Das TVH-Handballteam mit Trainer Andreas Schewerda (re) und Zeitnehmer Christoph Düpoont (re).
Sprungwurf vom Hermeskeiler Nicolas Düpont.
Nach dem verunglückten Auftritt des TVH in der Bezirksoberliga vom vergangenen Spieltag gegen den Tabellenführer aus Mertesdorf, wollten sich die Männer um Trainer Andreas Schewerda rehabilitieren und ein besseres Spiel zeigen. Das ist der Mannschaft am vergangenen Samstag gegen HSG Kastellaun-Simmern III mit einem eindrucksvollen 38:26-Sieg gelungen.
Dabei waren die Vorzeichen vor Spielbeginn für das TVH-Team alles andere als günstig. Im Gespräch mit RuH betonte TVH-Trainer, Andreas Schewerda, dass das Team aus Kastellaun-Simmern sehr viele personelle Veränderungen, gegenüber dem Hinspiel vorgenommen habe. Schewerda wörtlich: „Wir sind leider wieder verletzungs- und krankheitsbedingt nur mit einer Rumpftruppe am Start. Allerdings, wir werden kämpfen, alles geben und schauen was dabei herauskommt“, so Schewerda wörtlich. Zum bisherigen Saisonverlauf befragt, zeigte sich der TVH-Trainer relativ zufrieden. Sein Fokus liege in der Integration der A-Jugendspieler, was bisher gut gelungen sei. Zur Platzierung am Ende der Saison befragt, zeigte sich der Coach optimistisch das obere Tabellendrittel zu erreichen.
Der Trainer der HSG Kastellaun-Simmern III, Marc Moldenhauer, sah die Ausgangslage ähnlich. „Ich erwarte ein enges Spiel, weil wir mit unserer jungen Truppe gut aufgestellt sind. Hermeskeil ist immer ein unangenehmer Gegner, der uns alles abverlangen wird. Wir sind mit dem Ziel nach Hermeskeil gekommen, um zu gewinnen, sind uns aber der Schwere der Aufgabe bewusst“.
Schnell bestätigte sich diese Vermutung, denn im Spiel der direkten Tabellennachbarn (Platz 4 kontra Platz 5) zeigte der TV Hermeskeil am Samstagabend in der heimischen Hochwaldhalle vor etwa 100 Zuschauern von Anfang an wer „Herr im Hause ist“ und ließ nichts anbrennen. Obwohl nur mit zwei etatmäßigen Rückraumspielern angetreten, überzeugte das Team mit aggressivem Abwehrverhalten sowie schnellem Umschaltspiel und sorgte früh für klare Verhältnisse. Nach wenigen Minuten setzte sich Hermeskeil über 6:2 und 10:6 erstmals deutlich ab. Dabei drückten die doppelspielberechtigen A-Jugendlichen Nicolas Düpont und Tim Regnery dem Spiel mit hoher Abschlussqualität und Tempo ihren Stempel auf. Immer wieder konnten über die schnelle Mitte einfache Tore erzielt werden. Kastellaun agierte nervös, leistete sich erstaunlich viele technische Fehler und fand nie richtig ins Spiel. Zur Halbzeit stand bereits eine komfortable 19:11-Führung auf der Anzeigetafel.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der TV Hermeskeil konsequent. Trotz vereinzelter Treffer der Gäste ließ die Mannschaft keinen Zweifel daran, wer am Ende als Sieger vom Hallenboden gehen würde. Die Abwehr arbeitete konzentriert, im Angriff wurde geduldig gespielt und konsequent abgeschlossen. Spätestens beim Zwischenstand von 30:21 war die Vorentscheidung gefallen. Vor allem Nils Laible hatte auf TVH-Seite die Zügel in der Hand, der seine Mitspieler immer wieder routiniert in Szene setzte und selbst Torgefahr ausstrahlte. Auch die beiden Torhüter des TVH, Martin Hares und Janik Rech (ebenfalls noch A-Jugendlicher), setzten wertvolle Akzente, zeichneten sich mehrfach aus und halfen ihrem Team mit einigen spektakulären Paraden.
In der Schlussphase machten sich die fehlenden Alternativen auf der Hermeskeiler Bank dann doch bemerkbar. Dieses Manko konnten die Gäste aber nicht zur Ergebniskosmetik nutzen. Am Ende stand ein klarer 38:26-Erfolg zu Buche, der nicht nur zwei wichtige Punkte, sondern auch ein deutliches Signal im Kampf um die oberen Tabellenplätze bedeutete.
„Wir haben heute mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, hoher Effektivität im Angriff sowie einem starken Willen überzeugt. Ein dickes Lob geht an die Jungs von der A-Jugend, die kämpferisch und spielerisch eine tolle Leistung auf die Platte gebracht haben“, so das Resümee von TVH-Trainer Andreas Schewerda. Für sein Gegenüber, HSG Trainer Marc Moldenhauer, war es nach eigener Aussage ein „gebrauchter“ Spieltag. Sein Team habe nie zu ihrem Spiel gefunden, Standhandball gespielt und sei nicht konsequent genug in die Lücken gegangen.
TVH: M. Hares, Janik Rech – M. Bender (1), J. Blind (2), N. Düpont (13), M. Haupenthal (2), T. Hormesch (2), N. Laible (9/1), M. Rauland (3), T. Regnery (6). (Heger/Kö)
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