerken zum Nachdenken über Körper, Schönheit und gesellschaftliche Wahrnehmung anzuregen. Die genaue Uhrzeit und weitere Informationen zur Vernissage werden noch bekannt gegeben.

Und auch das nächste kreative Projekt ist bereits in Planung: Im November soll ein weiterer Workshop mit Bettina Reichert aus Kell am See stattfinden. Weitere Informationen dazu folgen. (LeWe)